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LANGLAUF: Nachtsprint statt Junioren-WM

Am Mittwochabend geht beim Nachtsprint Engelberg mit Julian Schumacher ein Biathlet an den Start, der sich lieber auf die Junioren-WM vorbereiten würde.
Roland Bösch
Startet morgen Abend in Engelberg: der Biathlet Julian Schumacher. (Bild: pd)

Startet morgen Abend in Engelberg: der Biathlet Julian Schumacher. (Bild: pd)

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Der Nachtsprint Engelberg ist für den Sarner Biathleten Julian Schumacher eine Herzensangelegenheit. Der 21-Jährige trat in den Jahren 2010 bis 2015 sechs Mal zum Sprint an und schaffte es jedes Mal auf das Podest. Im Jahr 2013 bei der U16 und im Jahr 2011 bei der U14 reichte es sogar zu einem Sieg. Entsprechend gibt es für den Athleten des Skiclubs Schwendi-Langis am Mittwochabend nur ein Ziel: «Ich möchte gewinnen. Ich bin mir aber bewusst, dass es für mich als Biathlet im Kampf gegen die Langlaufspezialisten kein einfaches Unterfangen sein wird.»

Seine Biathlon-Karriere ist zugleich auch der Grund, warum Julian Schumacher in den letzten beiden Jahren den Nachtsprint jeweils auslassen musste. «Auch wenn ich vom Sprintrennen in Engelberg begeistert bin, würde ich mich jetzt viel lieber auf die Biathlon-Junioren-WM in Otepää vorbereiten», gibt Julian Schumacher zu verstehen. Schumacher, welcher Swiss-Ski Ende der letzten Saison den Rücken gekehrt hat und auf eigene Faust trainiert, hatte sich die Teilnahme am Grossanlass Ende Februar in Estland gross auf die Fahne geschrieben. Der gelernte Metallbauschlosser hat in den letzten Wochen seinem Saisonziel alles untergeordnet. Auch wenn er keinem Swiss-Ski-Kader mehr angehört, wäre die Selektion über den nationalen Verband erfolgt.

Keine Gnade der Selektionäre

«Die Selektionskriterien kenne ich mittlerweilen auswendig. Bei ausgewählten internationalen Selektionsrennen darf der Rückstand auf den Sieger eine gewisse Prozentzahl nicht überschreiten. Von den vier selektionierten Junioren haben diese zwei vollständig erfüllt. Zwei Athleten dürfen aufgrund des Entscheids der Selektionskommission mitreisen.»

Julian Schumacher hat ebenfalls auf die Gnade der Selektionäre unter der Leitung des Chef Nachwuchs Markus Segessenmann gehofft. Als Aussenstehender gesehen aus gutem Grund. Der Obwaldner hat zwei Drittel der Selektionskriterien vollständig erfüllt. Bei einem Rennen lag Julian Schumacher 0,01 Prozent über der Rückstandslimite. Wäre er in diesem Rennen ein, zwei Sekunden schneller gelaufen, hätte er die Vorgaben vollständig erreicht. Kriterien sind Kriterien. Ein fader Beigeschmack bleibt für Julian Schumacher aber dennoch. Die beiden durch die Selektionäre berücksichtigten Swiss-Ski Athleten Gian Fadri Jäger und Nico Salut haben die Kriterien lediglich zu einem Drittel respektive überhaupt nicht erreicht. Der um ein Jahr jüngere Nico Salut, der vom Altersbonus profitiert haben dürfte, war bei sämtlichen Selektionsrennen um 4 Prozent und mehr von der Rückstandslimite entfernt. Enttäuscht stellt Julian Schumacher fest: «Gian Fadri und Nico können nichts dafür. Ihnen wünsche ich viel Erfolg. Es scheint einfach, dass bei den Athleten, die die Selektionskriterien nicht erreicht haben, nicht mit der gleichen Elle gemessen wurde.»

Unter anderem dank der Zielkamera wird Julian Schumacher beim Nachtsprint auf klare Entscheidungen treffen. Da momentan keine Biathlonrennen stattfinden, will der Sarner mit Hilfe von Langlaufrennen den Rennrhythmus hochhalten. Unter anderem hat er auch einen Start am Gommerlauf über die Halbmarathon-Distanz geplant.

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