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LEICHTATHLETIK: Fast alle Bestmarken übertroffen

An der Schweizer Hallenmeisterschaft im Mehrkampf geht das Duell Géraldine Ruckstuhl gegen Caroline Agnou in die nächste Runde. Dabei hat die um zwei Jahre jüngere Athletin aus Altbüron das bessere Ende für sich.
Stefanie Barmet
Die 21-jährige Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron realisiert mit übersprungenen 1,81 Metern eine persönliche Bestleistung. (Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 4. Februar 2018))

Die 21-jährige Géraldine Ruckstuhl aus Altbüron realisiert mit übersprungenen 1,81 Metern eine persönliche Bestleistung. (Bild: Hanspeter Roos (Magglingen, 4. Februar 2018))

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Was für ein hochklassiges Duell: An den Schweizer Hallenmeisterschaften im Mehrkampf traf die amtierende U23-Europameisterin im Siebenkampf auf die Vize-Junioren-Europameisterin in der gleichen Disziplin. Mit der Bielerin Caroline Agnou und der Siebenkampf-Schweizer Rekordhalterin Géraldine Ruckstuhl forderten sich zwei der grössten Leichtathletiktalente des Landes heraus. Bereits im Vorfeld war klar, dass bei normalem Wettkampfverlauf lediglich diese zwei Athletinnen für den SM-Titel im Fünfkampf in Frage kommen würden. Im Vorjahr ging der Titel mit 81 Punkten Vorsprung an die zwei Jahre ältere Bielerin. Und auch heuer sprach im Vorfeld vieles für sie. Vor einer Woche musste Géraldine Ruckstuhl den Hallenwettkampf in Sindelfingen aufgrund von Fieber abbrechen. «Deshalb wusste ich nicht, wie gut ich in Form bin.»

Hochsprung bringt Ruckstuhl in Führung

Die 60 Meter Hürden – die erste Disziplin – gelang der 19-Jährigen nach einer Verwarnung sowie einem Fehlstart einer weiteren Konkurrentin nicht wunschgemäss. Sie kam nicht explosiv aus den Blöcken und blieb an einer Hürde hängen. Dennoch realisierte sie mit 8,64 Sekunden eine persönliche Bestleistung. Agnou, die als bessere Hürdenläuferin gilt, war nach 8,55 Sekunden im Ziel, was ihr mit 19 Punkten Vorsprung die Führung einbrachte. Im Hochsprung war es dann Ruckstuhl, die ihre Stärken auszuspielen wusste. Nach drei Fehlversuchen auf 1,78 m übersprang sie die Höhe von 1,81 m im ersten Versuch – gleichbedeutend mit persönlicher Hallen-Bestleistung und der Egalisierung der Freiluftbestleistung. «Auf 1,84 m fehlte mir noch der Mut. Das ist neun Zentimeter höher als meine eigene Körpergrösse», so die Absolventin der Spitzensport-Rekrutenschule. Caroline Agnou übersprang lediglich 1,69 Meter und realisierte somit 149 Punkte weniger als Ruckstuhl, die damit die Führung übernahm. Im Kugelstossen war wiederum Agnou stärker. Mit 14,48 Metern stiess sie über 70 Zentimeter weiter als Ruckstuhl, die mit 13,74 Metern ihre dritte persönliche Bestleistung aufstellte. «Ich konnte jene technischen Punkte, die ich mir im Vorfeld vorgenommen hatte, umsetzen, das freut mich sehr.» Der Vorsprung auf Agnou betrug nun 81 Punkte. Mit dem Weitsprung folgte aber die Paradedisziplin der Bielerin, und diese enttäuschte nicht. Mit sensationellen 6,34 Metern realisierte sie eine Bestleistung. Géraldine Ruckstuhl sprang mit 5,93 Metern zwar ebenfalls Bestleistung, musste die Führung aber dennoch abgeben.

Harter Kampf wird belohnt

Vor dem abschliessenden 800-Meter-Lauf trennten die beiden nun 47 Punkte. Géraldine Ruckstuhl wusste, dass sie etwas riskieren musste, wenn sie den Spiess noch umdrehen wollte, und lief dementsprechend schnell an. Die 400-Meter-Marke passierte sie in 65 Sekunden. Auf der letzten Runde wurde der Schritt schwer, und die Kauffrau kämpfte sich ins Ziel, wo sie lange liegen blieb. Mit 2:16,50 Minuten stellte sie in der fünften Disziplin die fünfte Bestzeit auf. Doch viel wichtiger: Caroline Agnou erreichte das Ziel rund fünf Sekunden später. Somit war der Sieg von Ruckstuhl perfekt. Mit 4455 Punkten pulverisierte sie ihre Bestmarke um 234 Punkte, hatte am Ende 15 Zähler mehr auf dem Konto als ihre stärkste Widersacherin Agnou und verbesserte den Schweizer Hallenrekord von Michelle Zeltner um 86 Punkte.

«Das Duell mit Caroline hat mich in jeder Disziplin gepusht. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Resultat. Dass ich nun sowohl im Freien als auch in der Hallen Schweizer Rekordhalterin bin, ist extrem cool.» Auf der Jahres-Weltbestenliste steht die 19-Jährige im Fünfkampf derzeit auf Rang fünf. Für die Hallen-WM in Birmingham (GBR/2.-4. März) qualifizieren sich die besten zwölf Athletinnen. Für die Altbüronerin sind die kontinentalen Titelkämpfe unter dem Hallendach jedoch kein Thema. Nach den Hallen-Schweizer-Meisterschaften der Aktiven, die in zwei Wochen ebenfalls in Magglingen stattfinden werden, gilt der Fokus bereits der Vorbereitung auf den Sommer.

Mehrkampf

Magglingen (Sporthalle End der Welt). Samstag. Männer. 60 m: 1. Patrick Domogala (Mannheim) 6,76. Eric De Groot (Luzern) 7,06. Kim Lenoir (Luzern) 7,32. Mika Kreienbühl (Ballwil) 7,34. Alessandro Muff (Sarnen) 7,39. – 200 m: 1. Bastien Mouthon (Riviera) 21,49. David Keller (Luzern) 23,58. Thomas Züger (Luzern) 23,66. Philip Meuli (Luzern) 23,88. – 400 m: 1. Claudio Wäspi (Schaffhausen) 49,02. Tim Steffen 51,62. – 60 m Hürden: 1. Koen Smet (Phanos) 7,65. Maurus Meyer (Rothenburg) 8,16. – Stab: 1. Dominik Alberto (Zürich) 5,40. Fabian Steffen (Altbüron) 4,40. – Weit: 1. Marco Thürkauf (Riehen) 7,23. 5. Fabian Steffen 6,73. 7. David Keller 6,44.

Männer U16. Kugel (4 kg): 1. Raphaël Ho­stettler (La Chaux-de-Fonds) 13,25. 3. Janis Rühli (Rothenburg) 11,56.

Frauen. 60 m: 1. Ajla Del Ponte (Ascona) 7,28. 4. Géraldine Frey (Zug) 7,51. Silke Lemmens (Zug) 7,70. Danielle Baumann (Luzern) 8,33. – 200 m: 1. Sarah Atcho (Lausanne) 23,73. Inola Blatty (Rothenburg) 24,61. – 400 m: 1. Lisa Stöckli (Gettnau) 55,44. – 1000 m: 1. Stefanie Barmet (Willisau) 2:50,09. 5. Michelle Scherrer (Willisau) 3:05,99. – 60 m Hürden: 1. Luminosa Bo­gliolo (Genova) 8,36. 7. Kim Flattich (Galgenen) (VL 8,79) 8,83. – Hoch: 1. Cora Zurmühle (Luzern) 1,61. – Weit: 1. Célia Jaccard (Lausanne) 5,84. 5. Céline Schwarzentruber (Willisau) 5,72.

Sonntag. Männer. 60 m: 1. Silvan Wicki (Riehen) 6,76. 4. Andreas Haas (Willisau) 6,99. – Hoch: 1. Nicola Lüdi (Rüegsauschachen) 1,98. 8. Fabian Steffen 1,83. – Drei: 1. Andreas Lechner (Brühl) 14,50. 6. Nino Baumgartner (Nidwalden) 10,35.

Frauen. Fünfkampf: 1. Géraldine Ruckstuhl (Altbüron) 4455 Punkte. 2. Caroline Agnou (Biel) 4440. – 60 m: 1. Salomé Kora (Brühl) 7,39. Julia Niederberger (Nidwalden) 8,14. – 200 m: 1. Brigitte Ntiamoah (Mulhouse) 23,85. Julia Niederberger (Nidwalden) 25,24. – 800 m: 1. Lore Hoffmann (Sierre) 2:10,13. 2. Stefanie Barmet 2:11,14. 3. Noëmi Jakober (Alpnach) 2:12,02. – Hoch: 1. Tina Baumgartner (Nidwalden) 1,63. – Weit: 1. Barbara Leuthard (Zürich) 5,59. 3. Tina Baumgartner 5,22. – Drei: 1. Barbara Leuthard 12,70. 12. Danielle Baumann (Luzern) 9,75.

U18, 60 m Hürden: 1. Lena Wernli (Zürich) 8,75. 7. Tina Baumgartner 9,15. – U16, 60 m Hürden: 1. Livia Tonazzi (Brunnen) 9,22.

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