Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LEICHTATHLETIK: Vier Titel für die Innerschweiz

An den Schweizer Meisterschaften in Zürich holen Nicole Zihlmann, Stefanie Barmet, Tobias Furer und Jonas Schöpfer Goldmedaillen. Für Schöpfer ist es eine Premiere auf der Bahn.
Stefanie Barmet (Willisau) läuft hier auf 1500 Metern der Goldmedaille entgegen. (Bild: Hanspeter Roos (Zürich, 22. Juli 2017))

Stefanie Barmet (Willisau) läuft hier auf 1500 Metern der Goldmedaille entgegen. (Bild: Hanspeter Roos (Zürich, 22. Juli 2017))

Spannende Duelle wie das 200-Meter-Rennen der Frauen mit Mujinga Kambundji und Lea Sprunger prägten die diesjährigen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven in Zürich. Neben den Top-Athleten wussten sich auch die Teilnehmer aus der Innerschweiz erfolgreich in Szene zu setzen. In Abwesenheit des Berner Lauftalentes Delia Sclabas war Stefanie Barmet über 1500 Meter die grosse Favoritin. Nach einer langsamen ersten Hälfte setzte sie sich nach 800 Metern an die Spitze und ­steigerte das Tempo. Eine Runde vor Schluss konnte sie sich dicht gefolgt von Selina Ummel (BTV Aarau Athletics) von der sechsköpfigen Spitzengruppe lösen. Die Germanistik-Studentin versuchte ihre letzte Verfolgerin abzuschütteln, doch die Aarauerin blieb hartnäckig und lancierte 200 Meter vor dem Ziel sogar einen Angriff. Doch dann brach sie ein und wurde auf der Zielgeraden noch abgefangen. Barmet lief den Sieg souverän nach Hause und durfte sich nach Gold über 800 Meter im Jahr 2015 über ihren zweiten SM-Titel bei den Aktiven freuen. «Ich war die grosse Favoritin und wollte unbedingt gewinnen. Ich bin sehr zufrieden, dass meine Taktik aufging und ich mich durchsetzen konnte», so die 25-Jährige.

Zuvor hatte die Hammerwerferin Nicole Zihlmann für die erste Goldmedaille aus Innerschweizer Sicht gesorgt. Ihr vierter Wurf mit dem 4 Kilogramm schweren Hammer landete nach 60,67 Metern. Damit sicherte sich die Schweizer Rekordhalterin in dieser Disziplin mit über 4 Metern Vorsprung den Sieg und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Seit 2008 hat die Luzernerin nun insgesamt neun Schweizer-Meister-Titel gewonnen.

Für Furer ist es bereits der siebte Titel

Ebenfalls ein fleissiger Titelsammler ist der Zuger Tobias ­Furer. In Zürich wurde er bereits zum siebten Mal Schweizer Meister. Doch die diesjährigen Meisterschaften standen unter keinem guten Stern. «Ich hatte ­muskuläre Probleme im Oberschenkel und musste deswegen bereits auf einen Start bei Spitzenleichtathletik Luzern verzichten. An Hürdentrainings war bis zur SM nicht zu denken. Mein Start stand lange Zeit in Frage.» Nach dem lockeren Vorlaufsieg folgte die grosse Erleichterung. «Ich fühlte mich gut, hatte keine Schmerzen und wollte nun meinen Titel unbedingt verteidigen.» Im Final kam es dann zum grossen Showdown mit dem Saisonschnellsten Brahian Peña (Amriswil-Athletics). Der Ostschweizer lag lange Zeit vorne, ehe er die achte Hürde touchierte und aus der Balance geriet. Furer zog vorbei und sicherte sich mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung den Titel. «Ich konnte den Fehler meines Konkurrenten zu meinen Gunsten nutzen. 2009 habe ich an selber Stätte meinen ersten Titel gewonnen, 2014 bin ich hier an der Heim-EM gelaufen. Dementsprechend viel bedeutet mir dieser Sieg nach den schwierigen Wochen», so der 29-Jährige.

Extrem spannend gestaltete sich der 800-Meter-Final der Männer. Topfavorit Hugo Santacruz (LC Rapperswil-Jona) musste wegen Hamstring-Beschwerden, die er sich vor dem Vorlauf am Freitag zugezogen hatte, auf einen Start im Endlauf verzichten. Jonas Schöpfer, der die Schweiz an den U23-Europameisterschaften vertreten hatte, lief lange Zeit geschickt vorne mit und wartete die Angriffe der Konkurrenz ab. Etwas mehr als 200 Meter vor dem Ziel stürmte der Ostschweizer Diego Menzi an die Spitze. Jonas Schöpfer reagierte sofort, lief mit Menzi mit und überholte ihn anfangs Zielgerade. In 1:53,79 Minuten setzte er sich mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf den Berner Pascal Furtwängler durch und gewann nach SM-Gold im März im Kurzcross seinen zweiten Titel bei den Aktiven. «Dass ich gewonnen habe, ist wirklich cool. Der Titel auf der Bahn ist noch etwas spezieller als derjenige im Cross. Dass ich meinen ersten Bahn-Titel im Letzigrund-Stadion gewinnen konnte, ist besonders schön», so der Athlet.

