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LEICHTATHLETIK: Endlich klappt es für Lisa Stöckli mit dem Titel

An der Schweizer Hallenmeisterschaft in Magglingen sichert sich Lisa Stöckli ihren ersten Meistertitel bei den Aktiven. Die 23-Jährige aus Grosswangen verlässt sich dabei auf ihre Spurtstärke.
Diesmal wählt Lisa Stöckli über 800 m die richtige Taktik. (Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 18. Februar 2018))

Diesmal wählt Lisa Stöckli über 800 m die richtige Taktik. (Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 18. Februar 2018))

Der Jubel im Ziel bei Lisa Stöckli war verständlicherweise gross. Soeben hatte die Grosswangerin dank einem starken Finish ihren ersten SM-Titel bei den Aktiven gewonnen und in 2:09,87 über 800 m eine persönliche Hallen-Bestleistung aufgestellt. In Abwesenheit der erkrankten Titelverteidigerin Delia Sclabas wusste Stöckli, die für die Läuferriege Gettnau startet, die Gunst der Stunde zu nutzen. Nach einem guten Winter ohne Einschränkungen im Training stellte sie in den Vorwochen über 400, 800 und 1000 Meter Bestleistungen auf, wobei insbesondere die 400-Meter-Zeit von 55,44 Sekunden herausragt. Ab Januar trainierte sie ein- bis zweimal pro Woche in Magglingen. «Aufgrund der 400-Meter-Bestzeit wusste ich, dass ich über 800 Meter unter 2:10 laufen konnte. Dementsprechend war der Gewinn einer Medaille mein Ziel.»

Ihre Taktik, möglichst lange mitzulaufen und am Ende auf den Endspurt zu setzen, ging voll auf. Nach einer schnellen Startrunde brach das Tempo auf der zweiten Runde ein. Von der Spitze weg versuchte die 1500-Meter-Spezialistin Stefanie Barmet aufs Tempo zu drücken. Doch sie verkrampfte sich und konnte nicht zusetzen. Den ersten Angriff von Lisa Stöckli konnte sie zwar noch abwehren, doch in der Zielkurve preschte die Grosswangerin nach vorne. «Ich musste einfach dranbleiben und konnte am Ende die bis anhin führende Stefanie Barmet noch überspurten. Endlich hat es geklappt. Bereits mehrfach war ich in einer guten Ausgangslage, habe aber taktische Fehler gemacht. Dementsprechend bedeutet mir dieser SM-Titel sehr viel», so die Athletin, die in Willisau von Josef Vogel trainiert wird.

Die Jus-Studentin nimmt viel Positives aus der Hallen-Saison mit. «Nun muss ich mir im Training nicht mehr vorstellen, wie sich der Sieg anfühlt, sondern kann dafür trainieren, dass solche Momente wieder eintreffen.» Nach einer einwöchigen Trainingspause steht ein Trainingslager in Monte Gordo (Portugal) an. «Wenn es weiterhin so gut läuft, sollte im Sommer eine neue 800-Meter-Bestzeit drin liegen.» Seit vergangenem Jahr steht diese bei 2:08,13 Minuten. «Ziel ist es, eine gute Basis für die kommende Saison zu legen. 2019 möchte ich an der Universiade teilnehmen. Wenn ich mich bereits in diesem Jahr der Limite von 2:05,00 nähern könnte, wäre das natürlich ideal.»

Weitere Titel für Ruckstuhl und Leuthard

Mit Stefanie Barmet (STV Wilisau) und Noëmi Jakober (STV Alpnach) komplettierten zwei Innerschweizerinnen das Podest. Während sich Jakober neben der Medaille über eine neue Bestzeit von 2:10,44 freuen durfte, erwischte Barmet einen schlechten Tag und konnte ihr Potenzial nicht abrufen. Eine Stunde nach dem 800-Meter-Lauf musste sich Stefanie Barmet über 3000 Meter in einem Bummelrennen mit der Bronzemedaille begnügen.

Im Hochsprungwettkampf der Frauen gab es einen weiteren Doppelsieg aus Innerschweizer Sicht zu bejubeln. Siebenkampfspezialistin Géraldine Ruckstuhl siegte vor der Höhengleichen Livia Odermatt, welche auf 1,80 m im Gegensatz zur Altbüronerin einen Fehlversuch verzeichnete. Im Weitsprung sicherte sich Ruckstuhl mit persönlicher Hallen-Bestweite von 5,97 Metern die Bronzemedaille. Nur fünf Zentimeter weniger weit sprang die Willisauerin Céline Schwarzentruber, die ihre Bestweite um 20 Zentimeter steigern konnte.

Über 60 Meter Hürden stand mit der Zugerin Géraldine Frey eine weitere Zentralschweizerin auf dem Podest. In 8,57 Sekunden sicherte sie sich die Bronzemedaille. Über 60 Meter wurde sie mit persönlicher Bestzeit von 7,48 Sekunden tolle Fünfte. Im Dreisprung ging der Titel einmal mehr an die Schwyzerin Barbara Leuthard. (stb)

Hallenmeisterschaften

Magglingen. Männer. 60 m: 1. Marie Jean-Yann De Grace (Versoix) (HF 6,70) 6,71. Andreas Haas (Willisau) 7,00. – 800 m: 1. Robin Oester (Thun) 1:51,67. Ramon Christen (Nidwalden) 2:02,08. – Stab: 1. Dominik Alberto (Zürich) 5,55. 5. Marco Jost (Emmenstrand) 4,68.

Frauen. 60 m: 1. Mujinga Kambundji (Bern) 7,03. 5. Géraldine Frey (Zug) 7,48. Inola Blatty (Rothenburg) 7,53. Silke Lemmens (Zug) 7,73. Kim Flattich (Galgenen) 7,90. – 200 m: 1. Lea Sprunger (Nyon) 22,88. Silke Lemmens 24,56. Julia Niederberger (Nidwalden) 25,24. – 400 m: 1. Yasmin Giger (Amriswil) 54,12. Tina Baumgartner (Nidwalden) 58,35. – 800 m: 1. Lisa Stöckli (Gettnau) 2:09,87. 2. Stefanie Barmet (Willisau) 2:10,23. 3. Noëmi Jakober (Alpnach) 2:10,44. – 3000 m: 1. Chiara Scherrer (Hütten) 10:06,33. 3. Stefanie Barmet 10:08,93. – 60 m Hürden: 1. Caroline Agnou (Biel) 8,42. 3. Géraldine Frey (HF 8,53) 8,57. 5. Géraldine Ruckstuhl (Altbüron) (HF 8,55) 8,63. Kim Flattich 8,84. – Hoch: 1. Géraldine Ruckstuhl 1,80. 2. Livia Odermatt (Aarau) 1,80. 6. Nadine Odermatt (Kerns) 1,68. 7. Cora Zurmühle (Luzern) 1,68. – Weit: 1. Caroline Agnou 6,22. 3. Géraldine Ruckstuhl 5,97. 4. Céline Schwarzentruber (Willisau) 5,92. 5. Barbara Leuthard (Zürich) 5,87. 14. Tina Baumgartner 5,38. – Drei: 1. Barbara Leuthard 12,96. – Kugel (4 kg): 1. Caroline Agnou 14,34. 4. Géraldine Ruckstuhl 13,69.

Alle Resultate: www.la-bern.ch

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