Krienser mit 26:26 letztlich gut bedient

Nahe dran an einer Niederlage, zwischendurch mal am Sieg geschnuppert – letztlich aber ein Unentschieden, mit dem der HC Kriens-Luzern zufrieden sein muss. 26:26 trennten sich die Zentralschweizer beim Wiederbeginn der Meisterschaft vom TSV St. Otmar St. Gallen.

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Die Krienser David Nyffenegger, zweiter links, und Bojan Beljanski, rechts, gegen David Parolo, links, und Bjoern Froehlich von St. Otmar. (Bild: Keystone)

Die Krienser David Nyffenegger, zweiter links, und Bojan Beljanski, rechts, gegen David Parolo, links, und Bjoern Froehlich von St. Otmar. (Bild: Keystone)

Es wurde klar, dass das Team den Rhythmus und die Form nach der fünfwöchigen Pause noch sucht. Gelegenheiten, sie zu finden, gibt es in den kommenden Wochen zu Hauf.

Das Positive an den Anfang: Die Krienser NLA-Handballer haben sich Auftakt des heissen Februars bei St. Otmar schadlos gehalten und haben eine durchaus mögliche Niederlage abgewendet. Schlüsselfaktor auf dem Weg zum 26:26 war mit David Nyffenegger ein Spieler, der sich noch im alten Jahr aus der einjährigen Verletzungspause Richtung alte Stärke zurückkämpfte und mit dem Spiel in St. Gallen hoffentlich den erwarteten Schritt zur alten Sicherheit machte. Mit sieben Treffen war der Mittelmann entscheidend daran beteiligt, dass sich St. Otmar am Schluss mit der Punkteteilung zufrieden geben musste.

HCK-Spieler David Nyffenegger versucht sich gegen Nejc Hojc durchzusetzen. (Bild: Keystone)
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Bojan Beljanski vom HC Kriens-Luzern beim Abschluss. (Bild: Keystone)
David Parolo (links) und Bjoern Froehlich (zweiter von rechts) von Otmar spielt um den Ball gegen David Nyffenegger (zweiter links) und Bojan Beljanski. (Bild: Keystone)
Der Krienser Benjamin Steiger (hinten) hält St. Gallens Alex Usik zurück. (Bild: Keystone)
David Nyffenegger (links) gegen Fabian Christ. (Bild: Keystone)
Daniel Schmid vom HCK (rechts) kann Fabian Christ gerade noch bremsen. (Bild: Keystone)
St. Gallens Raphael Liniger versucht Goalie Marius Aleksejev zu bezwingen. (Bild: Keystone)
HCK-Spieler Benjamin Steiger (links) kommt gegen Alex Usik zu spät. (Bild: Keystone)
Die Krienser Daniel Schmid (links) und Bojan Beljanski versuchen Martin Engeler zu stoppen. (Bild: Keystone)

HCK-Spieler David Nyffenegger versucht sich gegen Nejc Hojc durchzusetzen. (Bild: Keystone)

Insgesamt aber liessen in diesem ersten Spiel nach der Pause beide Teams Wünsche offen. Es entwickelte sich ein Spiel, in dem der Gastgeber über weite Strecken in Front lag. Doch in Halbzeit 1 und 2 waren es die Krienser, die kurz vor Ablauf der Spielzeit die entscheidenden Spielszenen hatten und einen scheinbar sicheren Vorsprung der St. Galler von bis zu vier Toren egalisierten.

Vor der Halbzeitpause aber war es Liniger, der mit einem Siebenmeter den Eintore-Vorsprung der St. Galler erzwang. Kurz vor dem Schlusspfiff waren es dann die Krienser, die in Front lagen. In dieser Phase verpasst es der HCK, in Überzahl den Sack zuzumachen. St. Otmar glich aus - und liess auch in der Schlussphase den Ausgleich nicht mehr zu. Aus dem letzten Freiwurf (für solche Fouls hat es auch schon Siebenmeter gegeben...) erspielte sich der HCK eine Chance, sah den letzten Abschluss aber abgewehrt.

Fazit: Mit dem 26:26 war der HCK trotz aller Chancen auf einen Sieg gut bedient. Für das ganze Punktepaar war der HCK speziell offensiv zu wenig effizient, war zu wenig dynamisch und insgesamt zu fehlerhaft. Hier hat das Team noch einiges an Steigerungspotenzial. Vieles davon muss in den kommenden zwei Wochen ausgereizt werden, wenn das Team in den Spitzenkämpfen gegen Pfadi Winterthur (Mittwoch, 20.00 Uhr, Krauerhalle) und eine Woche später in Thun sowie in den beiden Europacup-Partien gegen das kroatische Spitzenteam RK Siscla bestehen will. Zu wissen, wo Verbesserungspotential besteht, ist aber bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Auf geht's.

TSV St. Otmar St. Gallen - HC Kriens-Luzern 26:26 (14:13)

Kreuzbleiche St. Gallen, Schiedsrichter: Wyss/Zowa

Spielverlauf: 2:1, 3:3, 7:3, 10:8, 11:12, 14:13; 15:14, 17:16, 19:19, 23:20 (50.), 23:24 (55.), 26:26.

St. Otmar: Isenrich/Kindler; Usik (4), Liniger (6/3), Parolo (2), Christ (2), Pendic (2), Engeler (2), Hojc (3), Fröhlich

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (ab 20.); Willisch (2), Hedin, Schmid (1), Båverud (1), Steiger (2), Raemy (3), Beljanski (4), Nyffenegger (7), Baviera, Hess, Stankovic (6/4), Lengacher.

Bemerkungen: Kriens ohne Fellmann und Petrig. Roman Schelbert wehrt zwei Penalties von St. Otmar ab. Stankovic trifft nach dem vierten Penalty im Nachschuss. Strafen: Otmar 4, Kriens 3 x 2 Minuten.

Benedikt Anderes / HC Kriens