Krienser Handballer gegen offensive Pfader chancenlos

Die Krienser NLA-Handballer wurden von Pfadi Winterthur im Spitzenspiel der Liga klar in die Schranken verwiesen. Die Winterthurer hatten als klar bessere Mannschaft mit der offensiven Deckung ein Rezept gefunden, um den HCK am wunden Punkt zu treffen. Die 21:29 (10:15)-Niederlage war denn auch eine logische Folge.

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Dass das aktuelle Team des HC Kriens-Luzern angesichts des Umbruchs im Team noch nicht vor Rückschlägen gefeit ist, das wusste man. Einen solchen Rückschlag gilt es jetzt vor dem Spiel gegen Tabellennachbar Wacker Thun in einer Woche zu verarbeiten. Insbesondere gilt es auch, die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen. Wie heisst es: «Auch in der Niederlage lässt sich gewinnen – an Erfahrung...»

Denn an der 21:29-Niederlage des HCK in der Winterthurer Eulachhalle gibt es nicht viel zu rütteln: Nach klar steigender Formtendenz in den letzten Partien fiel der HCK diesmal wieder einen Schritt zurück. Er verbleibt zwar selbst nach der 21:29-Niederlage in Winterthur noch auf dem hervorragenden Rang 3 der Liga. Das Spiel in Winterthur zeigte dem HCK aber seine momentanen Limiten auf.

Limiten? Die Winterthurer agierten mit einer unangenehmen, offensiven 3-2-1-Deckung. Ein Konzept, das dem HCK erwiesenermassen nicht liegt. Dieses Kalkül von Pfadis Trainer Severin Brüngger ging auf. Denn einmal mehr fanden die Krienser gegen eine aufsässige, offensive Deckung nie ein erfolgsversprechendes Rezept. Dieses Defizit der Zentralschweizer scheint sich inzwischen der Liga herumgesprochen zu haben.
Dennoch blieb der HCK lange dran. Der Wille war da – das Konzept für einen erfolgsversprechneden Weg diesmal leider nicht. Denn wirklich viel Aussichten auf Erfolg hatte der HCK in Winterthur bei allem Engagement nicht. Dazu lieferte Pfadi Winterthur eine zu seriöse Leistung ab. Insbesondere defensiv war Pfadi stark und sehr gut auf den Gegner eingestellt.

Beim HCK fehlte der Zug aufs Tor, fehlten die praktischen Ansätze, wie dem Defensivkonzept des Gastgebers beizukommen wäre. Da wurde zu wenig in die Tiefe gespielt. Da wurde das Defensivkonzept der Winterthurer zu wenig angenommen. Mit einer hoihen Fehlerquote und einigen unglücklichen Situationen (Abpraller gingen direkt in die Hände des Gegners) blieb der weit weg von der Chance, das Spitzenspiel für sich entscheiden zu können.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

Pfadi Winterthur – HC Kriens-Luzern 29:21 (15:10)

Eulachhalle, SR Bernet/Wick.

Spielverlauf: 2:2, 5:4, 7:6, 10:8, 11:8, 15:10; 17:12, 19:13, 25:16, 27:18, 29:21.
HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert; Fellmann (1), Willisch, Hedin, Båverud (3), Steiger (2/1), Raemy (5), Beljanski (2), Nyffenegger, Baviera (1), Hess (2), Stankovic (2), Petrig (3).
Strafen: Kriens 2, Pfadi Winterthur 3x2 Minuten. Kriens ohne Schmid (rekonvaleszent).