KRIENS-STÄFA 30:23: Kriens-Luzern schlägt Stäfa klar mit 30:23

Klasse hat, wer schlecht spielt und trotzdem gewinnt! Der HC Kriens-Luzern zog eines seiner schlechteren Saisonspiele ein und siegte trotzdem.

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Andraz Podversic vom HC Kriens beim Abschluss. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Andraz Podversic vom HC Kriens beim Abschluss. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Die favorisierten Gastgeber (ohne ihren bisher erfolgreichsten Torschützen Boris Stankovic, der sich im Training eine Bauchmuskelzerrung zugezogen hatte) spielten phasenweise ohne ordnende Hand, ohne Dynamik und ohne die letzte Konsequenz. Das freche Aufsteigerteam aus Stäfa wusste dies lange Zeit zu nutzen. Letztlich aber setzte sich die Klasse der Zentalschweizer (auch ohne ihren Topskorer Boris Stanovic) klar und verdient durch.

Die Schlusssekunde des Spiels zwischen dem HC Kriens-Luzern und den Lakers Stäfa war bezeichnend - und versöhnlich: 3 Sekunden vor Schluss kam Kriens in Ballbesitz, langer Pass auf Schlegel, der im Stürzen in der allerletzten Sekunde den Ball ins Stäfa-Tor beförderte. Der Jubel in der Halle galt längtst nicht mehr dem Sieg allein - sondern Tor Nummer 30, das der HCK so unbedingt gewollt hatte - und es dank grossem Einsatz auch schaffte.

Dieser unbändige Wille, diese Konsequenz und letztlich auch die Konzentration, es zu schaffen, das hatte zuvor während langer Zeit gefehlt im Krienser Spiel. Deshalb musste der HCK gegen Stäfa mehr kämpfen, als er offenbar erwartete. Gleich mehrmals schien die Entscheidung gefallen - und Säfa kehrte zurück. Beonders auffällig nach der Pause: Auf 16:11 war der HCK davon gezogen. «Aha, jetzt folgt eine starke zweite Hälfte» sagten sich viele der 850 Zuschauer. Doch weit gefehlt: Erneut waren es Fehler über Fehler der Einheimischen, die Stäfa in Ballbesitz brachten. Und zweimal bitten lässt sich auch ein Aufsteiger nicht: Vom 16:11 glich Stäfa innerhalb von 5 Minuten aus - eine saubere 0:5-Bilanz.

So baute der HCK-Sieg diesmal im Wesentlichen auf auf den starken Saves von Roman Schelbert und einer seriösen Auswertung von Michael Schlegel, Thomas Zimmermann und Marko Vukelic.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - Lakers Stäfa 30:23 (14:10)

Krauerhalle, 850 Zuschauer. SR Baumann/Cristallo.

Spielverlauf: 0:2, 1.3, 4:3, 6:4, 6:5, 9:5, 10:6, 10:8, 12:8, 13:9, 14:10; 14:11, 16:11 (33.), 16:16 (37.), 18:16, 21:17, 22:18, 23:19, 25:21, 27:22, 28:23, 30:23.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (30.-33.); Willisch, Schmid (1), Steiger (4), Raemy (3), Schlegel (4), Hess, Yalciner (2), Vukelic (9/7), Zimmermann (5), Podvrsic, Hofstetter (2).

Lakers Stäfa: Portmann/Perisa (für 1 Penalty); Bosshard, Füglister, Pulver (3), Petrig (8), Maag (2), Michel, Riis (4), Milicic, Foletti (2), Jud (1), Brunner (2), Huwiler, Füglister.

Bemerkungen: Kriens ohne Nyffenegger (rekonvalseszent), Stankovic (Bauchmuskelzerrung). Strafen: HC Kriens-Luzern 5, Stäfa 2 x 2 Minuten plus 8. Rote Karte gegen Milicic. Penalties: 35. Portmann hälbt Heber von Vukelic (16:14)

J.P. Chenet Best Player: Andi Portmann (Stäfa) und Roman Schelbert (HCK)