Kriens-Luzern taucht gegen RTV Basel

Der HC Kriens-Luzern leistete sich beim RTV Basel eine schmerzliche Niederlage. Nach der Glanztat im Europacup kam das Team für die nationale Meisterschaft nicht schnell genug in die Gänge und verlor 23:26. Derweil ist der nächste Europacup-Gegner bekannt.

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Mit sieben Treffern erfolgreichster Krienser Schütze: Nicolas Raemy. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Mit sieben Treffern erfolgreichster Krienser Schütze: Nicolas Raemy. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Die Niederlage in Basel ist der dritte unnötige Aussetzer in dieser Saison. Und das zu einem aussergewöhnlich dummen Moment vor einer der wohl intensivsten Phasen der Meisterschaft.

Der RTV Basel trat zwar dezimiert, dafür mit umso mehr Herzblut an. Die Basler zeigten das gewohnte Engagement, zeigten Emotionen und zeigten Willen. Das genügte bereits, um gegen einen klar favorisierten Gast aus der Innerschweiz das Heft in der Hand zu halten.

Denn auf Krienser Seite war zu wenig ernsthafter Wille spürbar, eine drohende Niederlage abzuwenden. Diese aber zeichnete sich schon sehr bald ab: 8:13 war der HCK in der Pause zurück. Und hatte sich eifrig darin geübt, Fehler zu machen. Von der Effizienz der zweiten Halbzeit im Europacup keine Spur mehr.

Und diesmal löste die sich anbahnende Niederlage auch keine merkliche Reaktion aus. Tor um Tor wurde Basels Abstand grösser – und der HCK schlitterte Richtung eigenes Waterloo an der Birs. Und weil der HCK die Fehlerquote auch in der zweiten Hälfte nicht aus dem unterirdischen Bereich brachte, hatte er keine Perspektiven, um das Steuer noch einmal rechtzeitig herumzureissen. Im Heimspiel gegen den gleichen Gegner war das noch gelungen – trotz der Erkenntnis, dass der RTV Basels die zumindest ebenbürtige Mannschaft war. Diesmal fehlte dem RTV dessen bester Mann – und trotzdem gewann der RTV das Spiel verdient.

Klar, dass beim HCK bittere Enttäuschung herrschte. In erster Linie wird sich das Team an der eigenen Nase nehmen müssen. Denn in den persönlichen Bilanzen hatte der HCK an diesem Abend in Basel klar zu viele Aussetzer. Immerhin: Am Samstag bereits steht die nächste Chance an. Und dann ist die Mannschaft vor eigenem Publikum gegen Forti Gossau gefordert, eine eindrückliche Reaktion zu zeigen. Das gebieten vorallem auch die eigenen Ansprüche...

RTV 1879 Basel – HC Kriens-Luzern 26:23 (13:8)
Rankhofhalle, 300 Zuschauer.
SR Sager/Styger.
Spielverlauf: 1:1, 4:2, 4:4, 7:5, 10:6, 13:8; 15:9, 17:12, 19:14, 22:16, 23:19, 26:23.
Strafen: Kriens 6, RTV Basel 4x2 Minuten
HC Kriens-Luzern: Schelbert / Aleksejev (ab 26.); Båverud (2), Steiger (4), Raemy (7), Nyffenegger (1), Stankovic (4/1), Petrig (5), Schmid, Fellmann, Hess, Beljanski, Baviera, Willisch.
Bemerkungen: Kriens ohne Hedin (überzählig). Stankovic scheitert mit Penalty an Stauber. Raemy verschiesst Penalty, trifft aber im Nachschuss.

Achtelsfinal-Gegner kommt aus Kroatien

«Rukomentni Klub Siscia» aus Kroatien: Das ist der Achtelsfinalgegner der NLA-Handballer von Kriens-Luzern im EHF-Challenge-Cup. Der HCK erneut zuerst auswärts antreten und wird dann das Rückspiel am Wochenende des 18./19. Februar 2012 in der Krauerhalle Kriens austragen.

Die 45'000-Einwohnerstadt Siscia ist von der Industrie geprägt und liegt rund 100 km südöstlich von Kroatiens Hauptstadt Zagreb entfernt.

Bei der Auslosung wurde die Paarung mit dem HC Kriens-Luzern als zweitletzte Paarung gezogen. Die Kroaten stellen dabei wohl einen der schwersten Brocken in der aktuellen Challenge-League dar. Handballerisch gastiert der HCK nämlich beim aktuellen Tabellenleader der kroatischen Meisterschaft.
Die Kroaten haben bereits eine längere Europacup-Tradition und sind bereits zum vierten Mal dabei. 1995/96 stiessen die Kroaten ins Viertelfinale des damaligen City-Cups vor. Im Sechzehntelsfnale des aktuellen Challenge Cups haben sie sich gegen das Lithauische Team von Alytaus "Almeida-Stronglasas" klar durchgesetzt und beide Partien klar für sich entschieden.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern