Kriens mit Kampf und Krampf ins Viertelfinale

Nach einem harten Stück Arbeit sichern sich die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern einen 23:21-Sieg im Schweizercup gegen GC Amicitia. Den Erfolg mussten sich die Zentralschweizer aber erdulden.

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Zum besten Spieler gewählt: Daniel Fellmann. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Zum besten Spieler gewählt: Daniel Fellmann. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Als Favorit ging der HC Kriens-Luzern ins Cup-Achteslfinale. Angesichts des eigenen Potenzials, aber auch angesichts der dezimierten Kaders der Zürcher. Doch GC Amicitia hielt von dieser klaren Rollenverteilung wenig und kämpfte selbst dann, als der Rückstand auf den Gastgeber mit 5 Toren in Front lagen.
Doch dem HCK gelang es nicht, den Gegner vorentscheidend zu distanzieren. Statt die Tore 6 und 7 in der Distanz zu erzielen, sündigten die Krienser in der Offensive. Deren Effizienz blieb im ganzen Spiel, speziell aber in der Phase vor der Pause weit unter dem, was man als vernünftig bezeichnen könnte. Der HCK erarbeitete sich zwar genügend gute Chancen. Doch im Abschluss fehlte es dann an Präzision und an Entschlossenheit. GC Ami-Goalie Bringolf wurde förmlich warm geschossen und stand mit seinen Paraden und Reflexen am Ursprung von manch einer persönlichen Bilanz der HCK-Spieler, die klar negativ ausfällt.
Die Zürcher witterten gegen einen wankenden Gegner die Chance und glichen nach 41 Minuten zum 15:15 aus. In einem Cupspiel kann das der Anfang vom ende sein für einen Favoriten. Doch der HCK wankte «nur» – fiel aber nicht. Letztlich nämlich fehlte den Zürchern angesichts eines ausgedünnten Kaders im Endspurt die Substanz, um das Momentum defintiv auf die eigene Seite zu ziehen. Und es brauchte zwei drei enorm wichtige Einzelaktionen der Krienser: Willischs Tor in Unterzahl vom Flügel zum 19:17, Steigers Gewaltschuss aus 17 Metern zum 21:19 und 23:20. Erst dann gingen bei Ami die Lichter aus.

Auf Krienser Seite gab es neben der Fehlerquote auch Lichtblicke. Schelbert steigerte die Effizienz der Deckung nach seiner Einwechslung, und Sven Hess zeigte mit längeren Einsätzen auf der Mittelposition, dass er das Vertrauen verdient.

HC Kriens-Luzern – GC Amicitia Zürich 23:21 (13:11)
Krauerhalle, 200 Zuschauer. SR Brunner/Salah
Spielverlauf: 2:0, 3:1, 3:3, 5:5, 9:5, 11:6, 12:7, 12:10, 13:10, 13:11; 14:12, 15:13, 15:15, 18:16, 19:17, 20:19, 22:19, 23:20, 23:21.
HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (ab 43.); Fellmann (1), Willisch (1), Schmid, Båverud, Steiger (3), Raemy (4), Beljanski (2)Nyffenegger (1), Baviera, Hess (3), Stankovic (6/2), Petrig (2).
GC Amicitia: Bringolf / Schubiger (n.e.); Ljubanovic, Filip Maros (6), Egger, Sidorovicz (2), Ramadani (3/1), Grundböck (4), Ramseier, Fongué, Luka Maros (3).
Bemerkungen: Amicitia ohne Spengler, Freivogel. Strafen: Kriens 5x2 Minuten (57. rot nach 3x2 gegen Fellmann), GC Amicitia 6x2 Minuten.
J.P. Chenet Best Player Award: Daniel Fellmann (HCK) und Sharr Ramadani (GC Amicitia). 32. Stankovic scheitert mit Penalty an Bringolf (14:12).

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern