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LEICHTATHLETIK: Feuer lodert noch immer

2017 sollte die letzte Bahnsaison von Roland Christen werden. Doch nach einer erfolgreichen Hallensaison stoppt ihn eine Verletzung – ein Grund zum Weitermachen.
Stefanie Barmet
Roland Christen am Bonus Track Meeting in Nottwil, wo er seine eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnte. (Bild: Hanspeter Roos (1. Juli 2017))

Roland Christen am Bonus Track Meeting in Nottwil, wo er seine eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnte. (Bild: Hanspeter Roos (1. Juli 2017))

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Statt wie viele seiner Konkurrenten an die Wärme zu reisen, hatte sich Roland Christen im Winter in der Schweiz auf die Hallensaison vorbereitet. «Von Mitte Dezember bis Mitte Januar fuhr ich zur Vorbereitung ein- bis zweimal pro Woche nach Magglingen.» Mit Erfolg, über 800 Meter gewann der Willisauer in 1:50,48 Hallen-SM-Silber. Über 1000 Meter steigerte er seine Bestzeit auf 2:25,67 – selbst im Freien war er noch nie schneller gelaufen. «Diese Resultate stimmten mich sehr zuversichtlich und eine Verbesserung meiner persönlichen 800-Meter-Bestzeit, die seit 2013 bei 1:48,83 steht, schien realistisch.» Doch Mitte März verletzte sich der 27-Jährige in einem Sprinttraining am Oberschenkel. «Die Verletzung fühlte sich zuerst wie ein Krampf an, doch auch nach sieben Wochen waren die Schmerzen noch da.» Bis Ende April war nicht an ein geregeltes Lauftraining zu denken. «Der Zug für die Saison war abgefahren. Dennoch versuchten wir, die Form so gut wie möglich hinzubekommen, natürlich mit erheblichen Kompromissen.»

«Muss niemandem etwas beweisen»

Erst Anfang Juli konnte er am Meeting Bonus Track in Nottwil in die Bahnsaison einsteigen. Nach zwei weiteren Starts in Lausanne und Luzern war die kurze Saison bereits beendet. «Ich konnte meine eigenen hohen Erwartungen nicht erfüllen und war nicht konkurrenzfähig. Für mich keine zufriedenstellende Situation. Mein langjähriger Trainer Josef Vogel überliess mir die Entscheidung, ob und in welcher Form es weitergehen sollte. Er legte mir ans Herz, dass ich niemandem etwas beweisen müsse.» Trotz nicht idealem Saisonverlauf war das Feuer für die Leichtathletik noch nicht erloschen. Nach einer zweiwöchigen Pause raffte sich der zweifache Hallen-Schweizer-Meister auf und absolvierte ohne Trainingsplan fünf Laufeinheiten pro Woche. Im August begann er neben seinem 90-Prozent-Pensum als Sachbearbeiter beim Elektroingenieurbüro Wey & Partner AG die Ausbildung zum Sicherheitsberater mit Eidgenössischem Fachausweis. «Der Beruf geniesst von nun an Priorität. Dennoch möchte ich eine gut vorbereitete Hallensaison bestreiten und ab Ende Oktober wieder nach Trainingsplan trainieren.»

Den Heimlauf unter 42 Minuten absolvieren

Aufgrund der momentanen Ausbildungs- und Arbeitssituation wird er nicht mehr zwei Trainingseinheiten am Tag absolvieren können. «Am meisten Abstriche muss ich aber im Bereich Erholung machen, dies könnte mir zum Verhängnis werden. Die ganze Organisation ist sicher anspruchsvoll und herausfordernd. Dennoch glaube ich, dass auch so eine gute Hallensaison möglich ist.» Als Zwischenziel hat er sich die Teilnahme am Willisauer Lauf gesetzt. «Ich bin mir bewusst, dass ich über 12 Kilometer sicher nicht um den Sieg mitlaufen kann. Dennoch starte ich zuversichtlich ins Rennen. Ich bin gut vorbereitet und habe Freude an den langen Läufen gewonnen.» Seit 2010 steht seine Bestzeit bei 41:50,6 Minuten. «Wenn ich auf der anspruchsvollen Strecke, die ich in- und auswendig kenne, wiederum unter 42 Minuten bleiben könnte, wäre das extrem cool.»

Hinweis

Willisauer Lauf. Samstag: Ab 13.15 Uhr Nachwuchsläufe; 16.15 Uhr Hauptlauf (12 km). Nachmeldungen ab 10.00 Uhr bis eine Stunde vor dem Start. Infos:www.stvwillisau.ch

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