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LANGLAUF: Andrin Näpflin hält Langlauf-Konkurrenz erneut in Schach

Auf regionaler Ebene ist Andrin Näpflin in dieser Saison zum Spitzenläufer aufgestiegen. Das grosse Saisonziel des talentierten Jungspunds sind nicht regionale Siege, sondern ist die Teilnahme an der U23-WM im Goms.
In Finsterwald auf dem Weg zur Tagesbestzeit: der 20-jährige Andrin Näpflin aus Beckenried. (Bild: Urs Hanhart (Finsterwald, 2. Januar 2018))

In Finsterwald auf dem Weg zur Tagesbestzeit: der 20-jährige Andrin Näpflin aus Beckenried. (Bild: Urs Hanhart (Finsterwald, 2. Januar 2018))

In diesem Winter liefern sich bei den regionalen Langlaufrennen die 20-jährigen Nidwaldner Andrin Näpflin und Pascal Christen in der Elitekategorie spannende Duelle. Zum Saisonauftakt beim Bürer Langlauf setzte sich Näpflin durch. Beim Weihnachtslanglauf in Unterschächen drehte der Wolfenschiesser Christen den Spiess um. Gestern, beim traditionsreichen Entlebucher Neujahrslanglauf, der bei teilweise stürmischen Bedingungen in Finsterwald ausgetragen wurde, war wieder Näpflin an der Reihe.

Der ZSSV-Kader-Athlet aus Beckenried triumphierte in überzeugender Manier. Christen, sein härtester Widersacher, konnte dem Beckenrieder nur auf den ersten 5 Kilometern Paroli bieten. Auf der zweiten Streckenhälfte war Näpflin eine Klasse für sich und distanzierte die Konkurrenz um über 40 Sekunden. «Ich fühlte mich wieder deutlich besser als noch vor zwei Wochen beim Weihnachtslanglauf, bei dem ich nach einem intensiven Trainingsblock schwere Beine verspürte. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, zumal ich die regionalen Wettkämpfe jeweils nicht speziell vorbereite und aus dem Training heraus laufe», analysiert Näpflin den zweiten regionalen Sieg im klassischen Stil. «Ich sehe mich dennoch nicht als Klassisch-Spezialist. Zwar bin ich momentan in dieser Technik ein wenig stärker, aber ich investiere im Training ungefähr gleich viel Zeit in die freie Technik.»

Erstmals international im Einsatz

Näpflin verfolgt jedoch höhere Ziele, als nur regional vorne mitzumischen. Am Wochenende bestreitet er erstmals in dieser Saison mit dem Continental-Cup in Campra TI ein Rennen auf internationaler Ebene. «Da ich meine erste Saison bei den Männern bestreite, sind solche Events für mich Neuland. Deswegen orientiere ich mich auch nicht an der europäischen Konkurrenz, sondern an den Schweizer U23-Athleten. Ich möchte möglichst viele hinter mir lassen.» Verständlich, denn Näpflin hat sich die Teilnahme an der U23-Weltmeisterschaft zum Saisonziel gesetzt. Diese findet ab Ende Januar in Ulrichen im Wallis statt. Die Plätze im Schweizer Team sind auch wegen des Heimvorteils hart umkämpft.

Im Vergleich zu anderen Athleten betreibt Andrin Näpflin mit rund 550 Stunden jährlich einen relativ bescheidenen Trainingsaufwand. Dies, weil er derzeit neben dem Spitzensport in einem 60-Prozent-Pensum auf seinem erlernten Beruf als Landschaftsgärtner arbeitet. Im Frühling ist es gar ein Vollpensum, im Sommer reduziert er dann auf 80 Prozent. «Mein Job ist körperlich äusserst anstrengend. Deshalb muss ich vor allem in der warmen Jahreszeit den Trainingsaufwand reduzieren», verrät Näpflin seine Trainingsstrategie, «trotzdem möchte ich an der momentanen Situation vorläufig nichts ändern. Mein Beruf macht mir Spass, und ich arbeite in einem super Betrieb.» Immerhin kann sich der 20-Jährige durchaus vorstellen, mittelfristig ganz auf die Karte Langlauf zu setzen, sofern er den Sprung in ein Swiss-Ski-Kader schafft und damit regelmässig Weltcup-Einsätze erhält.

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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