Challenge League
Kriens verliert das letzte Spiel auswärts in Zürich – GC steigt in die Super League auf

Kriens unterliegt im letzten Saisonspiel auswärts in Zürich den Grasshoppers mit 1:2 (0:2). Der SCK beendet die Saison damit auf dem 8. Rang. GC steigt direkt in die Super League auf.

Turi Bucher
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Anthony Buergisser im Zweikampf gegen Petar Pusic

Anthony Buergisser im Zweikampf gegen Petar Pusic

Marc Schumacher / freshfocus

Die Krienser Niederlage im Letzigrund bahnte sich in der 13. Minute an, als Ex-Luzern-Stürmer Shkelqim Demhasaj der Führungstreffer für die Zürcher gelang. Die Krienser Defensive sah dabei alles andere als gut aus. Kriens, der Verein mit dem magersten Saisonbudget der Liga, wurde in der Folge von GC, dem Klub mit dem fettesten Portemonnaie, dominiert. Die absolute Leidenschaft, so wie sie die Krienser vor einer Woche beim 3:0-Ligaerhalt gegen Winterthur auf den Rasen gezaubert haben, schien im Letzigrund absent. Das Gästeteam hatte in der ersten Halbzeit keine einzige richtige Torchance.

Kriens lässt GC bis zum Schluss zittern

Das 2:0 durch den Wolverhampton-Brasilianer Léo Bonatini in der 40. Minute nach einem kläglichen Fehlpass von Kriens-Ersatztorhüter Pascal Zbinden schien so etwas wie die Vorentscheidung zu sein. Immerhin: Kriens steigerte sich nach der Pause markant, gewann durch die eingewechselten Spieler neuen Schwung und realisierte mit Patrick Luans Kopfballtor in der 68. Minute nach einem Corner von Dario Ulrich den 1:2-Anschluss.

So mussten die Grasshoppers bis zur allerletzten Sekunde zittern, die GC-Rückkehr in die Super League war erst in der 95. Minute besiegelt. Erst dann durfte der chinesische Grasshoppers-Präsident Sky Sun jubeln, eigentlich auch ein wenig in Richtung Kriens «Xièxiè» sagen, sich höflich bedanken.

Die Grasshopper sind zurück in der Super League.

Die Grasshopper sind zurück in der Super League.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Der Krienser Sportchef Bruno Galliker sagte nach der knappen 1:2-Niederlage bei GC:

«Es war nicht unser bestes Spiel, in der ersten Halbzeit waren wir fehlerhaft. Schön, konnten wir GC danach doch noch ein wenig kitzeln.»

Während die Krienser Fussballer am Freitagvormittag mit einem Abschlussbrunch in die Sommerpause gehen, fängt die Arbeit für Galliker erst an. Er muss das Team für 2021/22 planen, Spieler verpflichten. Und wahrscheinlich auch einen neuen Trainer.

Das Telegramm

Grasshoppers – Kriens 2:1 (2:0)

Letzigrund. – 100 Zuschauer. – SR Hänni.

Tore: 13. Demhasaj 1:0. 40. Bonatini 2:0. 68. Luan 2:1.

Grasshoppers: Matic; Arigoni, Cvetkovic, Toti, Lenjani; Pina (95. Santos), Schmid; Pusic (77. Da Silva), Bonatini (77. Ponde), Gjorgjev; Demhasaj (84. Fehr).

Kriens: Zbinden; Urtic, Mistrafovic, Berisha, Busset (66. Ulrich); Aliu (59. Mulaj), Bürgisser, Selasi, Follonier (59. Yesilçayir); Marleku (30. Luan), Sessolo (66. Tadic).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Morandi, Ronan, Nadjack, Buur und Keller; Kriens ohne Alessandrini, Costa, Kryeziu, Djorkaeff und Kukeli (alle verletzt). Verwarnungen: 82. Urtic, 85. Toti (Fouls), 92. Lenjani (Unsportlicheit).