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Ladehemmungen beim FC Luzern bleiben nach der 0:2-Niederlage gegen Thun bestehen

Wer keine Tore erzielt, kann keine Spiele gewinnen: Der FC Luzern unterliegt dem FC Thun zu Hause mit 0:2.
Daniel Wyrsch
Wieder nicht getroffen: FCL-Stürmer Blessing Eleke (am Boden) mag nicht zuschauen, wie die Thuner feiern.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 11. August 2019)

Wieder nicht getroffen: FCL-Stürmer Blessing Eleke (am Boden) mag nicht zuschauen, wie die Thuner feiern.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 11. August 2019)

Zuerst das Positive: Der FC Luzern hat immer noch eine Mannschaft, die sich in der Super League vor das gegnerische Tor kombinieren kann. Nicht auf technisch brillante Art und Weise, aber immerhin mit Schnelligkeit, Kraft und Flanken. Während die meisten Hereingaben zu unpräzise gerieten, schoss Francesco Margiotta aus der Distanz. Mit zwei gefährlichen Weitschüssen prüfte er Guillaume Faivre. Doch der Thun-Torhüter machte wie die gesamte Mannschaft der Berner Oberländer keine Geschenke mehr wie zuletzt im Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Spartak Moskau (2:3) sowie in den vorangegangenen Meisterschaftspartien. «Das war ein solidarischer Auftritt», freute sich Coach Marc Schneider über den ersten Thuner Saisonsieg.

Ganz anders war die Stimmungslage beim Trainer des FC Luzern, Thomas Häberli. «Wir haben uns in diesem Spiel mehr ausgerechnet», sagte der Seetaler nach der ersten Heimniederlage im zweiten Ligaspiel der Saison in der Swisspor-Arena. Häberli erkannte, was seinen Schützlingen gefehlt hatte, um zumindest einen Punkt zu erobern: «Die Genauigkeit.»

Enttäuschung bei den FCL-Spielern (am Boden Blessing Eleke. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Enttäuschung bei den FCL-Spielern (am Boden Blessing Eleke. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Die Spieler des FC Thun freuen sich über den Sieg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019) Die Spieler des FC Thun freuen sich über den Sieg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019)
FCL-Torhüter Marius Müller muss sich zum zweiten Mal geschlagen geben. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019)FCL-Torhüter Marius Müller muss sich zum zweiten Mal geschlagen geben. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 11. August 2019)
Die Fans stehen bedingungslos hinter ihrem FCL. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Die Fans stehen bedingungslos hinter ihrem FCL. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
FCL-Neuverpflichtung Ibrahima Ndiaye im Zweikampf mit Sven Joss. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)FCL-Neuverpflichtung Ibrahima Ndiaye im Zweikampf mit Sven Joss. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Blessing Eleke blieb ein Treffer versagt. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Blessing Eleke blieb ein Treffer versagt. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Torhüter Marius Müller streckt sich nach dem Ball. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Torhüter Marius Müller streckt sich nach dem Ball. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Anweisungen von Trainer Thomas Häberi an den trinkenden Idriz Voca. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Anweisungen von Trainer Thomas Häberi an den trinkenden Idriz Voca. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Wollkommende Abkühlung für Blessing Eleke.(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Wollkommende Abkühlung für Blessing Eleke.(Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
Thun-Goalie Guillaume Faivre und Nikki Havenaar bereinigen die Situation vor dem heraneilenden Shkelqim Demhasaj. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)Thun-Goalie Guillaume Faivre und Nikki Havenaar bereinigen die Situation vor dem heraneilenden Shkelqim Demhasaj. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
FCL-Trainer Thomas Häberli (links) und Assistenztrainer Manuel Klökler. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)FCL-Trainer Thomas Häberli (links) und Assistenztrainer Manuel Klökler. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 11. August 2019)
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FCL-Niederlage gegen Thun

Wie schon gegen Espanyol eine Siesta eingezogen

Der FCL begann engagiert, zog aber nach etwas mehr als 20 Minuten ähnlich wie am letzten Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation gegen Espanyol Barcelona (0:3) eine länger dauernde Siesta ein. Wie die Katalanen nutzten auch die Berner Oberländer diese Luzerner Rückzugsphase, um 1:0 in Führung zu gehen. Nach einem abgewehrten Corner konnte Matteo Tosetti in seiner bekannten Manier und unbedrängt zur Mitte flanken, wo der aufgerückte 1,98-Meter-Hüne Nikki Havenaar nicht mit dem Kopf, sondern dem Fuss seelenruhig einschoss. «Wir verhielten uns teilweise naiv und unerfahren, so gerieten wir 0:1 in Rückstand», stellte Thomas Häberli fest.

