Krienser Handballer verlieren in Stäfa

Hochmut kommt auch im Handball meistens vor dem Fall. Diese Erfahrung musste auch der HC Kriens-Luzern beim Auswärtsauftritt bei den Lakers Stäfa machen. Bei der 31:33-Niederlage gilt - im Gegensatz zum Kadetten-Spiel - die lange Verletztenliste nicht mehr als Entschuldigung.

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Der Krienser Thomas Zimmermann im Hinspiel gegen Stäfa. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Der Krienser Thomas Zimmermann im Hinspiel gegen Stäfa. (Bild: Roger Zbinden/Neue LZ)

Keine Frage: Die Liste der Verletzten bei den Krienser NLA-Handballern ist lange. Trotzdem überraschte, wie sehr der HCK seine bisher gezeigten Tugenden vermissen liess. Schon nach 15 Minuten war es um Ordnung und Disziplin im Krienser Spiel endgültig geschehen. Erstaunlicherweise verlor das Team vor allem Defensiv die Orientierung und fand gegen einen schnell und willig kämpfenden, aber nicht zwingend spielenden Gegner völlig das Konzept.

So schlitterte der HCK in seine erste unnötige Niederlage in der laufenden Saison. Allerdings nicht mit wehenden Fahnen (was man ja noch verzeihen könnte), sondern auf einigen Positionen ohne wirklich erkennbaren Widerstand. Mit Ausnahme von Beni Steiger, Nicolas Raemy und Goalie Roman Schelbert erreichte keiner der Spieler seine Normalform. Alternativen waren dünn gesät, womit das taktische Korsett des Teams nicht mehr tragfähig und die Niederlage absehbar war.

Doch selbst dann hätte es dem HCK noch zu einem Erfolg reichen können. Denn Stäfa (mit einem vom HCK «eingeschossenen» Goalie Andy Portmann) liess nach dem Seitenwechsel merklich nach, Kriens konnte auf- und später gar überholen und schien fünf Minuten vor Schluss wie gewohnt das Spiel noch gedreht zu haben. Doch diesmal war der Abend auch diesbezüglich nicht wie sonst in dieser Saison: Stäfa brachte in der Schlussphase mehr Wille, mehr Leidenschaft und mehr Dampf auf den Platz und behielt beide Punkte in Stäfa.

Benedikt Anderes/HCK

Lakers Stäfa - HC Kriens-Luzern 33:31(14:12)

Frohberg, 105 Zuschauer. SR Bernet / Wick.

Spielverlauf: 1:2, 3:3, 4:6, 9:9, 11:10, 14:12; 17:14, 22:19, 23:23, 25:25, 27:27, 33:31.

Lakers Stäfa: Portmann/Behr; Bossard (4), Füglister, Pulver (4), Petrig (4), Maag (2), Riis (3), Milicic (8), Mächler, Jud (3), Brunner (2), Huwiler (1), Bleuler (2).

HC Kriens-Luzern: Aleksejev / Schelbert (ab 22.); Hofstetter (3), Lengacher (1), Portmann, Podvrsic (4), Raemy (5), Stankovic (4/3), Steiger (10/7), Vukelic, Lingg, Zimmermann (2).

Bemerkungen: Kriens ohne Hess, Nyffenegger, Schmid, Willisch, Schlegel und Yalciner (alle verletzt). Stankovic (HCK) verschiesst Penalty, Milicic scheitert mit Penalty an Aleksejev.

Strafen: Kriens Stäfa 5, Kriens 2 x 2 Minuten.