Krienser Handballer bleiben Tabellenleader

Kampf, Engagement – und am Schluss das Glück erzwungen: Die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern gewinnen auch ihr drittes Saisonspiel. Gegen GC Amicitia Zürich siegte der HCK verdient mit 24:23. Dabei verpassten die Zentralschweizer die vorzeitige Entscheidung.

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HCK-Spieler Nicolas Raemy im Spiel gegen St. Otmar. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

HCK-Spieler Nicolas Raemy im Spiel gegen St. Otmar. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Amicitia wankte – fiel aber voerst nicht und erkämpfte sich die Chance auf einen Krimi in der Schlussphase. Dabei hätte nicht viel gefehlt, und der HCK wäre in einem von vielen Fehlern geprägten Spiel um den verdienten Lohn seiner Bemühungen gebracht worden. 19:14 lag der HCKL vorne – aus dem 14:15 zur Pause war ein 14:19 geworden. GC Amicitia erzielte in den ersten 10 Minuten nach dem Seitenwechsel kein Tor. «Defensiv stabiler werden, offensiv weniger Fehler machen», das war die Devise der Zentralschweizer für die zweite Hälfte. Der knappe Pausenvorsprung sollte, da war sich das Team zur Pause einig, um jeden Preis verteidigt werden.

Der Start zur zweiten Hälfte war aber fast zu perfekt. Mit tiefer Fehlerquote und guter Defensive zog der HCK auf 19:14 davon. GC Amicitia wankte. Dann aber passierte in der 42. Minute fast der Knackpunkt, der auch schon mal ein Team völlig aus der Bahn warf. HCK-Keeper Marius Aleksejev kassierte nach einer unglücklichen Abwehraktion eine rote Karte und musste vom Platz. In der anschliessenden Unterzahl – verschärft durch eine zweite Strafe gegen den HCK – kam GC Amicitia in die Partie zurück, holte Tor um Tor auf.

Die Wende aber passierte nicht. Denn in entscheidenden Momente wehrte der ins Tor zurückgekehrte Roman Schelbert wichtige Bälle ab. Und in der Offensive wurde jetzt wieder sorgsamer mit den vorhandenen Chancen hantiert. Der Gastgeber ging nie mehr in Front (beim 10:9 war er das Mitte der ersten Hälfte letztmals), schaffte das Break nicht mehr. Der HCK hingegen legte vor und kam wieder auf drei Tore weg (21:24). Mehr als eine Resultatkorrektur schafften die Zürcher auch in Überzahl nicht mehr.

Bleibt das Fazit: Es war keine hochklassige Partie. Aber was zählt, ist die Tatsache, dass sich der HCK nach drei Spielen mit weisser Weste an der Tabellenspitze festgekrallt hat. Mit Kampf und Wille hat das Team das Wettkampfglück auf die eigene Seite gezwungen. Und kann jetzt in einer Woche unbelastet und mit Freude die Herkulesaufgabe angehen und gegen Meister Amicitia in der eigenen Halle antreten.

Benedikt Anderes/HC Kriens-Luzern

GC Amicitia Zürich – HC Kriens-Luzern 23:24 (14:15)

Saalsporthalle, 200 Zuschauer. SR Bernet/Wick

Spielverlauf: 2:0, 2:3,4:3, 6:4, 8:6, 10:8, 11:11, 11:13, 14:14, 14:15; 14:19, (doppelte Unterzahl HCK), 19:19, 20:20, 21:21, 21:23, 21:24, 23:24.

GC Amicitia: Schubiger/Bringolf; Ljubanovic (1), Egger (1), Spengler (2), Sidorowicz (2), Stalder (4), Ramadani (4), Grundböck (3), Oberli, Bajramovic (4), Freivogel (2), Maros (4), Maurer.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Fellmann, Buholzer, Petrig (4), Båverud (5), Steiger (6), Raemy (4), Hess, Stankovic (5), Baumgartner.

Bemerkungen: Strafen GC Amicitia 4x2 Minuten, HC Kriens-Luzern 4x2 Minuten plus rote Karte gegen Aleksejev (42.). Kriens-Luzern ohne Willisch, Baviera, Jeremias und Mühlebach.