Silber für Odermatt und Ferrari

Silber sicherte sich Livia Odermatt (STV Sempach) im Hochsprung. Sie übersprang 1,77 Meter und musste sich nur von der U23-EM-Vierten Salome Lang (Old Boys Basel), die 1,80 meisterte, geschlagen geben.

Zweimal Zweiter wurde der Rothenburger Sandro Ferrari. Im Diskus gewann er mit 49 Metern hinter dem Schwyzer Lukas Jost, welcher den 2 Kilogramm schweren Diskus 50,88 Meter weit warf, Silber. Im Kugelstossen wurde er mit 15,60 Metern ebenfalls Zweiter. Die Serien-Schweizer-Meisterin Barbara Leuthard sprang im Dreisprung 12,43 Meter weit und sicherte sich damit die Bronzemedaille. (stb)

Zürich. Schweizer Meisterschaften. Männer, 100 m: 1. Alex Wilson (Basel) 10,25. Andreas Haas (Willisau) 10,72. – 800 m: 1. Jonas Schöpfer (Sempach) 1:53,79 (VL1: 51,82). Angus Fölmli (Rotkreuz) 1:54,91. Ramon Christen (Nidwalden) 1:57,43. Florin Ayer (Zug) 1:57,94. – 1500 m: 1. Julien Wanders (Genève) 3:44,74. 9. Emanuel Schönbächler (Küssnacht) 3:59,29. – 110 m Hürden 106,7: 1. Tobias Furer (Zug) 14,13. 4. Raphael Holdener (Schindellegi) 14,85 (VL 14,71). Cornel Zwahlen (Rotkreuz) 15,69. – 400 m Hürden 91,4: 1. Alain-Hervé Mfomkpa (Lausanne) 51,01. Constantin Kannewischer (Zug) 62,17. – Weit: 1. Christopher Ullmann (Basel) 7,61. 5. Raphael Huber (Willisau) 6,99. – Drei: 1. Nils Wicki (Basel) 15,63. 7. Raphael Huber 13,96. 8. David Keller (Luzern) 13,37. – Stab: 1. Mitch Greeley (Zürich) 5,00. 5. Marco Jost (Emmenstrand) 4,60. – Kugel 7,26 kg: 1. Gregori Ott (Basel) 17,22. 2. Sandro Ferrari (Rothenburg) 15,60. 5. Lukas Jost (Wangen) 15,07. – Diskus 2,00 kg: 1. Lukas Jost 50,88. 2. Sandro Ferrari 49,00. – Hammer 7,26 kg: 1. Martin Bingisser (Zürich) 62,74. 5. David Devonas (Luzern) 48,82.

Frauen, 100 m: 1. Mujinga Kambundji (Bern) 11,08. Géraldine Frey (Zug) 11,92. Silke Lemmens (Zug) 12,10. Anja Ming (Inwil) 12,33. – 200 m: 1. Mujinga Kambundji 22,42. 7. Silke Lemmens (Zug) 24,62 (VL 24,40). Julia Niederberger (Nidwalden) 25,83. – 800 m: 1. Lore Hoffmann (Sierre) 2:13,64. 6. Lisa Stöckli (Gettnau) 2:15,0 (VL 2:13,89). 7. ­Noëmi Jakober (Alpnach) 2:16,34 (VL 2:13,41). Tiziana Zemp-Schmid (Hitzkirch) 2:15,38. – 1500 m: 1. Stefanie Barmet (Willisau) 4:26,13. 5. Seline Scherrer (Willisau) 4:29,81. 8. Sara Jost (Emmenstrand) 4:41,73. – 5000 m: 1. Martina Tresch (Bern) 16:28,58. 6. Yvonne Kägi (Gettnau) 17:07,50. 11. Flavia Stutz (Gettnau) 17:26,55. 13. Myriam Keiser (Rotkreuz) 18:22,53. – 100 m Hürden 84,0: 1. Caroline Agnou (Biel) 13,60. Aline Flattich (Galgenen) 14,90. Carla Inderbitzin (Steinen) 14,84. Vera Stocker (Rothenburg) 16,02. – 400 m Hürden 76,2: 1. Robine Schürmann (Zürich) 58,02. 3. Johanna Kannewischer (Zug) 61,70. – Weit: 1. Fatim Affessi (Genève) 6,19. 4. Barbara Leuthard (Zürich) 6,10. 12. Carla Inderbitzin (Steinen) 5,57. – Drei: 1. Fatim Affessi (Genève) 12,53. 3. Barbara Leuthard 12,43. – Hammer 4,00 kg: 1. Nicole Zihlmann (Luzern) 60,67. – Hoch: 1. Salome Lang (Basel) 1,80. 2. Livia Odermatt (Aarau) 1,77. 6. Cora Zurmühle (Luzern) 1,61. – Stab: 1. Angelica Moser (Zürich) 4,61. 8. Aylin Küçük (Zug) 3,50. 10. Edith Burkard (Hochdorf) 3,50.

Resultate unter: www.zurich2017.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.