Krienser Playoff-Traum geplatzt

Der HC Kriens-Luzern ist wohl am Ende seiner Meister-Playoff-Träume. Vor dem eigenen Anhang wollte den Zentralschweizer NLA-Handballern im letzten Heimspiel der Finalrunde so ziemlich gar nichts gelingen. Der BSV Bern Muri nahm diese Chance wahr und löschte auch den letzten Krienser Hoffnungsfunken.

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Berns Alen Milosevic und Valentin Striffeler lassen dem Krienser Thomas Hofstetter keine Chance. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

Berns Alen Milosevic und Valentin Striffeler lassen dem Krienser Thomas Hofstetter keine Chance. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)

25:33 verlor der HC Kriens-Luzern - und wird die Saison damit wohl auf Rang 3 abschliessen. Ein hervorragendes Ergebnis, das leider durch dieses letzte Heim-Resultat als leider oft bleibende Erinnerung getrübt wird.

Die Gesichter waren lang in der Krauerhalle. Sehr langt: Eben hatte der HCK seine letzte Finalrunden-Partie mit 25:33 verloren. Statt den Playoff-Traum zumindest noch bis Sonntag weiterzuträumen, blieb den Zentralschweizern nach 60 harzigen Minuten die bittere Erkenntis: Habe fertig - Flasche leer. Denn jetzt braucht der HCK ein doppeltes Wunder, um am Schluss doch noch jubeln zu können. Denn auch wenn Totgesagte bekanntlich am längsten jubeln - so recht glauben wollte daran nach der Niederlage gegen den BSV Bern Muri wohl niemand.

Bild: Maria Schmid / Neue LZ
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Im Spiel der Gastgeber fehlten Präzision, fehlten Ideen, fehlten Drive und Dynamik. Und weil dies schon von der ersten Minute an der Fall war, stand der Gastgeber mit der Vorgabe, das Spiel gewinnen zu müssen (und zu wollen), auf verlorenem Posten. Gerade mal beim 1:0 lag der HCK in dieser Mission auf Kurs - und kam schon sehr bald von diesem Kurs ab. Von 3:3 enteilten die Berner den Kriensern auf 3:8 - da war der Faden eigentlich bereits gerissen.

Dies, weil die Krienser die Probleme, die in diese Misere geführt hatten, bis Minute 60 nicht wirklich behoben werden konnten. Die Deckung versagte im Prinzip auf der ganzen Linie und gewährte den Berner Schützen teils haarsträubende Freiheiten im 1-1-Verhalten oder auf der Linie. So einfach wie die Berner hat wohl in der ganzen Saison noch kein Team gegen den HCK Tore erzielt.

Jetzt braucht der HCK am Sonntag beim letzten Spiel der Finalrunde in Schaffhausen ein doppeltes Wunder: Er muss gegen Kadetten gewinnen - und gleichzeitig auf eine Niederlage Pfadis in Bern hoffen.

Bendikt Anderes/HCK/kst

HC Kriens-Luzern - BSV Bern Muri 25:33 (10:16)

Krauerhalle Kriens, 800 Zuschauer. SR Brianza/Lämmler

Spielverlauf: 1:0, 1:2, 3:3, 3:8, 4:9, 6:9, 7:12, 8:14, 10:16; 10:19, 11:20, 12:22, 14:23, 15:24, 17:24, 18:25, 19:27, 20:29, 21:30, 25:31, 25:33.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (ab17.); Lingg (1), Steiger (4/1), Raemy (3), Portman (2), Lengacher, Herrmann, Hess (4), Stankovic (5), Yalciner, Dahinden, Zimmermann (2), Hofstetter (2).

BSV Bern Muri: Ebinger/Heiniger (ab 41.); Larsen, Bächtold (1), Althaus, Räz (2), Schwander (5), Kaufmann (9), Milosevic (7), Cvetkovic (8/2), Muff (1).

Bemerkungen: Kriens ohne die verletzten Nyffenegger, Schmid, Podvrsic, Vukelic und Schlegel. BSV Bern ohne Staudenmann, Baumgartner und Leiser. Strafen: Je 2 x 2 Minuten