Lucerne Marathon wird zum «Tunnellauf»

Die Strecke des diesjährigen Lucerne Marathon führt über fast 1,5 Kilometer durch die neuen Zentralbahn-Tunnelröhren Allmend und Hubelmatt. Stirnlampen-Pflicht gibt es deshalb aber keine.

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Blick in den Rohbau des Allmendtunnels. (Bild: PD)

Blick in den Rohbau des Allmendtunnels. (Bild: PD)

Die Organisatoren des Lucerne Marathons haben sich zusammen mit der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern und der beauftragten Totalunternehmung Implenia für die fünfte Austragung etwas Besonderes einfallen lassen: Sowohl die Läuferinnen und Läufer des Marathons als auch die des Halbmarathons und des Schnuppermarathons werden am 30. Oktober auf einer Strecke von rund 1300 Metern die Rohbauten des Allmendtunnels, des Hubelmatttunnels und der unterirdischen Haltestelle Allmend der Zentralbahn durchqueren.

Die neue Parcours-Variante hat laut Organisator nur unwesentlichen Einfluss auf die Gesamtlänge: Mit einer um wenige Meter versetzten Startlinie ist die Originaldistanz von 42,195 Kilometern auch in diesem Jahr gewährleistet.

Rohbau für Öffentlichkeit zugänglich

Die gesamte Tunnelstrecke sei durchgehend beleuchtet und belüftet, die Sicherheit der Läufer und der Besucher werde jederzeit gewährleistet sein, teilen die Verantwortlichen mit. Zudem stehe das Bauwerk an diesem Tag auch der breiten Öffentlichkeit zur Besichtigung offen. Die Tunnelstrecke der Zentralbahn werde auf der gesamten Länge zugänglich gemacht.

pd/bep

Grossprojekt Zentralbahn

Der Ausbau und die Tieflegung der Zentralbahn in Luzern ist ein Gemeinschaftswerk der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden, der Stadt Luzern und des Bundes. Die Rohbauarbeiten für die Tunnelstrecke in Luzern gehen programmgemäss dem Ende entgegen. Seit Ende 2008 haben jeden Tag rund hundert Personen an diesem aufwendigen Bauwerk gearbeitet. So sind der Allmendtunnel (470 Meter), die unterirdische Haltestelle Allmend (300 Meter) und der Hubelmatttunnel (550 Meter) entstanden. Ab 2012 werden die bahntechnischen Einrichtungen eingebaut: Geleise, Fahrleitung und Signale. Ende 2012 wird die Zentralbahn provisorisch durch die neue Tunnelstrecke geführt. 2013 folgen noch der Rückbau der heutigen, oberirdischen Linie sowie Anpassungsarbeiten im Bahnhof Luzern.

pd