Motorsport

Bruno Weibel mit seinem historischen Formel Junior trotz Hitze erfolgreich

Bruno Weibel holt in Dijon den ersten Platz in seiner Klasse. Im Gesamtfeld der Formel Junior wurde er am Samstag Zehnter und am Sonntag sensationeller Fünfter, was die beste Gesamtplatzierung für den Urdorfer in dieser Saison ist.

Drucken
Teilen
Bruno Weibel mit der Nummer 68 konnte in Dijon überzeugen.

Bruno Weibel mit der Nummer 68 konnte in Dijon überzeugen.

Zur Verfügung gestellt

Bruno Weibel reiste für das Rennen der FIA Lurani Trophy vom vergangenen Wochenende in Dijon, Frankreich, bereits am letzten Mittwoch an. Er hatte einen Mitstreiter vor Ort technisch zu beraten bzw. eines anderen Fahrwerk optimal einzustellen. Zudem mussten noch Testfahrten gemacht werden, schliesslich hatte Bruno Weibel eine komplett neue Auspuff-Anlage für den historischen Lotus 20 schweissen lassen. Und damit nochmals fünf PS "rausgeholt". In Anbetracht dessen, dass das Auto vorhin 105 PS hatte, ein toller Wert. Die neue Rohrführung der Auspuff-Anlage hatte auch Einfluss auf den Erfolg. Seine Klasse konnte Bruno Weibel an beiden Renntagen (Samstag und Sonntag) gewinnen. Im Gesamtfeld der Formel Junior wurde er am Samstag Zehnter und am Sonntag sensationeller Fünfter, was die beste Gesamtplatzierung für den Urdorfer in dieser Saison ist.

Es war das erste Mal seit vielen Jahren, wo das Frankreich-Rennen der Formel Junior im Frühsommer und nicht im Spätherbst stattfand. Normalerweise gehörten Strickmütze und Winterjacke zum Pflicht-Outfit. Diesmal waren sogar kurze Hosen und T-Shirt zu viel. Auch der Rennwagen wurde "entkleidet": Der Unterboden-Schutz wurde weggelassen und die abgedeckten Stellen am Wasserkühler vom Klebeband befreit. Bei Asphalt-Temperaturen von über 60 Grad leiden auch die Reifen, sie bauen stark an Leistung ab, sodass die Rundenzeiten mit jedem Tag und jedem Grad etwas langsamer wurden.

Derzeit ist Bruno Weibel als Führender in der Europameisterschaft der FIA Lurani Trophy aufgeführt. Sein nächstes Rennen bestreitet der 39jährige am 1./2. Juli in Monza, Italien. Ein harter Brocken für Weibel beziehungsweise vor allem für das Auto, denn die Highspeed-Strecke von Monza mit seinen langen Geraden ist für den nur mit vier Gängen ausgerüsteten historischen Rennwagen von 1961 eine grosse Herausforderung, da fehlt dem Team jeweils ein bisschen "dä Schnuuf obe use"...

Am kommenden Samstag, 17. Juni teilt Bruno Weibel seine Leidenschaft für historische Sportwagen mit Kindern mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung. Zusammen mit rund einem Dutzend weiterer Lotus-Fans wird er den Beifahrer-Sitz seines Lotus einem benachteiligten Kind für eine Ausfahrt im Corso zu Verfügung stellen. Bruno Weibel initiierte gemeinsam mit „Love Ride“-Gründer Erwin Wyrsch und der Heilpädagogischen Schule Limmattal vor drei Jahren den „Lotus Ride Limmattal“.