Kriens kantert Stäfa trotz vieler Absenzen aus

Kriens kantert im NLA-Spiel den harmlosen HC GS Stäfa auch trotz vieler Absenzen aus und gewinnt mit neun Toren Vorsprung deutlichl.

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34:25-war der Endstand für die Krienser Handballer im NLA-Spiel gegen den HC GS Stäfa. Die Krienser dominierten einen unangenehmen Gegner auch mit stark reduziertem Kader nach Belieben und erbrachten damit den Beweis dafür, dass die aktuelle Rangliste die Stärkeverhältnisse der beiden Teams durchaus realistisch widergibt: Kriens ist längst gesichert und an der Vorarbeit für die kommende NLA-Saison, Stäfa hingegen hat den letzten Strohhalm verpasst und hat selbst rein rechnerisch nur noch minimste Chancen, das zweite NLA-Abenteuer zu überstehen.

Wie entwickelt sich ein Spiel, in dem ein längst gesichertes Team mit gewichtigen Ausfällen im Kader auf einen Gegner trifft, der um seine wohl allerletzte Chance fightet und mit gestärkrtem Selbstvertrauen antritt? Auf jeden Fall nicht so wie am Freitag. Denn der HC Kriens dominierte die Partie trotz der vielen Ausfälle nach Belieben, führte stets und hatte auch immer wieder die Möglichkeit, zuzulegen, wenn es nötig wurde.

Dass es das überhaupt wurde, hatte sich das Team selbst zuzuschreiben. Mit bis zu 12 Toren führte der HCK, auf dem Feld wurde das eine oder andere mit Blick auf die Zukunft probiert. Es wurden aber in dieser Phase aber auch viele leichtsinnige Fehler gemacht. Stäfa mühte sich ab, steckte nicht auf und kam auf vier Tore heran. Da wurde es Trainer Rolf Dobler zu bunt: Er zückte die grüne Karte und fand im Team- Timeout offenbar die richtigen Worte. Das Team kapierte, legte zwei gänge zu und distanzierte den Gegner wieder auf 9 Tore.

Insgesamt aber spielte der HC Kriens in dieser Partie zu seriös, als dass zu irgend einem Zeitpunkt die Gefahr bestanden hätte, dass der doppelte Punktgewinn in Gefahr gerät. Dazu war Stäfa schlicht zu harmlos an diesem Abend. Und es musste eine bittere Krienser Erkenntnis sein, wie man (mitunter) gegen einen solchen Gegner noch die Finalrunde vespielte ...

Das auf Krienser Seite der eine oder ander Fehler passierte, lag auf der Hand. Teilweise spielten die Innerschweizer in reichlich ungewohnten Formationen. Yalcner (9), Stankovic (8) und Willisch (7) zeigten sich aber in bester Spiellaune und waren für mehr als die Krienser Tore verantwortlch. Und das, obschon der HCK im Training im Moment mehr im Kraftbereich arbeitet als mit dem Ball. Was den Klasseunterschied zwischen den beiden Teams noch zusätzlich untermauerte.

HC Kriens - HC GS Stäfa 34:25 (18:13)

Krauerhalle Kriens, 400 Zuschauer. SR Sager/Styger.

HC Kriens: Schelbert/Hodel (31.); Wymann (1), Müller (1), Mitrovic (1), Nyffenegger (3), von Deschwanden (1), Tschannen (3), Stankovic (8/3),, Yalciner (9), Willisch (7), Bislimi.

Stäfa: Ryffel (1)/Berischa; Braun (2), Bossart (3), Petrig (1), Bunjak (2), Siegenthaler (3), Kaufmann (4), Düringer (3), Milicic (3), Brunner (2), Graf (1), Pulver, Roth.

Strafen: Kriens 3, Stäfa 4 x 2 Minuten. Kriens ohne Portmann, Schmid, Zimmermann, Schlegel.

Benedikt Anderes