KRIENS-LUZERN - PFADI WINTERTHUR 25:22: HC Kriens-Luzern besiegt Pfadi Winterthur

Hektik, Dramatik und Jubel: Die Handballer des HC Kriens-Luzern konnten das Spiel gegen den Tabellendritten Pfadi Winterthur mit 25:22 für sich entscheiden.

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Der Krienser Handballer Benjamin Steiger. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

Der Krienser Handballer Benjamin Steiger. (Archivbild Roger Zbinden/Neue LZ)

In einem dramatischen Spiel erzwangen die Einheimischen gegen den aktuellen Tabelendritten Pfadi Winterthur das Glück. Beim 25:22-Sieg zum Abschluss der Vorrunde war es eine Team- und Willensleistung, welche in der zweiten Hälfte den vielumjubelten Krienser Erfolg ermöglichte.

War das eine Hektik, eine Dramatik - und am Schluss ein Jubel! Wie vor einem Jahr bezwang der HC Kriens-Luzern auch in diesem Jahr Pfadi Winterthur in der Krauerhalle. Und das durchaus verdient, auch wenn dem HCK die erste Halbzeit (zu) vieles nicht nach Wunsch lief. Denn in den ersten 30 Minuten schien der HCK am Pfadi-Keeper Martin Pramuk zu verzweifeln. 20 Paraden standen am Schluss in seiner Statistik - ein Wert, bei dem eigentlich kein Gegner sein Spiel gewinnen darf.

Der HCK tat es trotzdem. Es gab wohl zwei Schlüsselszenen dazu. Die erste in der 9. Minute, als Pfadis bis dahin vierfacher und einziger Torschütze Ladislav Tarhai verletzt (ohne Fremdeinwirkung) ausschied. Die zweite Schlüsselszene folgte gegen Spielende. Als der HCK nach 47 Minuten mit 17:19 in Rückistand lag und nach einigen zumindest originellen Strafen in doppelter Unterzahl auf dem Platz standen, lief bei vielen der 600 Krienser Fans der Film ab: Gut gekämpft, lange mitgehalten, dann mit wehenden Fahnen untergegangen. Doch der HCK biss sich durch. Aus dem 17:19-Rückstand wurde ein 21:19-Vorsprung. Und es war das Team, das als Ganzes den Erfolg «erzwang». Zuerst war es der starke Steiger, dann Hofstetter mit einem Gewaltsschuss, schliesslich Stankovic im Gegenstoss.

Der HCK hat sich damit das Tor zur Finalrunde einen weiteren Spalt weit aufgestossen. Und wenn er jetzt am Mittwoch auch gegen Wacker Thun in der eigenen Halle erfolgreich bleibt, dann sind die Voraussetzungen sogar sehr gut, dass im Frühling Finalrundenatmosphäre herrscht in Kriens!

Benedikt Anderes/HC Kriens-Luzern

HC Kriens - Luzern - Pfadi Winterthur 25:22 (13:14)
Krauerhalle Kriens. 600 Zuschauer. SR Brianza/Lämmler.
Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 4:2, 4:5, 5:7, 6:8, 7:10, 8:11, 10:11, 11:12, 12:13, 13:14; 14:16, 15:18, 17:19, 21:19, 22:20, 23:21, 24:22, 25:22.

Strafen: HCK 3, Pfadi Winterthur 7x2 Minuten.

HC Kriens-Luzern: Schelbert (-22. Plus 2 Penalties)/Hodel (ab 22.)/ Portmann; Mitrovic, Steiger (5), Nyffenegger (1), Stankovic (5/2), Yalciner, Bislimi (2), Willisch (6/1), Zimmermann, Podvrsic (2), Hofstetter (3).

Pfadi Winterthur: Pramuk/Baur; Mierzwa (2), Kovar, Kurth (4/3), Tomic (2), Kipili (2), Studer (1), Scheuner (1), Lee (3), Krauthoff (2), Müller, Tarhai (4)

Bemerkungen: Pfadi ohne Kasapidis. Kriens ohne Schlegel und Schmid. Tarhaj nach 9 Minuten verletzt (ohne Gegnereinwirkung) ausgeschieden.