Lange Spielsperren für zwei Fussball-Rüpel

Die wüsten Szenen der jüngsten Vergangenheit auf Innerschweizer Fussballplätzen haben erste Konsequenzen: Der Fussballverband (SFV) hat je einen Spieler des SC Emmen und des FC Rothenburg für 30 Monate gesperrt.

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Auf Zentralschweizer Fussballplätzen wird oft hart zur Sache gegangen. (Themenbild Neue LZ)

Auf Zentralschweizer Fussballplätzen wird oft hart zur Sache gegangen. (Themenbild Neue LZ)

Die 5.-Liga-Partie zwischen dern FC Ebikon und dem SC Emmen vom 13. Oktober musste abgebrochen werden, nachdem der Schiedsrichter fünf Spieler des SC Emmen des Feldes verwiesen hatte. In der Folge kam es zu massiven Ausschreitungen und Handgreiflichkeiten gegen den Schiedsrichter. Wie der SFV in seinem Entscheid schreibt, war es nur dem beherzten Eingreifen der Ebikoner Spieler zu verdanken, dass der Schiedsrichter nicht verletzt wurde.

Ein Spieler SC Emmen habe versucht, den Schiedsrichter mit dem Fuss am Kopf zu verletzen und somit mutwillig eine schwere Verletzung des Schiedsrichters in Kauf genommen. Das Verdikt der Kontroll- und Disziplinarkommission des SFV: Der besagte Spieler des SC Emmen wird für 30 Monate gesperrt und mit 300 Franken gebüsst. Die übrigen ausgeschlossenen Spieler wurden vom IFV ebenfalls sanktioniert.

Verein hat Spieler ausgeschlossen

Im Anschluss an die 3.-Liga-Spiel FC Rothenburg gegen SC Eich vom 6. Oktober befand sich der Schiedsrichter auf dem Weg zur Kabine, als er von einem Spieler des FC Rothenburg tätlich angegriffen wurde. Nur dank seiner schnellen Reaktion konnte er den Fusstritt des Spielers mit dem Arm etwas abwehren und somit eine schwerere Verletzung verhindern. Der FC Rothenburg hat bereits reagiert und den Spieler aus dem Verein ausgeschlossen.

Die Kontroll- und Disziplinarkommission des SFV hat den betroffenen Spieler des FC Rothenburg ebenfalls für 30 Monate gesperrt und mit einer Busse von 300 Franken belegt.

Für die beiden Spieler besteht die Möglichkeit, innert 5 Tagen ein Rechtsmittel einzureichen.

pd/zim

Stellungnahme des IFV

Der IFV verurteilt das Verhalten dieser Spieler aufs Schärfste. Deshalb wurde beim SFV auch eine so lang dauernde Strafe für die beiden oben erwähnten Spieler beantragt. Der IFV zeigt sich zufrieden, dass diesem Strafmass stattgegeben wurde. Der IFV wird auch in Zukunft mit aller Härte gegen Spieler und Funktionäre vorgehen, die sich nicht an die Regeln halten und die Gesundheit von Schiedsrichtern, Spielern, Funktionären oder Zuschauern gefährden.

pd/zim