MÄNNER, 1. LIGA: Buochser Höhenflug hält an

Der VBC Buochs beendet die 1.-Liga-Vorrunde mit einem 3:0-Derbysieg über den Aufsteiger VBC Ebikon. Die Nidwaldner grüssen als Tabellenleader in der Gruppe C.

Ruedi Vollenwyder
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Der Buochser Michael Emmenegger (links) beim Smash. (Bild: Roger Grütter (Buochs, 4. Dezember 2016))

Der Buochser Michael Emmenegger (links) beim Smash. (Bild: Roger Grütter (Buochs, 4. Dezember 2016))

Ruedi Vollenwyder

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Die Favoritenrolle vor dem 1.-Liga-Derby zwischen Buochs und Ebikon war klar verteilt: hier der Leader Buochs, der bisher nur gegen den LK Zug (2:3) Punkte liegen gelassen hatte, dort der Aufsteiger aus Ebikon, der sich bisher auf 1.-Liga-Stufe etwas schwer tut. Einzig im ersten Satz wurde Buochs seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht. Die Nidwaldner lagen in diesem beidseits sehr konfus gespielten Startset mit 17:20 zurück, ehe Simon Gwerder mit drei harten Smashs das Skore auf 21:20 stellte und so für die Wende zum 25:23-Satzsieg besorgt war.

Die Geschichten der Sätze zwei und drei sind schnell erzählt. Im gleichen Masse, wie sich der Leader spielerisch steigerte, bauten die Schützlinge um Trainer Philipp Joller ab. Mit 25:18 und 25:15 wurden die Luzerner richtiggehend überrannt. Dank dem achten Sieg in sieben Spielen liegt Buochs weiterhin an der Tabellenspitze. Aufsteiger Ebikon hingegen muss sich nach hinten orientieren und rutschte auf den zweitletzten Tabellenrang ab. Für Ebikon-Trainer Joller ist diese Niederlage nachvollziehbar. «In den letzten Trainingseinheiten konnte ich wegen zu vieler Absenzen praktisch nie das geplante Programm durchziehen. So wie man trainiert, so spielt man dann auch im Ernstkampf. Und unser spielerisches Niveau reichte nicht aus, um die gut spielenden Buochser in Verlegenheit bringen zu können.»

Buochser starteten unkonzentriert

Weshalb die Buochser im Startsatz so viel Mühe bekundeten, dazu hatte Thomas Heiz kurz nach der Partie keine griffige Antwort parat: «Wir waren wohl noch nicht mit vollster Konzentration bei der Sache.» Er verwies aber auch auf die starke Blockarbeit von Ebikon, welche im ersten Satz noch griff und ihnen gute Punkte einbrachte. «Nach dem in extremis gewonnenen Startsatz hatten wir dann den Gegner und den Match dank unserem nun variantenreicher angelegten Spiel im Griff und liessen nichts mehr anbrennen.» Auf die Leaderposition seiner Mannschaft angesprochen, meinte der 30-jährige Buochser Diagonalspieler: «Nach dem Abstieg wollten wir eine Liga tiefer wieder vorne mitspielen. Doch dass wir nach der Vorrunde ganz zuoberst stehen, das konnte man nicht erwarten. Doch schön ist diese Position alleweil.»

Ganz ohne Sorgen steigen die Buochser, welche auf das drittplatzierte Emmen-Nord acht Punkte Vorsprung herausgearbeitet haben, nicht in die Rückrunde. Sie müssen den Ausfall von Timo von Holzen (22), der sich im letzten Match gegen Emmen-Nord (3:1) beim Service zum Matchgewinn die Achillessehne riss, verkraften. «Timo spielte in dieser Vorrunde wirklich stark. Er wird uns fehlen», bedauert Thomas Heiz dessen Verletzung.

Doch Thomas Heiz richtet den Fokus bereits auf das erste Rückrundenspiel, in dem viel Brisanz steckt. «Gegen Zug haben wir nach der Niederlage noch eine Rechnung offen. Für dieses Spiel braucht es keine spezielle Motivation. Wir werden parat sein, besser als gegen Ebikon.»

Gruppe C: Regio Huttwil - Traktor Basel 0:3. Lugano - LK Zug 3:0. Kanti Baden - Emmen-Nord 1:3. Buochs - Ebikon 3:0.

Rangliste (alle 8 Spiele): 1. Buochs 22 (23:6). 2. Traktor Basel 21. 3. Emmen-Nord 14 (18:13). 4. LK Zug 13 (16:16). 5. Kanti Baden 11 (15:16). 6. Regio Huttwil 11 (12:16). 7. PV Lugano 9. 8. Ebikon 7 (9:19). 9. Olten II 0.

Buochs - Ebikon 3:0

Breitli. – 60 Zuschauer. – SR Hartmann/Röthlin. – Spieldauer: 62 Minuten. – Sätze: 25:23, 25:18, 25:15. – Buochs: Markus Bircher, Kummer, Heiz, Zihlmann, Gwerder, Emmenegger, Becker (Libero); Andreas Bircher, Bachmann, Zwyssig. – Ebikon: Bossart, Rey, Renggli, Yvon Jäger, Jost, Troxler; Amstutz, Alain Jäger.