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Kriens-Luzern schlägt Profitöne an

Wer sich nicht zu der von Chefcoach Goran Perkovac verschriebenen Profi-Gangart bekennt, der hat beim HC Kriens-Luzern ausgedient. Zum Beispiel Goalie Willimann oder Topskorer Lengacher.
Roland Bucher
Handballspiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und Suhr Aarau. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 18. November 2018)

Handballspiel zwischen dem HC Kriens-Luzern und Suhr Aarau. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 18. November 2018)

«Christian Wipf und Ramon Schlumpf verstärken, Marcel Lengacher und André Willimann verlassen den HC Kriens-Luzern»: So leitet der Verein seine Medienmitteilung ein. Es ist die Kraft des positiven Denkens, welche der Krienser Handball-Organisation in diesen Tagen hilft, eine bisher missratene Saison zu verdauen und Hoffnung für die Zukunft zu tanken.

Willkommen Christian Wipf (Kreisläufer) und Ramon Schlumpf (Linksflügel) beim HCK. Sie werden die Lücken, welche die neuest kommunizierten Abgänge schlagen, indes nicht stopfen: Goalie André Willimann und Topskorer Marcel Lengacher waren in dieser Saison 2018/2019 Leistungsträger der gehobenen Klasse, Rechtsflügel Claudio Vögtli, der ebenfalls auf dem Absprung steht, ein Eigengewächs mit Zukunftsperspektiven.

«Die Zeit der Kompromisse ist vorbei»

Der HC Kriens-Luzern wolle sich, erklärt Geschäftsführer Nick Christen, «auf wirtschaftlicher und sportlicher Ebene weiter entwickeln.» Ein reduzierter Trainingsumfang für die Leistungsträger der Mannschaft sei mit dieser Vorwärtsstrategie nicht zu vernetzen.

Die Initialzündung zu diesem konsequenten Schritt in Richtung Spitzenhandball mit dem Leitgedanken an die Adresse der Kaderakteure, mehr oder weniger «immer zur Verfügung zu stehen, wenn es der Trainer wünscht», kommt von Trainer Goran Perkovac.

Die Handballlegende, 1996 Captain des Olympiasiegers Kroatien und einst mit Borba Luzern Schweizer Meister, duldet in Zukunft keine handballerischen Halbheiten mehr: «Wir haben einen Leistungsauftrag, ich will mit Kriens ganz nach vorne rücken. Wir bedauern den Entscheid sehr, dass Marcel Lengacher aufgrund der neuen Ausgangslage zurücktritt. Denn wir müssen uns von einem Leistungsträger verabschieden. Aber wir dürfen jetzt einfach keine Kompromisse mehr dulden.» Sonst käme der, und wolle einen kleinen Trainingsurlaub, sonst komme der andere, und raube sich einen Studienlehrgang von der Trainingszeit ab.

Immerhin gesteht Perkovac, dass es ihn nicht unbedingt glücklich mache, dass «wir Willimann nicht ersetzen, weil wir auf dieser Goalieposition nun nicht den geringsten Spielraum mehr aufweisen», doch das sei im Sinne der Krienser Philosophie, mit jungen Talenten zu arbeiten, zu interpretieren.

Moritz Oertli als Symbolfigur

Zu ihnen zählt beispielsweise Moritz Oertli, der Sohn von Geschäftsführer Nick Christen, der seinen beruflichen Ausbildungsweg unterbricht und beim HC Kriens-Luzern eine Profisaison einlegt. Er, Oertli, müsse jetzt mit jungen Kompagnons wie Goalie Eicher, Delchiappo, Rellstab oder Idrizi Verantwortung übernehmen. Eine grosse Herausforderung. Für die Jung-Mannschaft. Und auch für den alten Trainerfuchs.

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