Laufend Solidarität zeigen

Am Luzerner Stadtlauf wird auch für einen guten Zweck gelaufen – heuer für die geschützte Werkstatt Wärchbrogg.

Melk von Flüe
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Steht mit dem Projekt Solidaritätslauf nicht im Regen: OK-Präsident Erwin Bachmann, hier mit der letztjährigen Ehrenstarterin Prisca Birrer-Heimo.Bild Philipp Schmidli

Steht mit dem Projekt Solidaritätslauf nicht im Regen: OK-Präsident Erwin Bachmann, hier mit der letztjährigen Ehrenstarterin Prisca Birrer-Heimo.Bild Philipp Schmidli

Der Solidaritätslauf am Luzerner Stadtlauf geht in seine zweite Dekade. Zum elften Mal findet der Lauf statt. Am von Erwin Bachmann, OK-Präsident des Luzerner Stadtlaufs, initiierten Anlass nehmen auch dieses Jahr wieder über 100 Läuferinnen und Läufer teil. Sie alle bezahlen ein Startgeld von 100 Franken, welches vollumfänglich einer sozialen Institution in der Zentralschweiz zugutekommt. «Es stellt mich jedes Jahr von neuem auf, dass es gelingt, eine so grosse Schar an den Solidaritätslauf zu bringen. Viele dieser Leute wären sonst kaum sportlich aktiv am Lauf dabei, und sie bezahlen erst noch jeweils 100 Franken Solidaritätsbeitrag», sagt Erwin Bachmann. Je mehr Leute teilnehmen würden, desto mehr Geld springe für das ausgesuchte Sozialwerk heraus. Indem man die Laufschuhe schnürt, kann also jedermann eine Spende für einen guten Zweck machen – und erst noch die spezielle Atmosphäre am Stadtlauf aus Sicht der Läufer erleben. «Jeder erlebt das tolle Gefühl, dass Laufen Spass machen kann, und nimmt die grandiose Kulisse in der Luzerner Altstadt in vollen Zügen auf», weiss Bachmann aus eigener Erfahrung.

Nicht nur für Prominente

Lang ist die Strecke des Solidaritätslaufs nicht, 660 Meter gilt es, zu absolvieren. Ausserdem wird keine Zeit gestoppt und eine Rangliste gibt es ebenfalls nicht. «Die Strecke ist absichtlich kurz gewählt. Das Tempo bleibt moderat, sodass jedermann mithalten kann», erklärt Erwin Bachmann. Der ursprüngliche Gedanke des Solidaritätslaufes war, die prominenten Gäste aktiv in den Stadtlauf einzubeziehen und dies mit einem gemeinnützigen Zweck zu verbinden. «Aber es ist nicht nur ein Lauf für Promis, auch wenn uns deren Teilnahme besonders freut, sondern für alle», so Bachmann weiter.

Gestartet wird um 16.23 Uhr, die Luzerner Stadträtin Manuela Jost (GLP) schickt die Teilnehmenden des Solidaritätslaufs auf die Strecke. Die Vorsteherin der Baudirektion der Stadt Luzern hat in diesem Jahr das Amt der Ehrenstarterin inne.

Wärchbrogg kommt zum Zug

Im letzten Jahr kamen 13 000 Franken zusammen, die an Insieme Luzern gespendet wurden. Erwin Bachmann: «Die Verbindung ‹laufend etwas Gutes zu tun› ist offenbar ein Konzept, das animiert aktiv mitzutun. Der grosse Erfolg freut aber nicht nur uns, sondern jedes Jahr auch eines der ausgewählten Sozialwerke.» In der ersten Dekade hat der Solidaritätslauf beinahe 200 000 Franken eingebracht – eine stolze Summe.

Dieses Jahr geht der Erlös an die Wärchbrogg, eine geschützte Werkstätte für Menschen mit einer vorwiegend psychischen Beeinträchtigung. Das Angebot der Wärchbrogg umfasst zurzeit eine Werkstatt und ein Atelier am Alpenquai 4 sowie einen kleinen Quartierladen an der Baselstrasse in Luzern. Das Geld aus dem Solidaritätslauf fliesst in das Projekt Quai4, welches zurzeit realisiert wird und für 20 Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz anbietet. Das Projekt beinhaltet ein Lebensmittelgeschäft sowie einen Gastronomie-Betrieb am Alpenquai 4 in Luzern.

Weitere Informationen zur Wärchbrogg unter: www.waerchbrogg.ch