Krienser Handballer wieder auf Play-off-Kurs

Der HC Kriens-Luzern hat sich den Playoff-Platz von Konkurrent Pfadi Winterthur zurückerobert. Grundlage dazu war ein hochverdienter 31:25-Erfolg über den TSV St. Otmar St. Gallen.

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Nicolas Raemy (rechts) kommt alleine gegen Otmar-Goalie Filip Pendic zum Abschluss.

Nicolas Raemy (rechts) kommt alleine gegen Otmar-Goalie Filip Pendic zum Abschluss.

Im «Direktduell» mit St. Otmar hatte der HC Kriens-Luzern lange zu beissen. Die St. Galler hielten 40 Minuten dagegen und machten vorallem über die Kreisläufer-Position mächtig Druck auf die Krienser Deckung. So waren es die Gäste, die 20 Minuten lang vorne lagen, während sich die Einheimischen in der Deckung abmühten und Offensiv auch nicht so recht auf Touren kamen.

Nach dem Seitenwechsel allerdings war es dann der HCK, der entschlossen nach dem Vollerfolg strebte. Erstaunlicherweise, denn eigentlich wären es die St. Galler gewesen, die wesentlich breiter besetzt waren auf der Bank und eigentlich mehr Reserven haben sollten. Davon aber zogen sie keinen Profit. Im Gegenteil: Es waren die Krienser, die mit geschickten Wechseln immer wieder für willkommene Atempausen bei den Leistungsträgern sorgten. So konnte sich der HCK nach dem Seitenwechsel kontinuierlich absetzen.

Michael Portmann (am Ball) setzt sich gegen die St. Galler Martin Engeler (links) und Fabian Christ durch. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Nicolas Raemy beim Abschlussversuch gegen den St. Galler Filip Pendic. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Tom Hofstetter war mit neun Treffern bester Krienser. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Niedergerungen: Der St.Galler David Parolo gegen Nicolas Raemy vom HC Kriens-Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Nicolas Raemy erzielte insgesamt vier Treffer, hier gegen Filip Pendic. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Geblockt Andreas Keel: Tom Hofstetter vom HC Kriens-Luzern. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Michael Portmann (am Ball) setzt sich gegen die St. Galler Martin Engeler (links) und Fabian Christ durch. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der Grund: Mehr Effizienz in der Deckung mit einer klareren Rollenverteilung. Das zog den Ostschweizern den Zahn. Jetzt zeigte sich, dass der HCK nicht nur die feinere Klinge führt, sondern letztlich auch kreativer und vielseitiger angriff. Während Otmars Angriffe mehr als einmal in der jetzt deutlich dichteren HCK-Deckung stecken blieben, waren es die Krienser, die richtig Fahrt aufnahmen und den Express Richtung Vollerfolg mit einem wunderschönen Fliegertor krönten, das Nicolas Raemy abschloss. Der letztlich hochverdiente 31:25-Erfolg war aus Krienser Sicht das richtige Zeichen vor dem Spiel am kommenden Freitag gegen Pfadi Winterthur.

HC Kriens-Luzern - TSV St. Otmar St. Gallen 31:25 (13:13)

Krauerhalle. – 500 Zuschauer. SR Sager/Styger. Spielverlauf: 2:2, 3:4, 4:5, 8:8, 10:9, 12:10, 13:13; 16:14, 17:14, 20:17, 22:18, 23:20, 25:20, 26:22, 28:23, 30:23, 31:24, 31:25. Strafen: Kriens 1 x 2 Minuten. St. Otmar 2 x 2 Minuten.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev / Schelbert; Willisch (4), Lingg, Steiger (8), Raemy (4), Portmann (2), Herrmann, Hess, Stankovic (2), Yalciner (3), Dahinden, Zimmermann (1), Hofstetter (9).

St. Otmar: Isenrich/Kindler; Engeler (5), Pendic (3), Christ (3), Keller (1), Liniger (5), Matthiesen (1), Häni (1), Parolo (3), Keel (1), Hojc (3).

Bemerkungen: Kriens ohne Schmid, Schlegel, Nyffenegger, Vukelic und Podvrsic. St. Otmar ohne Usik. 54. Aleksejev hält Penalty von Liniger (28:23). J.P. Chenet. Best Player: Marius Aleksejev (HCK) und Martin Engeler (Otmar).