Schwingen

Bester Limmattaler Schwinger Kammermann verpasste Kranzgewinn knapp

Erneut war Thomas Kammermann beim Nordostschweizerischen der beste Glatt- und Limmattaler Schwinger. Doch seinen ersten Kranzgewinn verpasste er zum wiederholten Mal äusserst knapp.

Bruno Auf der Maur
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Thomas Kammermann (r.) scheiterte an Roman Bösch. Adm

Thomas Kammermann (r.) scheiterte an Roman Bösch. Adm

Der Brunnen in der Wettkampfarena des Nordostschweizerischen Schwingfestes (NOS) in Tägerwilen war ein begehrtes Objekt. Die Schwinger standen nach einem intensiven Kampf minutenlang beim kühlenden Nass und versuchten die Temperaturen wieder in den grünen Bereich zu bringen. Die Hitze forderte die 190 Teilnehmer besonders im konditionellen Bereich.

Arnold Forrer, der Schwingerkönig von 2001, wurde der Favoritenrolle gerecht und gewann das prestigeträchtige Teilverbandsfest bereits zum fünften Mal. Im Schlussgang bodigte der Toggenburger vor 4100 Zuschauern Andy Büsser nach 10:45 Minuten mit einer Kreuzgriff-Lätz-Kombination.

Forrer überzeugte auf der ganzen Linie: Mit sechs Siegen, unter anderem gegen den Innerschweizer Gast Martin Grab, gewann der 32-Jährige überlegen.

Kammermanns Auf und Ab

Die Limmattaler Schwinger waren mit dem Duo Thomas Kammermann und Bernhard Götsch am Start. Nach den bisherigen Resultaten konnte sich Kammermann berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen. Beim 23-jährigen Sennenschwinger wechselten sich Licht und Schatten in regelmässigen Abständen ab. Nach einem Startsieg folgte gleich die erste Niederlage, doch im dritten Gang reüssierte Kammermann gegen den Kranzschwinger Daniel Thomi.

Im gleichen Rhythmus ging es weiter, sodass Kammermann bis zum fünften Gang drei Siege und zwei Niederlagen auf seinem Konto hatte. Damit wahrte er sich die Kranzchancen: «Im letzten Gang musste ich viel riskieren. Nur mit einer Maximalnote hätte es noch für den Kranz gereicht», so Kammermann.

Das Risiko zahlte sich nicht aus. Am Ende musste sich der Maschinenbau-Student das Sägemehl vom Rücken wischen lassen. Obwohl Kammermann den Kranzgewinn zum wiederholten Mal knapp verpasste, zeigte er einen seiner besten Wettkämpfe. Insgesamt musste er gegen fünf Kranzschwinger antreten und konnte sich gegen die starken Gegner behaupten. Für Bernhard Götsch lief es nicht wunschgemäss. Er verpasste den Ausstich knapp.