Lucerne Regatta
Ein Powernap nach der Halbfinal-Qualifikation: So haben die Schweizer Boote in den Vorläufen abgeschnitten

Beim Weltcup auf dem Luzerner Rotsee finden am Freitag die Vorläufe statt. Jeannine Gmelin im Frauen-Einer und Roman Röösli/Barnabé Delarze im Doppelzweier qualifizieren sich souverän für die Halbfinals. Der Vierer ohne Steuermann muss am Samstag in die Hoffnungsrunde.

Claudio Zanini
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Roman Röösli (rechts) und Barnabé Delarze während des Vorlaufs am Freitagvormittag.

Roman Röösli (rechts) und Barnabé Delarze während des Vorlaufs am Freitagvormittag.

Urs Flüeler/Keystone

Am Rotsee ist am Freitag alles ein wenig nüchterner als gewöhnlich. Akkreditierungen gibt es nur gegen negative PCR-Tests sowie ausgefüllte Fragebögen über den Gesundheitszustand. Interviews mit Athletinnen und Athleten, die sonst eine Stunde nach dem Rennen im Ruderzentrum stattfinden, sind nicht möglich. Generell scheint sich niemand länger als nötig an der Regatta aufzuhalten. Der Schweizer Doppelzweier mit dem Luzerner Roman Röösli und dem Waadtländer Barnabé Delarze ist bereits vor dem Mittag wieder zurück im Hotel.

Im Vorlauf belegten die beiden den zweiten Platz, gut drei Sekunden hinter den Niederländern. Das bedeutet die direkte Qualifikation für den Halbfinal am Samstag. Röösli sagt: «Im ersten Teil sind wir sehr gut mitgefahren. Am Ende konnten wir noch etwas Kraft sparen.» Röösli und Delarze werden die Energie an diesem Wochenende benötigen. Denn ihre Bootskategorie ist aktuell besonders ausgeglichen. Es gibt diverse Nationen, die das Potenzial fürs Podest haben. Etwa die Franzosen, die an der EM und beim ersten Weltcup siegten, China (Weltmeister 2019), England, die Niederlande, Polen und Irland. Nach dem Ausfahren stand bei den Schweizern ein Eisbad, ein Mittagessen und ein Powernap auf dem Programm. Für den Halbfinal am Samstag dürften die Batterien wieder aufgeladen sein.

Gmelin gibt sich keine Blösse

Ebenso souverän war der Auftritt von Jeannine Gmelin. Die Zürcherin belegte nach einem engen Finish den dritten Platz hinter der Russin Hanna Prakhatsen (1.) und der Britin Victoria Thornley (2.). Exakt dieselbe Reihenfolge gab es an der EM in Varese im vergangenen April. Prakhatsen gewann Gold, Thornley Silber, Gmelin Bronze.

Sie hat eine Medaille im Visier: Jeannine Gmelin.

Sie hat eine Medaille im Visier: Jeannine Gmelin.

Urs Flüeler/Keystone

Nicht wunschgemäss lief es dem Vierer ohne Steuermann mit dem Luzerner Joel Schürch. Das Team belegte den vierten Rang und muss am Samstag den Hoffnungslauf bestreiten. Genau gleich erging es Schweiz II mit Maurin Lange (Seeclub Luzern) und Patrick Brunner (Seeclub Sempach), die ebenfalls auf dem vierten Rang landeten.

Im Leichtgewichtseiner schafften sowohl Sofia Meakin als auch Eline Rol den direkten Halbfinal-Einzug. Beide belegten in ihren Läufen jeweils Rang 2.