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LANGLAUF: Versöhnlicher Saisonabschluss für Ueli Schnider

Nach 2015 gewinnt Ueli Schnider zum zweiten Mal den Schweizer-Meister-Titel über 50 Kilometer: Nach dem gesundheitlichen Out an den Weltmeisterschaften kann sich der Entlebucher doch noch freuen.
Roland Bösch
Die Eigenthaler Nadine und Cyril Fähndrich sind stolz auf ihre

Die Eigenthaler Nadine und Cyril Fähndrich sind stolz auf ihre

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Der 50-km-Lauf an den Schweizer Meisterschaften in Val Müstair vom letzten Samstag geht in die Geschichte ein. Aufgrund der prekären Schneesituation konnte lediglich ein Rundkurs von 2,5 km (gleich wie ab der Tour de Ski) gelaufen werden – für einmal 20 Mal hintereinander. Weltmeister und Olympiasieger Dario Cologna zog den Bedingungen entsprechend über Twitter Bilanz: «Das waren harte und lange 50 Kilometer zu Hause in Val Müstair.»

Derweilen lud der neue Meister Ueli Schnider auf dem Social-Media-Kanal Instagram ein Foto hoch, wo er zusammen mit der Frauensiegerin Seraina Boner und der Sonne um die Wette strahlt. Selbstverständlich standen sich Cologna und Schnider in der Loipe und nicht in der virtuellen Welt gegenüber. Der Athlet des Skiclubs Flühli hatte am Ende der Saison den längeren Atem.

Nach 2015 gewann er bereits zum zweiten Mal den Königstitel. Wie damals konnte dem Entlebucher auch in diesem Jahr nur der Davoser Toni Livers die Stirn bieten. Eine Medaille war das erklärte Ziel von Ueli Schnider, der morgen den 27. Geburtstag feiern darf. «Da ich mich gut gefühlt habe, bin ich einfach meinen Rhythmus gelaufen und habe versucht von Beginn weg das Tempo hoch zu halten», erklärt Ueli Schnider und fügt zufrieden an: «Mein Trainingsaufbau im letzten Sommer und Herbst war auf die zweite Saisonhälfte ausgerichtet. Ich bin froh, dass dies so funktioniert hat.»

Bittere Heimreise aus Finnland

Glücklich war Ueli Schnider, welcher nun seit fast sieben Jahren in Davos lebt und trainiert, in dieser Saison nicht immer. Einen Tag vor seinem Einsatz beim Teamsprint an den Weltmeisterschaften im finnischen Lahti musste er krankheitshalber Forfait geben. Einer der bittersten Momente in seiner Karriere: «Als mir der Arzt die Diagnose gestellt hatte, wollte ich umgehend wissen, wann mich das nächste Flugzeug zurück in die Schweiz bringen kann», erzählt Schnider. Auch weil er auf gar keinen Fall einen Teamkollegen anstecken wollte. Sein Comeback gab er am Holmenkollen. «Unter anderem gegen 15 Norweger und 9 Russen zu laufen, war hart.» Solche Herausforderungen liebt der Sprintspezialist, und umso glücklicher ist er über den hervorragenden 27. Rang beim wichtigsten Weltcup-Rennen.

Traum von Olympia und WM 2019

Der Fahrplan stimmt. Davon ist Ueli Schnider überzeugt: «Ein Langdistanzläufer wirst du nicht von heute auf morgen. Man muss Geduld haben und einige Jahre investieren.» Die vielen langen Trainings im Sommer 2016 und die Teilnahme am Swiss Alpin über 42 Kilometer werden sich auszahlen. Mit den Olympischen Spielen in Pyeongchang im kommenden Winter und den Weltmeisterschaften in Seefeld (AUT) 2019 stehen auch die nächsten Grossanlässe vor der Türe. Auf diesem Weg kann Ueli Schnider vom Projekt «Helden für Olympia» des Kantons Luzern profitieren. Gerade den Auszug nach der Matura von zu Hause erachtet Schnider als wichtigen Schritt in seiner Profikarriere: «Ich musste selbstständiger werden, lernte neue Leute kennen und habe von einem idealen Trainingsumfeld profitiert.»

Ein Wermutstropfen bleibt dabei, der Entlebucher Dialekt ist im Gespräch mit Schnider nicht mehr wirklich herauszuhören. Schnider gibt Entwarnung: «Sobald ich in Flühli aus dem Auto steige, bin ich auch sprachlich wieder voll dabei.» In den letzten Jahren war Schnider im Sommer nebst dem Training stark mit der Grenzwachtkorps-Ausbildung beschäftigt. Vorerst geniesst er jetzt mit seiner Freundin aber erstmals seit Jahren längere Ferien.

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