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Krienser Selbstvertrauen vor dem Handball-Spitzenkampf

Kriens spielt am Sonntag gegen Pfadi Winterthur. Und will die Tabellenführung verteidigen.
Roland Bucher
Severin Ramseier (links) sagt: «Ja, wir trauen uns auch in Winterthur viel zu.» (Bild: Pius Amrein (Kriens, 9. September 2019))

Severin Ramseier (links) sagt: «Ja, wir trauen uns auch in Winterthur viel zu.» (Bild: Pius Amrein (Kriens, 9. September 2019))

Hätte ihm jemand vor dieser Meisterschaft gesagt: «Nach vier Runden stehst du mit Kriens ganz oben in der Tabelle!» – dann wäre Severin Ramseier keinesfalls aus allen Wolken gefallen. «Wir haben in der Vorbereitung gegen starke Gegnerschaft gezeigt, dass wir einen grossen Schritt vorwärts gemacht haben. Und haben diesen Schwung mit in die ersten Spiele genommen. Und es ist halt eine Grundregel im Sport: Mit jedem Spiel, das dir gut gelingt und du gewinnst, steigt das Selbstvertrauen.»

Das Selbstvertrauen ist mittlerweile so kräftig, dass der schmächtige Rechtsflügel mit dem grossen Schussrepertoire ohne Umschweife sagt: «Ja, wir trauen uns auch in Winterthur viel zu. Wir wollen jetzt bestätigen, dass die vier Startsiege kein Zufall, dass wir definitiv Spitze sind.»

Perkovacs Message kapiert

Das Kriens besser Handball spielt als letzte Saison, viel besser, ist die sportliche Konsequenz der geglückten emotionalen Annäherungsversuche zwischen der Mannschaft und Goran Perkovac, die zwar noch nicht in einer absoluten Symbiose gipfeln, aber:

«Die Message des Trainers hat uns erreicht. Wir waren uns die Schärfe, die Goran in seinen Forderungen anschlug, einfach nicht gewohnt.»

Dass kleine Reibereien, welche diese Disharmonie gefördert hatten, aus dem Weg sind, daran habe auch der neue Mann an der Seite von Perkovac wesentlichen Anteil: «Assistenztrainer Thomas Zimmermann ist ein optimales Bindeglied.»

Ramseiers Leistungen in dieser Saison sind derart konstant, dass er mit keinem Schweizer Rechtsflügel den Vergleich zu scheuen braucht. «Mir läufts gut», sagt er, schränkt indes ein: «In einem Team, das so vor Selbstvertrauen strotzt wie Kriens in dieser Meisterschaft, ist man automatisch auch selber ein ganzes Stück stärker und risikofreudiger.» Was sich durchaus lohnt: 15 Treffer hat der 30-jährige, 1,77 Meter grosse Linkshänder in den vier Startspielen erzielt – bei einer Abschlussquote von annähernd 90 Prozent. Das macht ihn auch für Michael Suter, den Nationaltrainer, interessant. Ramseier war beim letzten Kaderzusammenzug dabei, und er sagt bescheiden: «Wenn er mich braucht, mache ich mit. Und sonst bricht keine Welt zusammen.»

Am Sonntag in Winterthur kann Ramseier Werbung in eigener Sache machen, und der Linkshänder kennt auch das Rezept, wie man den, so betont er, «auf dem Papier stärkeren Gegner», in die Mangel nimmt: «Pfadi ist für sein exotisch-offensives Abwehrdispositiv berühmt und berüchtigt. Dieses müssen wir mit Tempo und Kreativität auseinandernehmen.» Weit wichtiger indes sei: «Wir müssen in der Abwehr genau so kräftig dreinlangen wie in den vier Startpartien und uns für diese Arbeit mit schnellen, leichten Toren belohnen.» Dann sei auch Winterthur zu packen. Und die Tabellenführung zu verteidigen. Und definitiv auf die Fahne zu schreiben: «Wir sind diese Saison Spitze.»

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