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Kriens nach Niederlage gegen Thun wieder auf dem Boden der Realität

Die Spielerdecke war dünn, die Leistung ebenso: Die Krienser Handballer unterliegen Wacker Thun 20:25 (9:14).
Roland Bucher

Die Kaderqualität war am Mittwochabend schlicht und einfach zu gering, um Wacker Thun wirklich gefährlich werden zu können. Kriens büsste die Absenzen von gleich vier verletzten Stammleuten (Hofstetter, Papez, Ramseier, Rellstab) teuer und erlitt die zweite Saisonniederlage. «Ich bin sehr enttäuscht», gestand Trainer Goran Perkovac, «wir haben das erste Mal in dieser Saison wirklich schlecht gespielt. Wir haben auch in Anbetracht der Umstände viel zu wenig aus unseren Möglichkeiten herausgepresst, eigentlich müssen wir uns ob dieser Leistung schämen.»

Der Trainer monierte, dass die Bereitschaft zu fighten, zu leiden nicht erkennbar gewesen sei: «Thuns junge Mannschaft hat uns gezeigt, was man erreichen kann, wenn man die Ärmel hochkrempelt.» Die «personellen Möglichkeiten»: ein Dauerthema beim HC Kriens-Luzern. Letzte Saison hatte man es verpasst, für den langzeitverletzten Standardkeeper Paul Bar adäquaten Ersatz zu suchen und zu finden und war nicht zuletzt deshalb in den Niederungen der Abstiegsrunde gelandet. Der Verein entschied sich auch diese Saison dazu, personell auf Minimalbestand zu fahren: «Unsere Spielerdecke ist sehr, sehr dünn», hatte Perkovac schon vor der Saison gewarnt, «es darf einfach nicht passieren. Sonst droht Schräglage.»

Das Spiel in voller Länge zum Nachschauen:

Tom Hofstetter mit Ellbogenverletzung

Passiert ist es aber nach den ohnehin schwerwiegenden Ausfällen der beiden mit Bänderproblem kämpfenden Linkshänder Papez und Ramseier: Auch Tom Hofstetter, Captain, Identifikationsfigur und Antreiber im Rückraum, gesellte sich aufs Verletztenbulletin. Hofstetter verspürt wie im Frühjahr in den Playoffs ungenau definierbare Schmerzen im Ellbogen, sass zwar auf der Spielerbank: «Aber ein Einsatz war unmöglich.» Angesagt ist dieser Tage ein Arzttermin: «Dann schauen wir weiter.»

Schaut auch Kriens weiter? «Wir werden auf dem Spielermarkt sicher nicht aktiv», beschwichtigt Perkovac, «wir haben jetzt zehn Tage Meisterschaftspause, dann werden womöglich alle Verletzten wieder zur Verfügung stehen.»

Kriens hielt zwar in der Startphase gut mit – hatte indes dem Zwischenspurt der Platzherren nichts entgegenzusetzen. Thun warf zwischen der 12. und 23. Minute sechs Tore, Kriens keines. Die brutale Konsequenz: vom 6:5 für den HCK zum vernichtenden 6:11-Handicap. Der Mist war zu diesem Zeitpunkt bereits geführt. Harbuz und Jungspund Oertli trieben das Team in der Offensive an, doch die Fehlerquote war markant zu hoch. Und Lavric, der Abwehrturm, ist halt keiner, der im Angriff entscheidende Impulse setzt. Aber das hatte man ja gewusst. Nicht damit gerechnet hatte man indes damit, dass die Verletzungshexe einmal mehr kräftig mit dem HC Kriens flirtet. Das brach Kriens das Genick.

Wacker Thun - Kriens-Luzern 25:20 (14:9)

850 Zuschauer. - SR Castiñeiras/Zwahlen. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Wacker Thun, 4mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

Wacker Thun: Winkler (10 Paraden)/Wick; Holm (5), Felder (4), Dähler (3), Schwab, Lanz (2), Wyttenbach (2/1), Friedli, Simon Huwyler (3), Manse (2), Gruber (1), Bouilloux (3).

Kriens-Luzern: Bar (16 Paraden)/Eicher; Harbuz (7/3), Wipf, Blättler (2), Gavranovic (3), Oertli (5), Schlumpf (1), Delchiappo, Lavric (1), Idrizi (1).

Bemerkungen: Verhältnis verschossener Penaltys: 0:0.

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