Kriens-Luzern schlägt den BSV Bern Muri

Mit einer starken und soliden Leistung holten sich die Krienser NLA-Handballer gegen den BSV Bern Sieg Nummer 9. Beim 30:24 (16:13)-Erfolg prägten zwei Akteure auf dem Platz das Geschehen.

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Thomas Hostetter beim Abschluss. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Thomas Hostetter beim Abschluss. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Linkshänder Marko Vukelic (9 Tore) und Torhüter Marius Aleksejev, der mit 29 Saves (!) von der Liga «Superklasse» einen Schritt nach oben machte. Insgesamt war es aus Krienser Sicht ein gefreuter Abend, an dem sich das Team mit Charakterstärke auszeichnete. Denn die Voraussetzungen zu einem erneut geschlossenen Teamauftritt waren alles andere als gut.

Die Verletztenliste beim HC Kriens-Luzern ist wieder bedrohlich lang geworden: An Schlegel und Nyffenegger hat man sich (leider) bereits gewöhnt. Jetzt fehlten zusätzlich Dani Schmid (Daumenoperation) und Willisch. Doch der HC Kriens-Luzern Ausgabe 2010/11 hat bereits genügend Stabilität, um trotzdem die richtigen Akzente zu setzen.

Thomas Zimmermann beim Abschluss. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
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Benjamin Steiger steigt am höchsten. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
Thomas Hostetter steigt höher als der Berner. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
Thomas Hostetter wird an der Schussabgabe gehindert (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
Marko Vukelic erzielte 9 Treffer. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
Andraz Podvrsich wird von zwei Bernern zurückgehalten. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)
Thomas Zimmermann erzielte drei Tore. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Thomas Zimmermann beim Abschluss. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)



Dass die Partie trotzdem 25 Minuten so was ähnliches wie spannend blieb, das hing damit zusammen, dass auf Krienser Seiten in dieser Phase immer dann unnötige Fehler passierten, wenn eine Vorentscheidung möglich gewesen wäre. So aber gelang es dem BSV Bern anfangs, im Spiel zu bleiben.

So stürmte der HCK schon bald einmal einem weiteren ungefährdeten Sieg entgegen. Grundlage war auch diesmal eine wirklich gute Deckung, hinter der mit Tausendsassa Marius Aleksejev ein brillanter Torhüter stand. Bezeichnend war die 49. Minute, in der Aleksejev gleich fünf Bälle in Serie parierte und das Publikum damit zu einer standing ovation mitten im Spiel verleitete. Dass er am Schluss des Spiels die «Best player»-Auszeichnung erhielt, war so sicher wie das Amen in der Kirche...

In der Offensive stimmte der Weg von Coach Torben Winther: Er liess Hofstetter nur im Angriff spielen, womit dieser auf der Mittelposition immer wieder gut erholt für Druck sorgen. Yalciner zeigte trotz einigen Fehlschüssen, dass er auf gutem Weg ist. Und Vukelic sorgte mit einer seriösen Auswertung und 9 Toren, dass er sehr wertvoll sein kann in Spielen, in denen wie hier Überraschendes gefragt ist ...

Benedikt Anderes/HC Kriens

HC Kriens-Luzern - BSV Bern Muri 30:24 (16:13)

Krauerhalle, 850 Zuschauer. SR Stalder/Koskoski.
Spielverlauf: 3:1, 5:5, 6:6, 8:6, 10:7, 11:9, 12:10, 13:12, 15:12, 16:13; 17:14, 19:14, 19:16, 21:16, 22:17, 24:19, 27:20, 28:21, 29:23, 30:24.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schebert (1 Penalty); Steiger (2), Raemy, Lengacher, Hess, Stankovic (2/1), Yalciner (5), Vukelic (9/3), Zimmermann (3), Podvrsic (3), Hofstetter (6), Portmann.

BSV Bern-Muri: Ebinger/Portner (3 Penalties); Larsen (1), Bächtold, Leiser (7), Saudenmann (3/2), Baumgartner (3), Striffeler, Räz, Schwander (2), Kaufmann (nicht eingesetzt), Milosevic (4), Cvetkovic (2), Muf (1).

Bemerkungen: Strafen Kriens-Luzern 3, BSV Bern 4 x 2 Minuten. Penalties: Ebinger hält Penalties von Stankovic (34., 17:14) und Vukelic (50., 25:20). 24. Staudenmann schiesst Penalty übers Tor (13:11). Kriens ohne Schlegel, Nyffenegger, Willisch (Adduktorenzerrung) und Schmid (operierte Hand). BSV ohne Kaufmann (verletzt, aber auch Matchblatt).

J.P. Chenet Best Player Award: Leiser (BSV Bern) und Aleksejev (HC Kriens-Luzern)