Krienser gewinnen auch Spitzenspiel

Ein sportlicher Leckerbissen zum Abschluss des Handball-Jahres: Der HC Kriens-Luzern bezwingt im Spitzenspiel der Liga Pfadi Winterthur mit 25:20 (10:10). Nach aufreibenden 60 Minuten voller Emotionen hatte sich der Gastgeber das Glück des Tüchtigen erzwungen und erneut einen nächsten Verfolger in die Schranken verwiesen.

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Benjamin Steiger vom HC Kriens-Luzern steigt höher als Michael Svajlen. (Bild: Roger Zbinden)

Benjamin Steiger vom HC Kriens-Luzern steigt höher als Michael Svajlen. (Bild: Roger Zbinden)

Dabei glänzte der HCK mit mehr Kaderbreite, und hatte mit einem starken Keeper-Duo den entscheidenden Pluspunkt auf seiner Seite. Dass aus diesem Duo mit Roman Schelbert einer mit einer überragenden Leistung noch herausragte, krönte einen Innerschweizer Handball-Festtag. 1'200 Fans in der Krauerhalle wurden so von den Sitzen gerissen und entliessen das Team nach 60 Minuten mit einer Standing Ovation in die WM-Pause.

Dabei hatte die erste Spielhälfte alles andere als auf einen sicheren Krienser Sieg schliessen lassen. Bei Teams gingen nervös ins Spiel, Fehler häuften sich - und nach 5 Minuten erst glich Pfadi aus - auf der Matchuhr stand ein für Handball unglaubliches 1:1. Die Nervosität legte sich erst, als Pfadi einmal mit drei Toren in Front lag. Jetzt begann es auch beim HCK anzuhängen. Innert 6 Minuten wurde aus dem 4:7 ein 8:7 - 1'200 Fans in der Krauerhalle waren definitiv erwacht und Meister Hitchkock hatte endgültig die Regie übernommen.

Die Winterthurer Marcel Hess (links) und Jonas Steiner können den Krienser Thomas Hofstetter nicht bremsen. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
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HC Kriens-Luzern-Trainer Torben Winther. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
HC Kriens-Luzer Torhüter Roman Schelbert. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Pfadis Marcel Hess kommt gegen Kriens' Marko Vukelic zu spät. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Andraz Podversic setzt sich gegen Oliver Scheuner durch. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Kriens' Benjamin Steiger gegen Pfadis Jonas Steiner. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Andraz Poderversic (am Ball) bezwingt Pfadi-Torhüter Martin Pramuk. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Der Winterthurer Michal Svajlen kommt gegen den Krienser Benjamin Steiger zu spät. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Thomas Zimmermann erzielte gegen Pfadi Winterthur zwei Tore. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Boris Stankovic erzielte ein Tor gegen Pfadi Winterthur. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Sven Hess beim Abschlussversuch. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
HC Kriens-Luzern Torhüter Roman Schelbert hält einen Penalty. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)
Der HC Kriens-Luzern beim Timeout. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Die Winterthurer Marcel Hess (links) und Jonas Steiner können den Krienser Thomas Hofstetter nicht bremsen. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Dass die Entscheidung in diesem Spitzenspiel einmal mehr nach dem Seitenwechsel fiel, hat System. Denn einmal mehr überzeugte der HCK mit der grösseren Kaderbreite, mit mehr Substanz. So erzwang der HCK den Sieg Mitte der zweiten Halbzeit. Als bei Pfadis beiden Schlüsselspielern langsam die Luft ausging, setzte der Gastgeber frech nach. 15:15 war Grimms letzte Grosstag beim Penalty. Dann schlug die grosse Stunde der Krienser. Mit einer starken Deckung zwangen sie die Pfader immer wieder zu Fehlern und nutzten die sich bietenden Chancen resoluter als noch in der ersten Hälfte.

In dieser starken Phase glänzten beim HC Kriens-Luzern Tom Hofstetter mit explosiven Rushes, glänzte Steiger mit Übersicht und konsequentem Zug aufs Tor. Vorallem aber glänzte Keeper Roman Schelbert, der übers Spiel gesehen mit 13 Big Saves den hochverdienten Krienser Heimsieg förmlich festkrallte. Sie zwangen Pfadi Winterthur auch in dieser Höhe verdient in die Knie. Und das mit einer bewundernswert starken Teamleistung eines Kollektivs, in dem jeder Spieler seine Rolle hatte und seine Aufgabe erfüllte.

Benedikt Anderes / HC Kriens

HC Kriens-Luzern - Pfadi Winterthur 25:20 (10:10)

Krauerhalle Kriens, 1'200 Zuschauer. SR Meyer/Buache.

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 1:2, 2:3, 4:5, 4:7, 8:7, 9:8, 10:9, 10:10; 12:11, 13:12, 15:14, 17:15, 19:15, 20:16, 21:17, 22:18, 24:18, 25:19, 20:20.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (1 Pen und 41.-45.); Willisch (1), Schmid, Steiger (6/1), Raemy (1), Hess, Stankovic (1), Yalciner, Vukelic (7/3), Zimmermann (2), Podvrsic (2), Hofstetter (5).

Pfadi Winterthur: Pramuk / Baur (1 Pen); Krauthoff, Steiner, Graf, Hess (3), Grimm (7/3), Kipili (1), Scheuner, von Ballmoos (1), Tarhaj (1), Svajlen (7/1), Krieg.

Bemerkungen: Kriens ohne Schlegel und Nyffenegger (verletzt) und Lengacher, Pfadi ohne Kurth, Bay und Kasapidis (verletzt). Penalties: Grimm scheitert an Aleksejev (37., 14:13) und Schebert (60., 25:20), Steiger (3., 0:0) scheitert an Pramuk, Vukelic (56., 22:17) an Baur. Strafen: HC Kriens-Luzern 3 x 2 Minuten. Pfadi Winterthur 4 x 2 Minuten.