Krienser verlieren gegen Thun 29:31

Die Krienser NLA-Handballer starten mit einer ärgerlichen 29:31-Heimniederlage in die Finalrunde. In einem engen Spiel blieben die Zentralschweizer zwar lange Zeit dran, stellten sich aber in vielen Fällen zu ungeschickt an.

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Der Krienser Daniel Baverud beim Angriff. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Der Krienser Daniel Baverud beim Angriff. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Der Gast aus dem Berner Oberland nutzte dies aus und holte sich auch im dritten Spiel der laufenden Saison gegen den HCK das ganze Punktepaar. Entscheidender Unterschied: Der Gast zeigte eine geschlossene Teamleistung und entwickelte im Kollektiv Druck.

Dabei fehlte es beim HCK in diesem Spiel an allen Ecken und Enden. Die Deckung war (nach dem Ausfall Beljanskis erst recht) wenig souverän, die Torhüter lieferten keine entsprechenden Impulse. Und die Offensivkonzeption des HCK-Spiels war an diesem Abend ungenügend. Zu statisch, zu stereotyp ging der HCK da die Aufgabe an, in einer soliden Thuner Deckung für Löcher und damit für Chancen zu sorgen.

Zwar hatten Båverud, Raemy, Baviera und Stankovic durchaus gute Szenen bzw. Phasen. Ansonsten aber kämpft das Team weiterhin um Konstanz und um Stil. Zu oft ruckelten da die Angriffe parallel zur Grundlinie hin und her – ohne dass man damit die Thuner Deckung wirklich hätte in Aufruhr bringen können.

Umso erstaunlicher ist es, dass der HCK trotzdem 29 Treffer erzielte. Das Problem gegen Thun aber lag mitunter in der Defensive. Dass dort der fighting spirit in vielen Spiel-Phasen fehlte, zeigt auch die Statistik: Wer ein wichtiges Spiel der Finalrunde mit zwei Toren Differenz verliert und dabei in 60 Minuten keine einzige Strafe hatte, der weiss, wo er den Hebel in der Manöverkritik ansetzen muss.

Eine dieser Phasen führte auch zur Entscheidung im Spiel. Auf 22:22 hatte der HCK eine Thuner Zweitore-Führung ausgeglichen und Thuns Mittelmann Szymanski schien in der HCK-Deckung endlich seinen Meister gefunden zu haben (6 Tore in 34 Minuten, danach keines mehr). Da tauchte wie aus dem nichts der 37jährige Borna Franic auf, der mit einem «sauberen» Sechserpack für die Vorentscheidung zum 25:28 sorgte. Und als die HCK-Abwehr endlich gemerkt hatte, dass da bei Thun ein schlauer Fuchs auf der Position spielte, war die Vorentscheidung bereits gefallen.

Benedikt Anderes/HCK/kst

Nicolas Raemy beim Angriff aufs Tor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
6 Bilder
Der Krienser David Nyffenegger   versucht, am Thuner Franic Borna vorbeizukommen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Benjamin Steiger. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Nicolas Raemy beim Schuss aufs Tor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Der Krienser Daniel Baverud im Zweikampf mit dem Thuner Philipp Buri. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
Daniel Baverud beim Angriff. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Nicolas Raemy beim Angriff aufs Tor. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

HC Kriens-Luzern – Wacker Thun 29:31 (13:14)

Krauerhalle Kriens. 450 Zuschauer. SR Baumann/Cristallo Spielverlauf: 1:0, 1:2, 2:4, 4:4, 5:5, 7:7, 9:8, 11:9, 11:12, 12:13, 12:14; 13:15, 14:16, 16:18, 18:20, 21:21, 22:22, 23:24, 24:26, 26:28, 27:30, 28:31, 29:31.

HC Kriens-Luzern: Aleksejev (4 Paraden)/Schelbert (ab 31., 3 Paraden); Lengacher, Willisch, Hedin, Schmid, Båverud (7), Steiger (2), Raemy (6), Beljanski, Nyffenegger, Baviera (4), Hess, Stankovic (10/5). Wacker

Thun: Merz/Winkler; Linder (3), Dähler (1), Franic (7), Buri (3), Caspar (1), Friedli (1), Von Deschwanden (4), Rathgeb, Szymanski (6), Studer, Getzmann, Isailovic (6).

Bemerkungen: Strafen Thun 2x2 Minuten. Penalties: 11. Linder schiesst Penalty an die Latte (6:6).39. Franic schiesst Penalty an den Pfosten (17:19), 39. Winkler hält Penalty von Stankovic (17:19). Kriens ohne Fellmann und Petrig (verletzt).

J.P. Chenet Best Player Award: Fabio Baviera (HC Kriens-Luzern) und Jakub Szymanski (Thun).