Krienser gegen Schaffhausen chancenlos

Die Krienser NLA-Handballer verlieren den Halbfinal des Schweizercups in der Surseer Stadthalle gegen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen mit 22:36 klar. Die Zentralschweizer mussten einmal mehr eingestehen, gegen diesen Gegner im Moment chancenlos zu sein.

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Der Krienser Daniel Baverud (Mitte) gegen Kadettens Vaclav Vrany (links) und Nik Tominec (rechts). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Krienser Daniel Baverud (Mitte) gegen Kadettens Vaclav Vrany (links) und Nik Tominec (rechts). (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Hoffnung, so heisst es im Sport, die stirbt zuletzt. «Zuletzt» bedeutete diesmal 14 Minuten. Bis dahin hatte der HCK einen 3:6-Rückstand ausgeglichen. Eingehandelt hatte er sich den Rückstand auf ganz «konventionelle» Art: Viele Fehler und Ballverluste, Gegenstoss, Tor. Doch die Krienser meldeten sich noch einmal zurück, glichen aus. Das aber war’s dann schon mit Morgenröte in diesem einseitigen Duell. Denn mit dem Ausgleich war auf Seiten Schaffhausens der letzte Anflug von Barmherzigkeit erschöpft. Wenig später war der Favorit mit 8:14 vorne, zur Pause mit 10:17 weg.

Und auf Seiten des HCK schien der letzte Glaube an die Wende nun zu fehlen. Verständlich angesichts der Qualität auf Seiten des Gegners, aber auch angesichts des Mittwoch-Spiels, als die Schaffhauser mit einer Matchdemonstration die Stärkeverhältnisse absteckten.

Hätte Roman Schelbert nach dem Wechsel nicht mit rund 10 guten Paraden (davon 2 Siebenmeter) Glanzlichter gesetzt, das Resultat wäre noch weitaus deutlicher ausgefallen. So schlitterte der HCK in die erwartete Niederlage. Dass Dani Schmid nach 41 Minuten mit 3 Zweitminutenstrafen vom Feld musste und als Abwehrchef fehlte, fiel da schon nicht mehr ins Gewicht. Denn allzuviel Defensivarbeit war in der Schlussphase gar nicht mehr möglich, weil sich die Schaffhauser darauf konzentrieren konnten, die Fehler der Krienser mit Gegenstössen auszunutzen.

Wenn man der Halbfinal-Niederlage trotzdem etwas Gutes abgewinnen will: Das Team hat einen Ruhetag mehr, um sich auf die letzte Aufgabe in dieser Saison vorzubereiten. Und die besteht am nächsten Samstag aus dem entscheidenden Heimspiel im Kampf um den Playoff-Platz gegen den BSV Bern Muri.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 22:36 (10:17)

Stadthalle, Sursee – 1280 Zuschauer – Sr. Meyer/Buache.

Torfolge: 0:3, 1:4, 2:5, 3:6, 6:6 (15.), 6:8, 7:8, 7:12, 8:12, 8:16, 10:16, 10:17; 11:17, 11:21, 12:22, 13:22, 13:24, 14:25, 16:25, 17:26, 17:30, 19:30, 20:31, 21:32, 21:36, 22:36.

Strafen: 5mal 2 Minuten inkl. Disqualifikation Schmid (41.) gegen Kriens-Luzern, 3mal 2 Minuten gegen die Kadetten.

Kriens-Luzern: Aleksejew/Schelbert (ab 31. und für 1 Penalty); Mühlebach, Schmid, Baverud (4), Steiger (4), Raemy (2), Beljanski (3), Nyffenegger (3), Baviera (1), Hess (1), Stankovic (4/2).

Kadetten: Vaskevicius/Bläuenstein (ab 45. und für 1 Penalty); Kukucka (5/2), Vrany (2), Graubner (4), Pendic (1), Starczan (5), Stojanovic (3), Elezovic, Schelbert (4), Jurca (2), Bucher, Ursic (3/1), Tominec (7).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Fellmann, Willisch und Petrig. Kadetten ohne Dissinger, Quadrelli und Goepfert (alle verletzt). Schelbert hält Penaltys von Kukucka (35./11:19) und Ursic (48./17:26).