Krienser Handballer mit Herz zum Startsieg

War das der neue Teamspirit des HCK? Trotz schwierigsten Bedingungen, trotz «Gegenwind» in einem zähen Auftaktspiel und trotz einem guten Gegner siegte der HCK bei den Lakers Stäfa mit 25:24 und holte sich im ersten Spiel der Saison die ersten zwei Big Points.

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Der Krienser Benjamin Steiger - hier in einem Spiel in der letzten Saison - begann die Saison in Topform. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Der Krienser Benjamin Steiger - hier in einem Spiel in der letzten Saison - begann die Saison in Topform. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Es war noch kein brillantes Spiel. Aber in einem Eröffnungsspiel zur Saison zählen die Punkte bekanntlich doppelt – nicht in der Rangliste, aber für die Moral.

Mit Baviera und Jeremias beide nominellen Kreisläufer verletzt out, und «Ersatzkreisläufer» Fellmann schon nach 40 Minuten nach drei (teilweise sehr diskutablen) Zweiminutenstrafen vom Platz. Dazu eine Verletztenliste, die lange ist und den Platz freimachte für vier Nachwuchs-Spieler. Dass einer von ihnen sogar zu seinem ersten NLA-Tor kam, machte den Abend für das Thema «Nachwuchsförderung» spannend. Das waren die wenig verheissungsvollen Rahmenbedingungen des HCK-Auftrittes in Stäfa.

Letztlich aber waren es dann die Routiniers, die mit einem beherzten Auftritt bei den Lakers Stäfa die beiden so wichtigen Punkte ins Trockene brachten. Dass es lange Zeit schlecht aussah (bis zu vier Tore Rückstand!) und die Zentralschweizer letztlich doch jubelten, dürfte damit zusammenhängen, das hier ein Team am Werk war, das den bedingungslosen Siegeswillen lebte, um in einem schwierigen Spiel gegen einen enorm wirbligen Gegner zu Punkten zu kommen.

Zum Glück hatte der HCK in der hektischen Startphase einen Beni Steiger in Topform. Hätte er nicht eine starke Partie gezeigt (9 Tore), der HCK hätte die Chance gar nicht erst erhalten, in der Schlussphase doch noch in der Spielentscheidung dabei zu sein. Boris Stankovic (am Schluss mit 10 Toren bester Skorer) war es, der eine durchzogene erste Hälfte korrigierte und zusammen mit Torhüter Roman Schelbert – stellvertretend fürs Team – das Steuer herumriss. Zuerst machte Stankovic einen Fehler kurz zuvor wett mit dem Ausgleich zum 24:24, dann erzielte er mittels Siebenmeter den 25:24-Siegtreffer. Dass es danach Roman Schelbert noch brauchte, den Sieg festzukrallen, gehörte zur verrückten Dramaturie des Spiels. Er wehrte einen Verzweiflungschuss des dänischen Lakers-Spielers Sören Trade Möller Nielsen ab – und sicherte dem HCK damit den Totalerfolg.

Lakers Stäfa – HC Kriens-Luzern 24:25 (13:11)

Frohberg, 470 Zuschauer. SR Salah/Brunner

Spielverlauf: 3:0, 3:2, 4:4, 5:6, 5:7, 7:7, 10:10, 13:10, 13:11; 16:12, 16:16, 17:16, 18:18, 18:20, 20:20, 20:22, 20:23, 22:23, 23:23, 24:23, 24:25. Lakers Stäfa: Wipf/Portmann; Pulver, Nielsen (1), Maag (4), Getzmann, Schelling, Vernier, Milicic (5), Jud (4), Brunner (2), Bleuler (2), Kurbalija (5), Kägi (1)

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Schumacher, Fellmann, Buholzer, Petrig (2), Båverud (2), Steiger (9/1), Lingg, Delhees (1), Hess, Stankovic (10), Baumgartner (1).

Bemerkungen: Strafen Stäfa 3, Kriens 5 x 2 Minuten (inkl. rote Karte Fellmann nach 3x2 Minuten – 40.). Kriens ohne die verletzten Baviera, Jeremias, Willisch, Mühlebach und Raemy (verletzt bzw. rekonvaleszent). 14. Schelbert wehrt Siebenmeter von Jud ab (5:6); 49. Aleksejev wehrt Penalty von Milicic ab (20:22).

HCK, Benedikt Anderes /kst