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LEICHTATHLETIK: Spektakel an der Hürden-Show

Beim Luzerner Meeting vom 14. Juni sind nicht nur alle Schweizer Stars mit dabei. Gerade die Hürdenläufe mit Weltklasse-Athleten versprechen grosse Spannung.
Turi Bucher
LEICHTATHLETIK, LEICHTATHLETIK WM PEKING, LEICHTATHLETIK WELTMEISTERSCHAFTEN, WELTMEISTERSCHAFTEN, (Bild: SRDJAN SUKI (EPA))

LEICHTATHLETIK, LEICHTATHLETIK WM PEKING, LEICHTATHLETIK WELTMEISTERSCHAFTEN, WELTMEISTERSCHAFTEN, (Bild: SRDJAN SUKI (EPA))

Turi Bucher

Am Abend des 14. Juni, wenn an der Fussball-EM Cristiano Ronaldos Portugal auf Island trifft, steigt auf der Luzerner Allmend der traditionelle Leichtathletik-Event. Die Hürden-Rennen beispielsweise dürften dem Publikum eine spektakuläre Show bieten. Im Feld der Frauen über 100 m Hürden startet Brianna Rollins (25, USA), Weltmeisterin von 2013 und aktuelle Nummer 1 der Welt. Vor ziemlich genau drei Jahren lieferte sie mit 12,26 Sekunden an den amerikanischen WM-Trials den US-Rekord ab. Kurz darauf trat die College-Studentin erstmals im Ausland, und zwar bei Spitzenleichtathletik Luzern, auf. Seither hat es Luzern ihr angetan, sie kehrte jedes Jahr zurück. Als Teenie war Rollins noch gar nicht an der Leichtathletik interessiert. «Man hat mir zwar immer gesagt, ich sei schnell, aber wie meine Mutter die 800-m-Strecke zu rennen, das hat mich nicht gereizt.» Also stellte man ihr die Hürden hin – und ab gings. Nach ihrem ersten Versuch musste sie sich zwar mit blutenden Knien aufrappeln – aber der erste Flirt sass.

Mit dem Sieg an den US-Trials 2013 lief Rollins übrigens eine Zeit, die bis heute als die fünftschnellste auf der Welt überhaupt gilt. Danach wurde Rollins auch gleich noch Weltmeisterin. Nachdem sie in diesem Jahr an den Indoor-WM Silber holte (7,82) und an den US-Indoor-Championships mit 7,76 die Schnellste war, kommt Luzern für sie gerade recht: Hier soll am 14. Juni die Basis für die geplante Olympiamedaille in Rio de Janeiro gelegt werden.

Die Frau von der Briefmarke

Auch für die Australierin Sally Pearson (30) ist der Auftritt in Luzern einer mit Fokus auf Rio. 2008 gewann die ehemalige Kunstturnerin, damals als ledige Sally McLellan, erstmals in Luzern. 12,57 Sekunden legte sie auf die Bahn neben dem Luzerner Hubelmatt, worauf sie sich an Olympia in Peking gleich die Silbermedaille erkämpfte. Nun kehrt sie in diesem Jahr sogar als amtierende Olympiasiegerin (12,35) nach Luzern zurück. «Luzern, was für eine herrliche Stadt, was für ein tolles Publikum», schwärmt Pearson, deren Gesicht einen mittlerweile sogar von einer australischen Briefmarke anblickt und die an Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen insgesamt acht Medaillen erlief.

Ehemaliger Fussballer am Start

Und da wäre auch noch die 28-jährige Amerikanerin Queen Harrison, die Vorjahressiegerin bei Spitzenleicht­athletik Luzern. Die in Sullivan County in New York geborene Queen Quedith Earth Harrison, wie sie mit vollem Namen heisst, wurde bei der WM 2013 Fünfte und siegte an den Panamerikanischen Spielen 2015. Ihre persönliche Bestzeit über die 100-m-Hürden-Strecke lautet 12,43 Sekunden.

Hochspannend ist auch die Ausgangslage im 400-m-Hürdenlauf der Männer. Der Thurgauer Europameister Kariem Hussein bekommt es mit dem 30-jährigen Briten David Greene zu tun. Wie Publikumsliebling Hussein ist auch Greene ehemaliger Fussballer, früherer Flügel des englischen Klubs Swansea und beispielsweise auch schon mal Torschütze gegen die zweite Mannschaft von Real Madrid.

Operation statt Rennen

Greene hat, man muss es so sagen, keine guten Erinnerungen an das Luzerner Meeting. Sein Start im vergangenen Jahr war beschlossene Sache, das Aufwärmtraining auf der Allmend mehr oder weniger schon erledigt, da befielen Greene plötzlich heftige Bauchschmerzen. Der Waliser wurde umgehend ins Kantonsspital Luzern überführt. Diagnose: sofortige Blinddarmoperation notwendig. Das Chirurgie-Team leistete offenbar gute Arbeit: Greene jedenfalls ist am 14. Juni wieder in Luzern und hat sich sozusagen «Wiedergutmachung» aufs Renntrikot geschrieben. Beim ehemaligen U-23-Europameister wurde in dessen Jugendjahren entdeckt, dass er an epileptischen Anfällen leidet. Diese Diagnose hinderte ihn aber nicht daran, den Weg an die Weltspitze zu finden. Vor den Olympischen Spielen in London 2012 war er Captain des äusserst erfolgreichen britischen Leichtathletik-Teams, musste zuvor aber wegen einer Knieverletzung auf ein geregeltes Wintertraining verzichten. Die anvisierte Medaille verpasste Greene dann in London als Vierter nur knapp. Am 14. Juni lohnt sich der Gang auf die Allmend allemal, Ronaldo spielt dann am 18. Juni gegen Österreich wieder.

Hinweis

Der Vorverkauf für die Tribünenplätze läuft ab sofort unter www.spitzenleichtathletik.ch und beim Ticketcorner in Luzern. Der Eintritt zu den von der CKW gesponserten Stehplätzen ist gratis.

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