American Football
Luzern Lions verpassen den Aufstieg in die höchste Schweizer Liga

Die American Footballer der Luzern Lions scheitern an den St. Gallen Bears im Liga-B-Final. Das Positive überwiegt dennoch.

Michael Wyss
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Zwei St.-Galler-Spieler versuchen den Luzerner Reto Rast (am Ball) aufzuhalten.

Zwei St.-Galler-Spieler versuchen den Luzerner Reto Rast (am Ball) aufzuhalten.

Bild: Michael Wyss (St. Gallen, 10. Juli 2022)

«Enttäuscht, das sind wir. Wer im Final steht, will auch die Meisterschaft gewinnen. Die Barrage um die Promotion gegen den Letzten der NLA wäre die absolute Krönung gewesen. Das ist unbestritten und leugne ich auch nicht», zeigte sich Luzern-Lions-Headcoach Sascha Gaveau (42) nach der knappen 6:10-Niederlage im Liga-B-Final bei den St. Gallen Bears gefasst.

«Wir wollten zu Beginn der Saison in den Final, das haben wir nun erreicht. Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir haben uns weiterentwickelt. Das stimmt mich positiv für die Zukunft.»

Gaveau wird den Lions erhalten bleiben und nächste Saison einen Neuanlauf Richtung Nationalliga A nehmen. «Das Ziel muss die höchste Liga sein. Eines Tages wollen wir wieder in der NLA vertreten sein. Schritt für Schritt nähern wir uns diesem Unterfangen.» Das Team bleibt zusammen, was sicher ein Vorteil sein wird.

Zurück zum Spiel: die Luzern Lions boten den St. Gallen Bears, dem souveränen Qualifikationssieger, die Stirn. Vor 950 im Stadion Lerchenfeld war es ein Spiel auf Augenhöhe, wie der Ebikoner Luca Kneubühler (25, Quarterback) bestätigte: «Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten. Wir hatten unsere Chancen und hätten dieses Spiel auch zu unseren Gunsten entscheiden können. Wir werden nächste Saison wieder angreifen.»

In wichtigen Situationen zu wenig überzeugend

Wo sieht der Littauer Nico Helfenstein (26, Wide Receiver/Kicker) den Grund der Niederlage?

«Wir waren offensiv und defensiv überlegen, konnten in den wichtigen Spielsituationen mit den Special Teams nicht überzeugen. Es war nicht das beste Spiel von uns. Dennoch sind wir in einigen Tagen stolz auf das Erreichte.»

Zufrieden zeigte sich auch Michel Beljean (36), CEO der Luzern Lions: «Wir standen 2021 im Halbfinal, diese Saison im Endspiel. Das taxiere ich als sehr positiv. Der Weg der Lions stimmt. Auch der Nachwuchs ist im Reifeprozess und gedeiht. Wir sind im Verein auf Kurs.»