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LEICHTATHLETIK: Céline Schwarzentruber überzeugt am Heimmeeting

Céline Schwarzentruber pulverisiert am Eröffnungsmeeting in Willisau über 100 Meter ihre persönliche Bestleistung um über eine halbe Sekunde. Im Weitsprung kratzt die 20-Jährige derweil an der Sechs-Meter-Marke.
Céline Schwarzentruber nimmt Anlauf am Weitsprung. (Bild: HP Roos (Willisau, 5. Mai 2018))

Céline Schwarzentruber nimmt Anlauf am Weitsprung. (Bild: HP Roos (Willisau, 5. Mai 2018))

Frühlingshafte Temperaturen prägten das 46. Willisauer Eröffnungsmeeting. Zahlreiche Zuschauer spornten die Teilnehmenden zu Topleistungen an. Diese tollen Bedingungen wusste Céline Schwarzentruber zu nutzen. Die 20-Jährige hatte bereits in der Hallensaison überzeugt und sich im Weitsprung von 5,72 auf 5,92 Meter gesteigert. In Willisau gelang zwar der Satz über die magische 6-Meter-Marke noch nicht, dennoch stellte sie mit 5,97 Metern eine persönliche Bestweite auf. Zuvor hatte sie ihre 100-Meter-Bestzeit von 12,74 auf 12,17 Sekunden gesteigert.

«Die ganze Woche war ich extrem hibbelig und nervös. Nach den tollen Ergebnissen in der Halle wollte ich auch im Freien gute Leistungen zeigen.» 2015 war die Willisauerin zum letzten Mal über 100 Meter angetreten. «Nach einem nicht idealen Start konnte ich hinten raus richtig gut und unverkrampft laufen. Das war ein super Gefühl.» Im Vorfeld hatte sie sich im Idealfall eine Zeit im Bereich von 12,30 Sekunden vorgestellt. «Dass ich nun sogar schneller laufen konnte, freut mich extrem. Der Sprint ist nicht meine Hauptdisziplin, dennoch habe ich wieder grosse Freude daran gefunden und Blut geleckt.»

Fernziel ist die U23-EM vom kommenden Jahr

90 Minuten später trat Schwar­zentruber im Weitsprung an – ihrer eigentlichen Paradedisziplin. «Bereits beim Einspringen hatte ich ein tolles Gefühl. Mir gelang es, sechs Sprünge gut durchzuziehen. Die wechselhaften Windbedingungen erschwerten den Wettkampf etwas, sodass ich zweimal übertrat.» Gegenüber der Hallen-SM konnte sie sich um fünf Zentimeter steigern. «Der erste Sechs-Meter-Sprung dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Insbesondere in der Steigphase gibt es noch einiges zu optimieren.» Der Saisonaufbau ist auf die Leichtathletik-SM ausgerichtet, die Anfang Juli in Zofingen ausgetragen wird. Im kommenden Jahr finden wieder U23-Europameisterschaften statt. «Im Vorjahr war für die Qualifikation eine Weite von 6,15 Metern gefordert. Bereits 2018 möchte ich diese Weite springen und mich danach kontinuierlich steigern.» Ihre Leistungssteigerung erklärt sich Schwarzentruber durch die grossen Umstellungen im Trainingsumfeld sowie der Tatsache, dass sie den ganzen Winter verletzungsfrei durchtrainieren konnte. Seit vergangenem Herbst trainiert sie neben zwei individuellen Krafteinheiten zweimal pro Woche in der Gruppe um Trainerin Andrea Thali in Rothenburg, der auch Inola Blatty angehört. Einmal pro Woche reisen die beiden Athletinnen gemeinsam nach Bern, wo sie unter den Augen von Jacques Corday – dem Jugendtrainer von Mujinga Kambundji – ein Start- und Techniktraining absolvieren. «Dank der tollen Unterstützung von Marlen Affentranger konnte ich für mich eine optimale Lösung finden. Zudem habe ich mein Arbeitspensum beim Betreibungsamt Wiliisau auf 90 Prozent reduziert. Die grösseren Wege zum Training nehme ich gerne in Kauf. In einer so tollen Trainingsgruppe zu trainieren, in der alle dieselben Ziele verfolgen, ist extrem cool und bringt mich weiter.»

In der Vergangenheit war die Kauffrau immer wieder verletzt und musste pausieren. «Ich habe viel gemacht, um die Ursachen für meine Verletzungen herauszufinden. Nun weiss ich, woran ich arbeiten muss und was mein Körper verträgt.» So gut wie 2018 ist sie noch nie in eine Saison gestartet. «Das ist extrem cool und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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