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LEICHTATHLETIK: Léa Sprunger begeistert im Duell mit Mujinga Kambundji

Die Schweizerinnen Léa Sprunger und Mujinga Kambundji haben in Luzern den 200-Meter-Lauf zu einem hochspannenden Rennen gemacht.
Mujinga Kambundji gratuliert Siegerin Léa Sprunger. (Bild: Philipp Schmidli/LZ, Luzern, 11. Juli 2017)

Mujinga Kambundji gratuliert Siegerin Léa Sprunger. (Bild: Philipp Schmidli/LZ, Luzern, 11. Juli 2017)

Das 200-Meter-Rennen der Frauen war hinreissend spannend: Léa Sprunger gewann dieses in 22,97 Sekunden, einen Hundertstel vor der Amerikanerin Aaliyah Brown, mit 0,08 Sekunden Rückstand wurde Mujinga Kambundji, die zweite Schweizerin am Start, Dritte. Sprunger hat Kambun­dji über diese Distanz in letzter Zeit im Griff, lief sie doch 2016 an den Schweizer Meisterschaften in Genf mit 22,38 ­einen Schweizer Rekord. «Über dieses Duell wurde viel geredet», meinte sie nach dem gestrigen Rennen, darauf angesprochen. Das Rennen wurde sehr schnell angegangen, was die 27-jährige Waadtländerin darauf zurückführte, dass «die meisten Läuferinnen eher im ‹100 Meter› zu Hause sind. Ich durfte mich deshalb nicht verkrampfen.» Doch das Selbstvertrauen stimmt, die Form ebenfalls.

Sprunger hält auch noch einen zweiten Schweizer Rekord, denjenigen über 400 Meter. Ihr Jahreshöhepunkt sind aber die 400 Meter Hürden an den WM in London vom kommenden August. «Im Moment ist alles im grünen Bereich. Das Rennen hier in Luzern hat mir zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.»

Noemi Zbären beisst in Luzern auf die Zähne

Die 100 Meter Hürden der Frauen gewann die Amerikanerin Nelvis Sharika in 12,67 Sekunden. Die Langnauerin Noemi Zbären lief mit 13,44 etwas gar weit hinterher. Bei ihr ist noch nicht alles im grünen Bereich. Ihr Karrieredurchbruch hätte eigentlich 2016 erfolgen sollen. Die Saison stand kurz bevor, sie fühlte sich gut in Form. Vor einem Training in Langnau spielte sie noch ein wenig Basketball – ein folgenschwerer Entscheid. Plötzlich ein Knacks im Knie von Noemi Zbären. Am nächsten Tag die Schockdiagnose: Kreuzbandriss. Die Emmentalerin fiel in ein tiefes Loch, zog sich zurück. Die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro zu verpassen, das tat einfach zu fest weh. Sie kämpfte sich aus dem Loch heraus, zog ihre Masterarbeit in einem Labor vor, und bereits im Wintertraining ab November zeigte sie sich in einer guten Verfassung. Die Weltmeisterschaften in London sind ein Ziel, und um die Qualifikation zu schaffen, müsste Zbären die 100 m Hürden in weniger als 13 Sekunden laufen (12,98). Noch liegt sie 11 Hundertstel darüber. Falls das nicht klappen sollte, ist es für sie weit ­weniger schlimm als das Verpassen von Olympia. «Ich will mich nicht darauf versteifen, sondern möglichst viele saubere Läufe abliefern», sagte sie nach dem gestrigen Rennen.

Die U23-Europameisterin von Tallinn (EST) im Jahr 2015 ist ruhiger und geduldiger geworden und legt ihr Hauptaugenmerk auf die Saison 2018. Glück im Unglück hatte sie am letzten Donnerstag: Bei ihrem Strauchler an der Athletissima in Lausanne verletzte sie sich nur leicht, eine Prellung an der linken Wade, stellte sich heraus. Das Knie hingegen blieb unversehrt. Zbären wurde am Montag nochmals untersucht. «Wir testeten, was geht und was nicht», sagte sie, für den Start in Luzern aber gab es grünes Licht. Die Verletzung lässt sie aber für die eher mässige Zeit nicht als Ausrede gelten: «Während des Rennens spürte ich nichts. Ich erwischte einfach nicht den besten Tag, bin aber trotzdem nicht unzufrieden.» Die Hauptsache ist, dass sie nach dem Schrecken von Lausanne weiterhin der WM-Limite nach­jagen darf. Und dass ihre Karriere doch noch volle Fahrt aufnehmen kann.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

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