Krienser Handballer für Final qualifiziert

Kriens-Luzern steht im Halbfinal des Schweizer Cups. Die Zentralschweizer setzten sich nicht ohne Mühe gegen B-Ligist Grauholz durch.

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Mit 10 Treffern, zwei auf Penalty, war Boris Stankovic (links, hier zusammen mit Torhüter Marius Aleksejev) der herausragende Krienser. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Mit 10 Treffern, zwei auf Penalty, war Boris Stankovic (links, hier zusammen mit Torhüter Marius Aleksejev) der herausragende Krienser. (Bild: Archiv Roger Zbinden / Neue LZ)

Am 14./15. April spielt der HC Kriens-Luzern in Sursee im Final Four-Turnier der besten vier Teams um den Cupsieger-Titel. Das ist die gute Nachricht dieser «Geschäftsreise» des HC Kriens-Luzern nach Zollikofen. Die Kriener NLA-Handballer gewinnen ihr Cup-Viertelfinale bei Handball Grauholz. Doch dem 31:28-Sieg gegen den aufsässigen und unangenehmen B-Ligisten fehlte der (nötige) Glanz. Dem Auftritt im Berner Vorort fehlte aber der Glanz fast vollständig. Der Oberklassige verpasste es, in der Anfangsphase des Spiels das Feld tüchtig zu markieren. Der Gastgeber hatte zwar nach Papierform keine Chance – und nutzte sie trotzdem. Zumindest fast: Bis wenige Minuten vor Schluss loderte im Giesshubel die Flamme der Hoffnung. Doch die Berner nutzten keine der drei auf dem Silbertablett präsentierten Chancen zum Ausgleich. Dem HCK gelang es dann doch noch in Extremis, den berühmten Sack doch noch zuzumachen.

Zuvor aber präsentierte sich der HCK wenig inspiriert. Die noch ohne EM-Silbermedaillengewinner Bojan Beljanski angetretenen Krienser (der Serbe war noch mit dem EM-Silbermedaillengewinnerteam auf Gratulationstour) hatten lange Mühe, ins Spiel zu finden. Defensiv fand das Team nie eine Linie gegen den aufopferungsvoll kämpfenden, letztlich aber in seinen Möglichkeiten doch limitierten Gegner. Der HCK ging wenig überzeugend zur Sache und hatte damit auch wenig Speed in der Angriffsentwicklung. War das Team einmal offensiv beschäftigt, unterliefen immer wieder gröbere Fehler. Hätte nach der Pause nicht Daniel Båverud zu seiner Treffischerheit gefunden, hätte der Abend böse enden können. Denn mit Ausnahme von Boris Stankovic blieben alle Krienser hinter ihren Möglichkeiten.

Letztlich bleibt die Erkenntnis, dass der Zweck die Mittel heiligt. Im Cup speziell. Und das bedeutet: Cup-Halbfinal und damit Final Four erreicht in Sursee. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben und die Ansprüche des Teams liess der HCK an diesem Abend viel Luft nach oben. Wenn er diese Steigerung am Sonntag bei St. Otmar an den Tag legt, wird der Raubbau am eigenen Nervenkostüm auf dem Weg ins Cup Final Four bald schon nur noch eine Anektote sein.

Grauholz - Kriens-Luzern 28:31 (13:15)

MZH Zollikofen. - 250 Zuschauer. - SR Sager/Styger. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Grauholz, 5mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

Grauholz: Baillif/Müller (10. bis 15.); Althaus (3), Blaser (2), Bovey (4), Graf, Hubacher (3), Mühlemann (7), Riederer, Sieber (5/3), Stocker, Tatarinoff, Weber (4/1).

Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (15. bis 42.); Baverud (7), Baviera (4), Hedin, Hess, Nyffenegger (2), Petrig (1), Schmid, Stankovic (10/2), Steiger (5), Willisch (1), Mühlebach (1).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Beljanski (Nationalmannschaft/EM-Zweiter mit Serbien), Fellmann und Raemy (beide verletzt). Keine verschossene Penaltys.

Benedikt Anderes / HC Kriens; si