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LANGLAUF: Obwaldner Fans sorgen für Stimmung

Lea Fischer und Janik Riebli überzeugen an den Junioren-WM mit guten Resultaten. Die mitgereisten Fans sorgten für die passende Kulisse.
Roland Bösch, Ulrichen
Janik Riebli wird dank lautstarker Unterstützung beim Prolog ins Ziel getragen. (Bild: Lars Kiser (Goms, 28. Januar 2018))

Janik Riebli wird dank lautstarker Unterstützung beim Prolog ins Ziel getragen. (Bild: Lars Kiser (Goms, 28. Januar 2018))

Roland Bösch, Ulrichen

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Das OK der Junioren-Weltmeisterschaften scheute keinen Aufwand und hängte im Zielraum des Nordisch-Zentrums in Ulrichen die Flaggen der 41 startenden Nationen auf. Zu sehen waren am gestrigen ersten Wettkampftag aber insbesondere Obwaldner Fahnen. Dies hängt mit der Tatsache zusammen, dass mit Lea Fischer, Nadine Matter und Janik Riebli gleich zwei Engelbergerinnen und ein Giswiler beim Sprint am Start standen. Die Freude über die WM-Qualifikation dieses Trios war nicht zu überhören. Der Skiclub Schwendi-Langis organisierte beispielsweise eine Fan-Reise für seinen Schützling. «Die Möglichkeit, einen Athleten unseres Clubs bei einer WM vor der Haustüre zu unterstützen, wird es nicht so schnell wieder geben. Für uns war klar, wir wollen nach Ulrichen», erklärt Clubpräsident Marco von Flüe.

Die Fans aus dem Klosterdorf liessen auch nicht auf sich warten. Mindestens punkto Grösse der Gemeindefahne waren sie nicht zu übertreffen. Grosseltern, Eltern, Geschwister, Verwandte und zahlreiche Clubmitglieder von Nordic Engelberg und dem Skiclub Schwendi-Langis waren angereist. Eine Art Fan-Trainingstag absolvierten die Eltern der Engelberger Biathletin und Olympia-Teilnehmerin Lena ­Häcki. Ihr Vater Sepp erzählte: «Ja, wir werden für zwei Wochen in Südkorea sein und Lena vor Ort unterstützen. Jetzt investieren wir aber alle Energie für die Hopp-Rufe für Lea, Nadine und Co.»

Nadine Matter bleibt Viertelfinal verwehrt

Sepp Häcki und alle anderen der über 100 Obwaldner Fans haben ihre Aufgabe bravourös gemeistert. «Es war toll, vor so vielen Zuschauern zu laufen und die vielen Trinkeln zu hören. Ich habe mir sagen lassen, dass es schon länger nicht mehr so viele Zuschauer an einer Junioren-WM hatte», zeigt sich Lea Fischer nach dem Rennen begeistert. Janik Riebli gab zu: «Ich habe in der Nacht zuvor zwar gut geschlafen, dennoch habe ich den Druck der vielen Fans gespürt. Beim Prolog musste ich einfach schnell laufen. Die vielen Obwaldner Fahnen, die Transparente und der Lärm haben mich getragen.»

Lea Fischer wie auch Janik Riebli schafften als Zehnte je souverän den Einzug in die Viertelfinals der 30 Schnellsten. Nadine Matter blieb dieses Meisterstück trotz eines beherzten Prologs um 4,5 Sekunden verwehrt. Die Strecke verlangte den Athletinnen und Athleten übrigens alles ab. Es gibt nicht viele Weltcup-Strecken, welche mit zwei so langen Aufstiegen gespickt sind.

Viele Emotionen nach Halbfinaleinzug

In der Mittagspause kam bei den Obwaldner Fans das Gesellige natürlich nicht zu kurz. Es wurde auch in Erinnerungen geschwelgt. Adrian Riebli, der Vater von Janik, war im norwegischen Hamar selber auch einmal an einer Junioren-WM am Start. Zu Ehren ihres Sohnes gab es damals im Hause Riebli erstmals eine Käseplatte. «Dank Adrian habe ich sozusagen den Weichkäse kennen gelernt», blickte Schwester Helen Kiser schmunzelnd zurück. Rasch machte sich dann aber wieder eine gewisse Anspannung breit. Die Viertelfinals standen bevor. Lea Fischer und Janik Riebli zogen souverän in den Halbfinal ein und sorgten für Hühnerhaut-Stimmung.

Der Einzug in den Final blieb den beiden dann zwar verwehrt. Mit dem jeweils 11. Rang erfüllten Lea Fischer und Janik Riebli die Erwartungen der Mitgereisten voll und ganz. Die extra aus Norwegen angereisten Trainer von Lea Fischer bemerkten anerkennend: «Nur zwei Norwegerinnen waren besser klassiert als du.» Für Janik Riebli ist klar: «Im ersten Moment habe ich mich über den Sturz ziemlich stark geärgert. Valerio Grond hat mit seinem tollen dritten Rang gezeigt, dass viel drin gelegen wäre. Mittlerweile kann ich das sehr gute Resultat einordnen. Es dürfte mir im Frühling den Aufstieg ins B-Kader ermöglichen.»

Für Lea Fischer und Janik Riebli gehen die Junioren-WM am kommenden Donnerstag mit dem Skiathlon-Rennen weiter. Am Donnerstag kommt auch der Beckenrieder Avelino Näpflin zu seinem WM-Einsatz.

Nadine Matter (rechts) und Lea Fischer mit der Engelberger Fan-Gemeinde. (Bild: Helen Fischer (Goms, 28. Januar 2018))

Nadine Matter (rechts) und Lea Fischer mit der Engelberger Fan-Gemeinde. (Bild: Helen Fischer (Goms, 28. Januar 2018))

Janik Riebli wird dank lautstarker Unterstützung beim Prolog ins Ziel getragen, Vater Adrian (rechts im Bild) fiebert mit. (Bild: Roland Bösch (Goms, 28. Januar 2018))

Janik Riebli wird dank lautstarker Unterstützung beim Prolog ins Ziel getragen, Vater Adrian (rechts im Bild) fiebert mit. (Bild: Roland Bösch (Goms, 28. Januar 2018))

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