KUNSTRAD: Alessa Hotz gelingt eine grosse Überraschung

Die 15-jährige Baarerin hat an den U19-Europameisterschaften in Prag die Bronzemedaille gewonnen. Sie trug damit zur starken Schweizer Bilanz bei.

Rahel Lustenberger
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Alessa Hotz (rechts) strahlt vom Podium. (Bild: Claudia Hotz)

Alessa Hotz (rechts) strahlt vom Podium. (Bild: Claudia Hotz)

Rahel Lustenberger

sport@zugerzeitung.ch

Das junge Schweizer Team reiste an die Europameisterschaften nach Prag, um Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln. Das galt insbesondere für Alessa Hotz vom ATB Baar, die sich überraschend für die EM qualifiziert hatte. Sie ging mit einer technisch angepassten Kür auf die Wettkampffläche. Ruhig und voller Konzentration fahrend, gelang der jungen Baarerin eine Meisterleistung. Drehungen und Übergänge gelangen perfekt – am Ende resultierte die Bronzemedaille.

Schwierigen Bedingungen getrotzt

Die technisch viel bessere und ältere Konkurrenz aus Deutschland und Österreich konnte sich mit den herausfordernden Verhältnissen nur bedingt arrangieren: Der weiche und langsame Hallenboden forderte die jungen Athleten technisch und mental. Die aufgestellten Küren durften ausserordentlich vereinfacht werden, auf einmal war taktisches Geschick gefragt.

Lorena Schneider aus Österreich gelang das Kunststück. Sie gewann den Europameistertitel vor der Deutschen Mattea Eckstein, die sich mit viel Glück den zweiten Rang vor Hotz erkämpfte. Die Leistung der Baarerin hat historische Dimensionen: Sie ist die jüngste Schweizer EM-Medaillengewinnerin in der Einer-Kategorie überhaupt.

Hotz trug mit ihrer Medaille zum starken Ergebnis des Schweizer Teams bei. Nebst den zwei erwarteten Medaillen in den Kategorien Zweier- und Vierer-Kunstradfahren erkämpfte sich das Radballteam in einem packenden Match die Bronzemedaille. Held des Spieles wurde der ebenfalls erst 15-jährige Rafael Artho mit einem Penaltytor kurz vor Schluss der Verlängerung.