KRIENS - SCHAFFHAUSEN 23:28: Krienser Handballer bangen um Finalrunde

Kriens verliert gegen Kadetten Schaffhausen mit 23:28 in einem temporeichen Spiel. Gegen die Gäste fehlte zudem die Präzision und etwas Glück.

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Krienser Michael Schlegel im Angriff. Bild EQ Images.

Krienser Michael Schlegel im Angriff. Bild EQ Images.

Kein Lohn für eine sehr gute Leistung: Der HC Kriens steht nach nach dem Spiel gegen das übermächtige Kadetten Schaffhausen mit leeren Händen da - im wahrsten Sinne des Wortes. Der HCK bezog die «normale» 23:28-Niederlage und bangt vor der letzten Runde um den Platz in der Finalrunde. Denn weil Wacker Thun das Spiel gegen Pfadi Winterthur noch drehte, droht jetzt in der allerletzten Runde der Qualifikation der Fall unter den Strich. Dem HCK wird jetzt wohl nur noch ein Punktgewinn am Sonntag bei Leader Amicitia reichen. Was aber in Zürich nicht eben ein leichtes Unterfangen wird...

Zu Beginn weg frech gespielt
Gegen Kadetten zeigte die Stammsechs des HC Kriens  während 30 Minuten eine starke Leistung. Selbst in Überzahl gelang den Schaffhausern in dieser Phase kein Tor. Auf dieser Grundlage baute auch die HCK-Offensive auf. Das Selbstvertrauen aus der Deckung half, auch im Angriff freche Szenen zu zeigen. Symptomatisch schon der erste Angriff: Schmid geht auf die Schaffhauser Deckung zu, bindet gleich drei Verteidiger und passt diagonal auf Willisch, der das Tor macht. So und ähnlich erarbeitete sich der HCK seine Tore in den ersten 30 Minuten. Kadetten hielt zwar dagegen - schaffte es aber mit einer kurzen Ausnahme (17., 7:8) nie, dem Spiel den Stempel aufzudrücken

Kriens konnte Pace nicht mithalten
Zum grossen Erstaunen von 1'100 Zuschauern ging Kriens mit einer 12:10- Führung in die Pause. Allerdings war da und dort in der Halbzeit die Sorge da, dass der HCK diese Pace nicht durchhalten würde. Die Stammsieben des HCK hatte 30 Minuten durchgespielt. «Never change a winning team» war ein Grundsatz, der bis dahin stimmte. Dann aber kam Kadetten gereizt aus der Kabine. Das wohl teuerste Team der Liga mit 8 Ausländern und 5 Schweizern verschärfte das Tempo. Nationalspieler Liniger legte seine ganze Routine und seine Schlitzohrigkeit in die Waagschale und führte im Spiel mit 5 Toren in Serie die Wende herbei.
Der Rest war «Verwalten» des Vorsprungs. Denn beim HCK gingen zunehmend die Ideen aus, wie man der robusten Schaffhauser Deckung hätte Sorgen bereiten können. Es fehlten aber nicht nur die Ideen, jetzt fehlten auch Präzision - und das Schlachtenglück. Denn als der Vorsprung mal auf 4 Tore geschmolzen war, traf Kriens zwei Mal in Serie nur die Latte. 

Wenn der HCK gegen Kadetten eine «logische» Niederlage bezog, dann lag das auch daran, das der Unterschied zwischen den zwei Teams auf der Bank sass. Denn während bei Kriens die Spielerdecke sehr dünn war, konnte Kadetten-Trainer Kukucka aus dem Vollen schöpfen.

Benedikt Anderes/HC Kriens

HC Kriens - Kadetten Handball 23:28 (12:10) 
Krauerhalle Kriens, 1'100 Zuschauer. SR Baumann/Cristallo.

Spielverlauf: 1:0, 2:1, 4:2, 5:3, 6:4, 6:6, 9:9, 11:9, 12:10; 13:11, 13:16, 14:18, 15:19, 16:20, 17:22, 19:23, 20:23, 20:25, 21:27, 23:28.

HC Kriens: Schelbert/Portmann (31.-54.); Müller, Schmid (6), Mitrovic, Schelgel (3), Nyffenegger (3), von Deschwanden, Tschannen, Stankovic (3/1), Yalcner (5/2), Bislimi, Willisch (3), Zimmermann.

Kadetten Handball: Podecan/Quadrelli (1 Penalty); Kukcka (3), Rauh (3), Petro, Pungartnik (4), Graubner (3), Patrail, Oltmans, Marcinkevicius, Malencic, Bucher, Ursic (3), Liniger (10/2).

Bemerkungen: Strafen Kriens 3, Kadetten 3 x 2 Minuten.

Penalties:
Stankovic scheitert an Podecan (10:9, 26.), Yalciner scheitert an Popdecan (21:27 (59).