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LOSFEE: Pep Guardiola – Der Trainer, der zum Siegen verdammt ist

Der FC Basel trifft in den Achtelfinals der Champions League auf Manchester City mit Trainer Pep Guardiola. Der Spanier gilt als prägende Figur des modernen Fussballs.
Pep Guardiola trifft mit Manchester City auf den FC Basel (Bild: KEYSTONE/EPA/SERGEY DOLZHENKO)

Pep Guardiola trifft mit Manchester City auf den FC Basel (Bild: KEYSTONE/EPA/SERGEY DOLZHENKO)

Am Wochenende standen sich im Topspiel der Premier League mit José Mourinho und Pep Guardiola zwei der grössten Trainer des Weltfussballs gegenüber. Manchester City gegen Manchester United: Auf der einen Seite der Spanier Guardiola, selber ein begnadeter Fussballer, der als Trainer das Spiel mit dem Ball perfektioniert hat und dessen Teams einen Fussball praktizieren, der ein Genuss für Liebhaber des gepflegten Spiels ist. Auf der anderen Seite der Portugiese Mourinho, der es als Spieler nie über die zweite Liga seines Heimatlandes hinausbrachte. Er ist ein Taktikfuchs und Defensivkünstler, für den sie in England den Begriff «Bus parken» erfunden haben, weil das Tor für den Gegner wie vernagelt scheint.

Das Duell der Gegensätze ging mit 2:1 an Guardiola. So unterschiedlich die beiden Trainer aber auch sein mögen, werden sie dennoch bald eine Gemeinsamkeit haben: Sie mussten sich in dieser Saison in der Champions League mit dem FC Basel messen. Die Losfee bescherte dem Schweizer Meister nach Manchester United in den Gruppenspielen nun in den Achtelfinals die andere Mannschaft aus der englischen Industriestadt. Obwohl Manchester City seit der Übernahme durch Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan neuen Glanz versprüht und zwei Meistertitel gewinnen konnte, gilt der Club als Arbeiterverein. Während vieler Jahre standen die «Cityzens» im Schatten von Manchester United und deren Erfolge unter dem Schotten Sir Alex Ferguson.

Doch mit dem Scheich kam das Geld – und mit dem 46-jährigen Guardiola das vermeintlich letzte Puzzlestück auf dem Weg zum ganz grossen Ziel des Besitzers: dem Triumph in der Champions League. In seiner ersten Saison als City-Trainer holte Guardiola aber keinen einzigen Titel und scheiterte in der Königsklasse in den Achtelfinals an Monaco. Ein Unding für den Mann, der mit Bayern und vor allem Barcelona den Fussball neu erfand und Titel um Titel einheimste. 250 Millionen Euro investierte Scheich Mansour im Sommer, damit Guardiola jene Spieler bekam, die er für die Umsetzung seiner Fussballphilosophie braucht. Die Millionen schüren aber auch die Erwartungen und erhöhen den Druck auf den Erfolgstrainer. Guardiola ist zum Siegen verdammt.

Bisher zahlen sich die Investitionen aus: In der Premier League steht Manchester City ungeschlagen an der Tabellenspitze, in der Champions League marschierte man mit Leichtigkeit durch die Gruppe. Ein Erfolg der Basler gegen das übermächtige Team von Guardiola, der sich für die Unabhängigkeit Kataloniens einsetzt, käme einem Wunder gleich. Doch bereits vor den Spielen gegen Manchester United und Mourinho sprachen alle von einem Ding der Unmöglichkeit. Letztlich schoss der Thurgauer Michael Lang den FC Basel zum Sieg. Wird erneut Schweizer Fussballgeschichte geschrieben, wäre dies ein Schlag in Guardiolas Magengrube – und die Geduld der Investoren ist im schnelllebigen Fussballgeschäft bekanntlich schnell aufgebraucht.

Sergio Dudli

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