Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

LEICHTATHLETIK: Trägt Noëmi Jakober bald das Nationaldress?

Die Alpnacherin Noëmi Jakober gehört noch der U18-Kategorie an. Dennoch liegt für die 17-Jährige die Limite für die U20-Europameisterschaften über 800 Meter bereits in Griffnähe.
Stefanie Barmet
Will sich morgen Nachmittag in Nottwil für die Junioren-EM im italienischen Grosseto qualifizieren: die 17-jährige Noëmi Jakober aus Alpnach. (Bild: Hanspeter Roos (Rapperswil-Jona, 18. Juni 2017))

Will sich morgen Nachmittag in Nottwil für die Junioren-EM im italienischen Grosseto qualifizieren: die 17-jährige Noëmi Jakober aus Alpnach. (Bild: Hanspeter Roos (Rapperswil-Jona, 18. Juni 2017))

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Um mehr als zwei Sekunden – von 2:12,29 auf 2:10,08 Minuten – steigerte Noëmi Jakober vor zwei Wochen beim Meeting in Jona ihre Bestzeit über 800 m. Damit verpasste die Alpnacherin die Limite für die in drei Wochen in Grosseto (ITA) ausgetragene Junioren-EM nur um 8 Hundertstel – und das, obwohl sie noch der U18-Kategorie angehört. Bereits 2016 machte die Gymnasiastin auf sich aufmerksam. An der Hallen-SM der Aktiven gewann sie über 800 m Bronze. Im vergangenen Sommer kam sie jedoch nicht recht auf Touren.

Anders 2017. Neben der Bestzeit über 800 m konnte sich die 17-Jährige auch über 200 m (26,30) und 400 m (57,45) deutlich verbessern. Dennoch kam für die Athletin des STV Alpnach die Steigerung über 800 Meter eher überraschend. «Bereits im Vorjahr lief es mir in Jona relativ gut. Deshalb bin ich mit positiven Erinnerungen in die Ostschweiz gereist. Eine so gute Zeit habe ich jedoch niemals erwartet. Dementsprechend gross war meine Freude im Ziel.»

Wöchentlich fünf bis sechs Trainingseinheiten

Seit gut sechs Jahren ist die Leichtathletik die grosse Leidenschaft der Alpnacherin. Am 800-m-Lauf fasziniert sie vor allem das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Faktoren. «Um erfolgreich zu sein, müssen verschiedene Puzzleteile zusammenpassen. Zudem kann während eines Rennens extrem viel passieren, das macht diese Disziplin so spannend.» Rund fünf bis sechs Mal pro Woche trainiert Noëmi Jakober, um ihre hochgesteckten Ziele zu erreichen. Das Kraft-, Lauf- und Hürdentraining absolviert die Obwaldnerin gemeinsam mit den Sprintern und Mehrkämpfern. Dauerläufe und Belastungen macht die von Thomi Rymann trainierte Athletin in der Regel allein. «Mein Ziel ist, einmal an einem internationalen Grossanlass starten zu können. Wenn es bereits in diesem Jahr klappen würde, wäre das natürlich mega cool. Druck mache ich mir deswegen aber keinen.»

Von Grosswangen nach Grossetto

Bis am 9. Juli bleibt Zeit, um die vom Verband geforderte Limite von 2:10 Minuten zu unterbieten. Das Meeting in Nottwil ist für gute Mittelstreckenrennen bekannt. «Ich laufe gerne in Nottwil. Die Anlage gefällt mir, zudem sind die Felder immer gut besetzt, und ich habe keine lange Anreise», sagt Noëmi Jakober. Mit der Neo-Schweizerin Lore Hoffmann aus Sierre, der Grosswangerin Lisa Stöckli und der wieder genesenen Lisa Kurmann (Winterthur) trifft sie auf drei Athletinnen, die in diesem Jahr die 800 m bereits unter 2:10 Minuten gelaufen sind.

«Bereits jetzt bin ich mit meiner Bestzeit zufrieden. Natürlich versuche ich in Nottwil, so schnell wie möglich zu laufen. Wenn dabei die Limite herausspringt, umso schöner.» Die Vorfreude auf das Rennen ist gross, wie auch auf die Premiere bei der Athletissima in Lausanne am Donnerstag. Dort steht die Alpnacherin erstmals im Vorprogramm über 800 m an der Startlinie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.