Kurz vor der Pause erwachten seine Spieler etwas aus der Lethargie, ein Kopfball des Senegalesen Ibrahima Ndiaye (42.) war das erste Lebenszeichen nach 20-minütigem Tiefschlaf. Doch nur wenig später besass Thun durch Mittelstürmer Simone Rapp (44.) eine Riesenchance zum 2:0: Er brachte eine schnelle Angriffskombination über die herausragenden Tosetti und Miguel Castroman nicht im Tor unter.

Nachdem Tosetti in der 52. Minute angeschlagen ausgewechselt werden musste, agierten die Thuner nicht mehr so gefährlich. Häberlis Männer aber hatten sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen – und versuchten ihr Glück endlich mutig in der Offensive. Ihnen musste bewusst geworden sein, dass im Fussball nur Spiele gewinnen kann, wer Tore schiesst. Aber eben, bei der Präzision des letzten Passes besteht offensichtlich ein grosses Manko. Und Mittelstürmer Blessing Eleke setzte sich zwar dann und wann durch, doch derzeit trifft er kaum einen Möbelwagen. Die Ladehemmungen bleiben beim Nigerianer und bei der ganzen Mannschaft bestehen. Während der Ex-Krienser Chris Kablan in der Nachspielzeit technisch sauber zum 2:0 traf.

Die offensive Bilanz der Luzerner muss nach dieser 0:2-Heimniederlage gegen Thun zu denken geben: Aus 7 Pflichtspielen resultierten bloss 4 Tore. 2 davon in 2 Europa-League-Vergleichen gegen Klaksvik von den Färöern-Inseln, 2 davon beim 2:0-Sieg in St. Gallen zum Meisterschaftsauftakt. Dazu kommen in der Liga ein 0:0 zu Hause gegen Zürich, ein 0:1 bei Servette in Genf plus das beschriebene 0:2 gegen Thun sowie die 0:3-Niederlage gegen das übermächtige Espanyol Barcelona auf der internationalen Bühne.

In der Super-League-Tabelle sind die Innerschweizer nach vier Spieltagen und vier Punkten auf Platz 7 zurückgefallen. Zusammen mit Lugano (6.) und St.Gallen (8.) sind sie punktgleich.

Bleibt die Torflaute auch künftig eine Tatsache, dann müssen sich Coach Thomas Häberli, die Mannschaft, Sportchef Remo Meyer, die Klubführung und die Fans Sorgen machen vor den Spielen in Sion (25. August) und zu Hause gegen Leader YB (1. September). Zuvor muss der FCL aber am Donnerstag in Barcelona zum Rückspiel gegen Espanyol antreten. Die disziplinierten Spanier werden kaum Aufbauhilfe gegen die Ladehemmungen leisten.

Luzern - Thun 0:2 (0:1)
9639 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 33. Havenaar (Tosetti) 0:1. 91. Kablan (Salanovic) 0:2.
Luzern: Müller; Schwegler (80. Binous), Cirkovic, Lucas, Sidler; Voca, Ndenge; Demhasaj, Margiotta (73. Kakabadse), Ndiaye (55. Schürpf); Eleke.
Thun: Faivre; Glarner, Havenaar, Sutter, Joss; Tosetti (52. Salanovic), Gelmi (67. Fatkic), Stillhart, Hefti (78. Kablan); Castroman, Rapp.
Bemerkungen: Luzern ohne Grether (krank) und Schulz. Thun ohne Hediger, Karlen, Munsy, Bigler, Chihadeh, Ziswiler (alle verletzt) und Righetti (krank). Verwarnungen: 62. Gelmi (Foul). 89. Faivre (Unsportlichkeit). 92. Sidler (Foul).

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