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Rot-Weiss dominiert am Länderspiel in Luzern

Gänsehaut-Stimmung in der Swisspor-Arena: Die Fans der Schweizer Nationalmannschaft sorgen für eine beeindruckende Atmosphäre. Auch die Anhänger der Belgier tragen ihren Teil dazu bei.
Raphael Gutzwiller
Die Choregrafie mit dem Schweizer Kreuz heizte die Stimmung an. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Luzern, 18. November 2018))

Die Choregrafie mit dem Schweizer Kreuz heizte die Stimmung an. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Luzern, 18. November 2018))

Noch ehe das Länderspiel zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und Belgien begann, hatten die Zuschauer in der Swiss­por-Arena schon erstmals Hühnerhaut – und das nicht nur wegen der sehr kühlen Temperaturen an diesem Novemberabend. Die Fans im ausverkauften Stadion zeigten mit roten ­Papieren mehrere Schweizer Kreuze. Auch wenn die Choreografie bereits vorgefertigt und von einem Sponsor organisiert war: Die Choreo heizte die Stimmung, die dank der neu geschaffenen «Fankurve» der Nationalmannschaft sowieso schon gut war, zusätzlich an. Für eine noch beeindruckendere Atmosphäre sorgte später vor allem auch ein gewisser Stürmer aus Sursee: Als Haris Seferovic das Tor zum 5:2-Schlusstand erzielte, glich die Swisspor-Arena einem Tollhaus, wie sie es nur selten bei Spielen des FC Luzern der Fall ist. Und mit einer auffordernden Handgeste von Xherdan Shaqiri wurde es im Stadion nochmals ein bisschen lauter.

Auch die aus Belgien mitgereisten Supporter trugen ihren Teil dazu bei. Schon am Nachmittag waren sie in grosser Anzahl in der Luzerner Innenstadt gesichtet worden. Während der Partie sangen die belgischen Anhänger ohne Unterbruch.

Warum gerade Luzern?

Das Schweizer Duell mit dem WM-Dritten und Weltranglisten-Ersten stiess auf grossen Anklang. 15600 Zuschauer verfolgten das Spiel in Luzern. Das Stadion war innert einer einzigen Stunde ausverkauft. «Vielleicht hätte man mehr Tickets verkaufen können, wenn die Partie in einem grösseren Stadion, etwa im Basler St.-Jakobs-Park, stattgefunden hätte», sagte Medienchef Marco von Ah. «Doch ich glaube nicht, dass der St.-Jakobs-Park ausverkauft gewesen wäre. Bei der Anspielzeit am Sonntagabend ist es erfahrungsgemäss nicht einfach, die Arena zu füllen. Deshalb sind wir mit der Wahl von Luzern sehr glücklich. Es ist super, wenn wir ein ausverkauftes Stadion haben.» Von Ah gibt ausserdem zu bedenken, dass die Miete in grösseren Arenen entsprechend höher wäre.

Für den FC Luzern sind solche internationalen Auftritte wichtig. Zum einen sei dies wirtschaftlich attraktiv, sagt FCL-Mediensprecher Markus Krienbühl. «Für uns sind solche Länderspiele aber auch interessant, weil wir uns präsentieren dürfen und zeigen können, dass wir in der Lage sind, solche internationalen Spiele zu organisieren.»

Die Partie gegen Belgien war bereits das zweite Länderspiel der Schweizer Nationalmannschaft, das in diesem Jahr in Luzern stattfand. Beim ersten hatten die Schweizer im Frühling gegen Panama gleich mit 6:0 gewonnen. Die Schweiz hat in Luzern eine besonders positive Bilanz. Vor dem Belgien-Spiel war sie in sechs Spielen ohne Niederlage und Gegentor geblieben, hatte selber allerdings 16 Treffer erzielt.

