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LAUFSPORT: Grosser Sieg für Patricia Morceli

Als erst vierte Schweizer Tagessiegerin durfte sich die Chamerin Patricia Morceli am internationalen Greifenseelauf feiern lassen. Nun will sie die Limite für Olympia 2016 angreifen.
Geschafft: Patricia Morceli beendet ihre lange Leidenszeit mit einem Sieg. (Bild: Swiss-Image.ch/Valeriano DiDomenico)

Geschafft: Patricia Morceli beendet ihre lange Leidenszeit mit einem Sieg. (Bild: Swiss-Image.ch/Valeriano DiDomenico)

Jörg Greb, Uster

Erstmals seit dem Siegeslauf von Sabine Fischer vor drei Jahren setzte sich beim prestigeträchtigen Spätsommerklassiker über die Halbmarathondistanz von 21,1 km eine Schweizerin durch: Patricia Morceli. Die Zugerin durfte sich in die Siegerliste mit den prominenten Namen eintragen lassen. Dieser gehören von den Schweizerinnen neben ihr und Fischer nur noch Daria Nauer (1996) und Franziska Rochat-Moser (1995) an.

Mit Freudentränen in den Augen reagierte die 41-Jährige, nachdem sie sich ihres Erfolgs bewusst geworden war. Sie sagte: «Nach diesem schlimmen Frühling ist das ein Riesenaufsteller.» Vom Pfeifferschen Drüsenfieber war sie in den Monaten Januar bis Juni zurückgeworfen worden. Sie musste tief unten durch. «So viel kam zusammen», sagte sie und spielte damit auf die Antriebslosigkeit, den Kräfte- wie Eisenmangel, auf Herpesviren an. Und auf Dialekt betonte sie: «Ich ha nüm möge.» Dass sie jetzt wieder laufen und gut laufen kann, bezeichnet sie als «etwas vom Allerschönsten».

Start am Frankfurt-Marathon

Und das Zum-Sieg-Laufen bei einem Rennen mit doch sehr beachtlicher Konkurrenz macht den Erfolg doppelt wertvoll. Patricia Morceli erhielt die Bestätigung, dass sie «wieder auf Kurs gekommen» ist. Sich «streng am eigenen Rhythmus orientierend», liess sie die Spitzengruppe vorerst ziehen. Kurz nach Streckenhälfte schloss sie aber zu dieser auf. Bei Kilometer 17 führte sie nach einem Zuruf von Trainer Fritz Schmocker die Vorentscheidung herbei. «Ich solle es versuchen, sagte er.» Sie setzte die Vorgabe perfekt um. Mit einer Endzeit von 1:15:29 Stunden verfügte sie schliesslich über einen beruhigenden Vorsprung von 1:05 Minuten auf die Kenianerin Charity Kiprop.

Leicht verschmerzen konnte Morceli dabei, dass «die Zeit von 1:15:29 Stunden bei diesen an sich optimalen Witterungsbedingungen nicht erstklassig ist». Aber sie entsprach exakt der Vorgabe. Gut zwei Minuten schneller ist sie selber vor vier Jahren in Lausanne gelaufen: 1:13:01 Stunden. «Unter den gegebenen Umständen ist die jetzige Marke okay, mehr aber nicht», betonte sie. Sie sei auf der zweiten Streckenhälfte langsamer geworden. Und schloss: «Es bleibt noch viel zu tun.»

Fünf Wochen Zeit hat sie dazu noch. Am 25. Oktober möchte sie am Frankfurt-Marathon an der Olympia-Limite Mass nehmen. Bei 2:33 Stunden steht diese. Morcelis Bestmarke über die 42,195 km beträgt 2:35:31 Stunden. «Ich habe diese Chance und allenfalls eine zweite im Frühling», sagt sie. Sie will sie unbedingt packen.

Uster. 36. Greifenseelauf (zugleich Halbmarathon-SM). Männer: 1. Ereng (Ken) 1:04:34. 2. (SM-1.) Abraham (LC Uster) 1:04:41. 3. Dadi (Äth) 1:04:55. Ferner: 6. (SM-2.) Ott (TVU Zürich) 1:06:22. 14. (SM-3.) Suter (Falera) 1:09:33.

Frauen: 1. Morceli (Laufgruppe Cham) 1:15:29. 2. Kiprop (Ken) 1:16:35. 3. Beresova (Slk) 1:16:41. Ferner: 5. (SM-2.) Fischer (LC Rapperswil-Jona) 1:17:55. 7. (SM-3.) Gantner (Flums) 1:20:09.

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