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LEICHTATHLETIK: Drei Anwärterinnen auf Edelmetall

Dank Selina Büchel, Mujinga Kambundji und Lea Sprunger hat die Schweizer Equipe an den ­Hallen-Weltmeisterschaften einzigartige Perspektiven. Vorerst wollen sie aber nicht von Medaillen sprechen.
Jörg Greb
An den Hallen-Europameisterschaften 2017 hat Selina Büchel (Mitte) über 800 m gewonnen. Auch in Birmingham ist ihr einiges zuzutrauen. (Bild: Michael Steele/Getty (Belgrad, 5. März 2017))

An den Hallen-Europameisterschaften 2017 hat Selina Büchel (Mitte) über 800 m gewonnen. Auch in Birmingham ist ihr einiges zuzutrauen. (Bild: Michael Steele/Getty (Belgrad, 5. März 2017))

Jörg Greb

sport@luzernerzeitung.ch

Podestplätze von Schweizer Leichtathleten an Hallen-Weltmeisterschaften sind selten. Umso erstaunlicher mutet an, dass in diesem Jahr gleich drei Anwär­terinnen auf Edelmetall nach ­Birmingham gereist sind. Hoffnungsträgerinnen der von heute bis am Sonntag stattfindenden Wettkämpfe sind: Sprinterin Mujinga Kambundji über 60 Meter, Lea Sprunger über 400 Meter und 800-Meter-Rekordhalterin in der Halle wie im Freien, Selina Büchel. Die beiden Sprinterinnen führten zwischenzeitlich die Weltjahresbestenlisten an. Und Büchel hat sich an den letzten beiden Hallen-Europameisterschaften 2015 und 2017 jeweils den Titel geholt.

Vorerst nicht von Medaillen sprechen indes alle drei. «Es geht darum, den Final zu erreichen», sagt Büchel stellvertretend für das Top-Trio. «Das Niveau ist in diesem Jahr enorm hoch. Es wird schwierig werden, sich zu qualifizieren.» Zumal das Ausscheidungsprozedere hart ist. Am Samstag werden die sechs Finalistinnen direkt ermittelt. «Dann geht es darum, ob du dein Rennen laufen kannst und hinterher hinter deinem Namen ein Q oder ein q aufleuchtet», sagt Büchel. Im Ziel wird visuell aufzeigt, ob es gereicht hat: direkt qualifiziert (Q) oder über die Zeit (q).

Büchel wäre gerne etwas schneller gelaufen

Gefordert sein dürfte ab dem ersten Meter Büchel also. Darauf stellt sie sich ein. Aber natürlich ist der Final das Ziel. Als Favoritin sieht sich die 26-Jährige jedoch nicht. Dies hängt mit der starken Konkurrenz zusammen, ebenso aber mit der bisherigen Saison der Ostschweizerin. Als «so lala» bezeichnet Büchel diese und verschweigt nicht, dass sie «gerne etwas schneller gelaufen wäre». Mit 2:01,80 Minuten über 800 Meter (Bestzeit 2:00,31), 55,67 Sekunden über 400 Meter (54,28) und 4:15,61 Minuten über 1500 Meter (4:08,95) musste sie sich begnügen.

Doch grundsätzlich verliefen die letzten fünf ­Hallen-Saisons ähnlich. Büchel benötigte immer Zeit und Rennen, bis sie ihren Zenit erreichte. Mittlerweile aber glaubt sie: «Es kommt gut.» Die positiven Erinnerungen an ihre bisher einzigen Indoor-Weltmeisterschaften werden ihr helfen: Vor vier Jahren lief sie auf Platz 4. Sensationell war dies damals.

Weniger auf den Faktor Gefühl verlassen müssen sich Mujinga Kambundji und Lea Sprunger. Die 25-jährige Bernerin Kambundji bewies mit ihrem Rekordlauf an den Schweizer Hallen-Meisterschaften Mitte Februar (7,03, vorher 7,11), dass ihr ein weiterer Schritt an die Weltspitze geglückt ist. In der Jahresweltbestenliste belegt sie Platz 2.

Kambundji übernimmt selber Verantwortung

Erstaunlich bei Kambundji ist, dass ihr dies trotz «Umfeld-Ungewissheit» geglückt ist. Im Herbst trennte sie sich von ihrem langjährigen Coach Valerji Bauer. Die Nachfolgelösung mit dem Holländer Henk Kraajienof passte nicht. Seither hat sie die Verantwortung selber übernommen und wird von ihrem Jugendförderer Jacques Corday und von Adrian Rothenbühler unterstützt. Eine Variante, die zu funktionieren scheint.

Hinter drei US-Amerikanerinnen über die viertbeste Zeit der Saison verfügt Lea Sprunger. Und die 27-jährige Waadtländerin blickt auf erstklassige letzte Wochen zurück. Die Sprinterin blieb ungeschlagen. Sie stellte über 200 und 400 Meter Schweizer Re­korde auf. Drei Siege in den drei Rennen der IAAF World Indoor Tour verbuchte sie. Sprunger ist überzeugt, dass sie die Lehren aus ihrem negativen Abschneiden (4. Rang) an der Hallen-EM vor einem Jahr hat ziehen können.

Ergänzt wird die Schweizer Delegation durch die Sprinterin Ajla Del Ponte und den Hürdensprinter Jason Joseph.

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