Haris Seferovic (Mitte) jubelt mit seinen Teamkollegen über den Treffer zum 5:2. Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Luzern, 18. November 2018)
Matchwinner Haris Seferovic (9) und die ganze Schweizer Mannschaft ist zu Recht euphorisch nach dem 5:2 gegen Belgien. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 18. November 2018))
Haris Seferovic jubelt nach dem Tor zum 2:2 (Bild: Urs Lindt / Freshfocus (Luzern, 18. November 2018))
Haris Seferovic kann in seinem 59. Länderspiele die Tore 15, 16 und 17 bejubeln. Er trifft zum 2:2, 3:2 und 5:2 (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 18. November 2018)
Xherdan Shaqiri jubelt nach dem Tor zum 4:2. Bild: Daniela Frutiger / Freshfocus (Luzern, 18. November 2018)
Nati-Trainer Vladimir Petkovic (rechts) gibt Anweisungen an Granit Xhaka. Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 18. November 2018)
Haris Seferovic (Mitte) feiert den Sieg mit Fans. (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 19. November 2018))
Zweikampf zwischen Nico Elvedi (links) und Thorgan Hazard. Bild: Ennio Leanza/Keystone (Luzern, 18. November 2018)
Xherdan Shaqiri stellt Belgiens Abwehrchef Vincent Kompany immer wieder vor Probleme. Der herausragende Schweizer liefert die Vorlagen zum 2:2 und 4:2 (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Luzern, 19. November 2018))
Ricardo Rodriguez trifft vom Penaltypunkt sicher zum 1:2. (Bild: Ennio Leanza / Keystone (Luzern, 19. November 2018))
Da freuen sich die Brüder noch: Eden Hazard gratuliert Thorgan, der bis in die 17. Minute zweimal zum 2:0 trifft. (Bild: Ennio Leanza / Keystone (Luzern, 19. November 2018))
Die Choregrafie mit dem Schweizer Kreuz heizte die Stimmung an. Bild: Ennio Leanza/Keystone (Luzern, 18. November 2018)
Die Startformation (vorne von links): Steven Zuber, Kevin Mbabu, Remo Freuler, Xherdan Shaqiri und Edimilson Fernandes. Hinten von links: Ricardo Rodriguez, Haris Seferovic, Nico Elvedi, Timm Klose, Granit Xhaka und Yann Sommer. Bild: Ennio Leanza/Keystone (Luzern, 18. November 2018)
Um diesen Pokal geht es: (Bild: Daniela Frutiger / Freshfocus (Luzern, 18. November 2018))
14 Bilder

Die Schweiz nach verrückter Wende im Final Four

Yann Sommer, Torhüter, Note 5.
Muss rasch zweimal hinter sich greifen. Danach hält er aber mehrfach stark.
Kevin Mbabu, Rechtsverteidiger, Note 5,5.
Starker Auftritt. Macht viele Vorstösse. Holt den Penalty zum 1:2 raus und bereitet das 5:2 vor.
Timm Klose, Innenverteidiger, Note 5.
Erhält die Chance in der Startelf. Er gewinnt sehr viele Zweikämpfe.
Nico Elvedi, Innenverteidiger, Note 4.
Verschuldet das 0:1, sieht auch beim 0:2 nicht glücklich aus. Steigert sich aber und trifft zum 4:2.
Ricardo Rodriguez, Linksverteidiger, Note. 5.
Beim 0:2 ist er zu passiv. Er erzielt dafür das 1:2 per Penalty und bereitet das 2:2 mit einer Flanke vor.
Granit Xhaka, Defensives Mittelfeld, Note 5.
Der Captain führt das Team als Taktgeber an. Erobert viele Bälle.
Remo Freuler, Defensives Mittelfeld, Note 4,5.
Fällt in diesem Spiel selten auf, ob positiv oder negativ. Macht später Platz für Zakaria.
Edimilson Fernandes, Rechter Flügel, Note 4,5.
Bereitet das 3:2 für Seferovic vor. Kämpferisch und läuferisch ein guter Auftritt.
Xherdan Shaqiri, Offensives Mittelfeld, Note 5,5.
Er sprüht vor Energie. Wunderschön seine Vorlagen zum 2:2, 4:2 und 5:2.
Steven Zuber, Linker Flügel, Note 4,5.
Läuft sehr viel, kämpft und hilft defensiv mit, hat jedoch wenig Offensivaktionen.
Haris Seferovic, Mittelstürmer, Note 6.
Sackstark! Schiesst bei seinem Luzerner Heim-Auftritt drei Treffer und wird mit einer Standing Ovation verabschiedet.
Nicht bewertbar: Denis Zakaria, Loris Benito und Albian Ajeti.
11 Bilder

Die Schweiz ist Gruppensieger! Das sind die Noten der Nati-Spieler vom verrückten Schweizer Sieg

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