Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Krienser verlieren Heimspiel und zeigen Nerven

Und plötzlich befindet sich der HC Kriens wieder mitten im Strichkampf. Denn sie verloren ihr Heimspiel gegen Fortitudo Gossau mit 26:30 und zeigten dabei erneut Nerven.
Der Krienser Benjamin Steiger (links) gegen Gossaus Salon Dedaj. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Der Krienser Benjamin Steiger (links) gegen Gossaus Salon Dedaj. (Bild: Maria Schmid/Neue LZ)

Dabei war an sich klar: Diese Saison würde für den HCK eng werden. Doch lange sah es im Kampf um den Einzug in die Finalrunde für die Innerschweizer ganz ordentlich aus. Das Team gewann, was es musste. Zwar kaum mehr – aber immerhin. Nur: Jetzt, wo der HCK auch das nicht mehr tut, wird es von Spiel zu Spiel enger, ungemütlicher – und eben auch heisser.

Ein Windstoss in die Glut war jetzt die unerwartete, unnötige, letztlich aber halt doch «verdiente» und selbst verschuldete Niederlage gegen Tabellennachbar Fortitudo Gossau. Gegen das Team mit dem starken Rückraum-Duo Stahl/Milosevic hatte der offensichtlich verunsicherte Zentralschweizer Gastgeber ein volles Spiel seine liebe Mühe.

Vorallem mit Daniel Stahl kam die Krienser Deckung nie zurecht. Der Hüne traf am Schluss 12 Mal – und erlebte dabei von Gastgeber weder in der Deckung noch von den Torhütern merklichen Widerstand. Der Deutsche nahm diese Offerte dankend an und hielt sein Team fast im Alleingang im Spiel.

Der HCK hingegen zauderte und zögerte. Offensichtlich neben sich stehend versuchten einige der HCK-Akteure, sich über die Zeit zu retten. Da war die Verunsicherung im Team in fast jeder Aktion zu spüren. Da fehlte die Präzision, dort das Selbstverständnis, das es brauchen würde, um zwingende Torchancen zu erarbeiten. Nach einem starken Begin (4:1-Führung) war es beim HCK vorbei mit dem Selbstvertrauen. Gossau nutzte dies aus und setzte sich leicht ab.

Dass es dem HCK dennoch gelang, das Spiel nach 40 Minuten in scheinbar richtige Bahnen zu lenken, war erstaunlich. Und zeigt, dass die Ostschweizer zwar willig kämpften, aber keine Überflieger-Mannschaft auf dem Platz hatten. Und dennoch hatte der HCK sein Déjà-vu: Wie zuletzt in Thun stolperte der HCK erneut mitte der zweiten Hälfte in die Niederlage, als dem Team während fast 15 Minuten kein Tor gelang. Was in dieser Zeit an Fehlern unterlief, war dann doch mehr als nur erstaunlich.

Gossau aber blieb cool, nutzte die Gunst der Stunde und setzte sich nun endgültig ab. Zu korrigieren war das im HCK-Endspurt nicht – mit sieben Toren war da der Rückstand nach 55 Minuten zu gross. Und auf Seiten des HCK fehlte auch diesmal der Ruck, der in solchen Situationen durch ein Team gehen muss, um das Steuer noch herumzureissen.

Viel Zeit, das Geschehen zu verarbeiten, hat der HCK allerdings nicht. Denn das nächste kapitale Spiel gegen Lakers Stäfa steht bereits nächsten Mittwoch an. Und denn heisst es – man muss es inzwischen so formulieren - «verlieren verboten». Vielleicht ist es ja gerade das Feuer der aktuell brenzligen Situation, die auch bei den Spielern jene Emotionen wieder weckt, die es braucht, um gemeinsam auf ein Ziel fokussiert auf den Erfolgsweg zurückzukommen.

Benedikt Anderes/HC Kriens

HC Kriens-Luzern – Fortitudo Gosau 26:30 (14:14)

Krauerhalle, 350 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Spielverlauf: 0:1, 4:1, 4:5, 6:6, 8:10, 12:12, 14:14; 14:16, 17:17, 19:17, 19:19 (45.), 19:25 (54.), 20:27, 23:29, 24:30, 26:30.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Fellmann, Mühlebach (3), Willisch (2), Petrig (5), Båverud (1), Steiger (6), Jeremias, Baviera (3), Hess (2), Stankovic (4/2), Baumgartner.

Fortitudo: Busa/Hug; Krapf, Misteli, Engeler, Dedaj (7/1), Näf (4), Badertscher (3), Geisser, Bucher, Würth (3), Milosevic (1), Stahl (12/1).

Bemerkungen: Kriens ohne Raemy (verletzt).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.