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Interview

Kriens-Trainer Bruno Berner: «Wir sind an das Nomadenleben gewöhnt»

Der SC Kriens startet nach dem Aufstieg in die Challenge League am Freitag (20 Uhr) in Lausanne in die neue Saison. Trainer Bruno Berner (40) sagt, dass dies ein einfacher Match wird.
Turi Bucher
Der Krienser Trainer Bruno Berner kontrolliert den Trainingsfleiss seiner Spieler. (Bild: Philipp Schmidli (Emmenbrücke, 19. Juni 2018))

Der Krienser Trainer Bruno Berner kontrolliert den Trainingsfleiss seiner Spieler. (Bild: Philipp Schmidli (Emmenbrücke, 19. Juni 2018))

Bruno Berner, was gibt Ihnen die Gewissheit, dass Ihre Mannschaft Challenge-League-tauglich ist?

Ich glaube an die Fähigkeiten meiner Spieler. Sie waren letzte Saison erfolgreich und können sich nun eine Liga höher beweisen. Sie sollen und wollen diese Chance packen. Wenn Sie mit Ihrer Frage meinen, wir hätten nicht genug Transfers getätigt: Sportchef Bruno Galliker hat im Sommer 2017 einen Schnitt gemacht und zur Kaderauffrischung zehn neue Spieler geholt. In der Winterpause haben wir zwei Spieler zugezogen, und auch in diesem Sommer haben wir uns lediglich punktuell verstärkt. Kriens hat nun mal nicht das Budget eines FC Aarau, um auf dem Markt jederzeit zuschlagen und einen Spieler wie Marco Schneuwly verpflichten zu können.

In welchen Bereichen sind Sie nach der Vorbereitungsphase und nach den Testspielen zufrieden? Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

Es hat allen gutgetan, in den drei Wochen Pause den Kopf durchzulüften. Und in drei Wochen verliert man nicht viel von der vorhandenen Fitness. Die Testspiele gegen Aarau und Schaffhausen sind unsere Referenzpunkte: So etwa auf diesem Niveau wird’s dann sein für uns in der Challenge League. Im Vergleich mit letzter Saison kein Spiel unter dem Niveau von Nyon oder Yverdon. Das Tempo wird höher sein, da müssen wir reinwachsen. Ich habe das Wort «Underdog» nicht so gern. Die Gegner sollen an die Grenzen gehen müssen, wenn sie uns schlagen wollen.

SC Kriens

Trainer: Bruno Berner.
Torhüter: Sebastian Osigwe, Simon Enzler, Pascal Brügger.
Verteidiger: Daniel Fanger, Manuel Fäh, Nikola Mijatovic, Marijan Urtic, Jan Elvedi, Olivier Kleiner, Fisnik Hasanaj, Dario Kurmann, Kevin Röthlisberger.
Mittelfeldspieler: Marco Mangold, Marco Wiget, Stefano Cirelli, Diogo Costa, Edmond Selmani, Anthony Bürgisser, Dominic Schilling, Dario Ulrich, Marco Rüedi.
Stürmer: Nico Siegrist, Saleh Chihadeh, Admir Seferagic, Skumbim Sulejmani.
Testspiele: SC Goldau – SC Kriens 0:5. SC Kriens – FC Aarau 2:2. FC Schaffhausen – SC Kriens 2:0. FC Schötz – SC Kriens 0:3. FC Solothurn – SC Kriens 3:6.

Das Startspiel gegen Lausanne ist wie ein letztes Testspiel: Kriens muss nicht punkten, wird sicher verlieren, aber hoffentlich nicht zu hoch.

Klar, Lausanne ist haushoher Favorit. Lausanne, Vaduz, Schaffhausen, Aarau, Servette – die wollen alle aufsteigen. Wir denken nicht ans Verlieren, aber wir haben auch nichts zu verlieren. So gesehen ist das Spiel gegen Lausanne der einfachste Match für uns. Wir springen frech und frisch ins kalte Wasser. Jede Mannschaft möchte ihr Startspiel gewinnen.

Wie lautet die Zielvorgabe für diese Saison?

Es ist dieselbe Zielvorgabe wie vor einem Jahr: Wir wollen bis Weihnachten möglichst viele Punkte holen und schauen zur Zeit nicht übers 2018 hinaus.

Sie haben Ihren Trainervertrag beim SC Kriens kürzlich bis 2020 verlängert. Gibt es eine Ausstiegsklausel, wenn ein Super-League-Verein anklopft? Gibt es eine Liga­erhaltsprämie?

Keine Ausstiegsklausel. Bis im Sommer 2020 werde ich als Trainer die Uefa-Pro-Lizenz erworben haben. Bis dahin bin ich beim SC Kriens verpflichtet. Ja, es gibt eine Ligaerhaltsprämie wie schon beim Aufstieg ein kleiner Zustupf an die Ferien mit der Familie.

Der SC Kriens kann bis erst im Oktober sein erstes Heimspiel im neuen Kleinfeld-Stadion austragen. Sie haben gesagt, Sie seien deswegen nicht verärgert, Ihr Team brauche nur einen Ball und zwei Tore. Soll man das so glauben?

Die Verzögerung darf für mich als Trainer kein Ärgernis sein. Es passt zu meiner Lebenseinstellung: ständig in Bewegung sein. Ausserdem haben wir nun zwei Jahre als Gäste im Emmenbrückler Gersag-Stadion unsere Heimspiele ausgetragen, sind an das Nomadenleben also gewöhnt. Wir können vier Heimspiele im Super-League-Stadion des FC Luzern austragen, das muss man als Fussballer anerkennen.

Kriens hat vom FC Luzern Torhütertalent Simon Enzler übernommen. Wer wird denn nun gegen Lausanne im Tor stehen: Enzler oder Sebastian Osigwe, die bewährte Stammkraft der letzten Saison?

Ich habe schon einmal erklärt, dass unser letztjähriger Goalie als Nummer eins startet. Daran hat sich bis jetzt grundsätzlich nichts geändert. Definitiv entscheiden werde ich am Donnerstag. Wie reist der SC Kriens nach Lausanne? Wir fahren am Freitagmittag mit dem Mannschaftsbus in Richtung Lausanne. Im Raum Bern werden wir zwischen 16 und 17 Uhr essen. Pasta, Poulet, Reis, Gemüse. Einige Spieler gehen am Vormittag ihrer normalen Berufstätigkeit nach. Sie haben vom SCK auch nicht die Vorgabe, an einem solchen Vormittag freizunehmen.

Challenge League 1. Runde, Freitag, 20.00: Lausanne-Sport – Kriens. – Samstag, 17.30: Wil – Winterthur. – 18.00: Rapperswil-Jona – Schaffhausen. – 20.00: Aarau – Servette. – Sonntag, 16.00: Chiasso – Vaduz.

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